Schreckliche Entdeckung nach Abend mit Freunden

Neue Stalking-Masche? Model Brooks Nadar findet Apple-Peilsender in ihrem Mantel

14. Januar 2022 - 18:32 Uhr

"Es war der gruseligste Moment meines Lebens" – dabei fing der Abend das Model Brooks Nadar eigentlich ganz entspannt an: Sie traf sich mit Freunden in einer Bar in New York. Was soll dran schon gruselig sein? Doch später bekam das Model eine unheimliche Warnung auf ihr Handy: Ein Unbekannter hatte sie offenbar stundenlang geortet. Sie ist offenbar nicht die einzige Frau, der das passiert ist, wie im Video zu sehen ist.

Model Brooks Nader
Dem Model Brooks Nader wurde in einer Bar von einem Unbekannten ein Peilsender des Technik-Herstellers Apple untergejubelt.
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Peilsender überall erhältlich

Bild eines Apple AirTags
So ein Peilsender von Apple wurde US-Model Brooks Nader in den Mantel gesteckt.
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Was für eine beängstigende Vorstellung: Ein Fremder weiß ganz genau, wo man sich befindet. Das Schockierende: Dafür braucht es keine speziellen IT-Kenntnisse. Ein Peilsender genügt. Denn benutzen viele Leute, um zu finden, was sie verlegt oder sogar verloren haben. Oft hängen die Sender am Schlüsselbund oder sind im Portemonnaie. Wo sich der verlorene Gegenstand befindet, kann man dann über eine App sehen.

"Ein Viererpack ist heute für teilweise unter 100 Euro zu bekommen. Dieses Ding kann ein Achtjähriger bedienen. Mir wird es leicht gemacht und darum sinkt natürlich auch die Schwelle, für potenzielle Straftäter, beispielsweise Stalker, solche Technologien einzusetzen", erklärt Leo Martin vom Privatinstitut für forensischer Textanalyse.

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Brooks Nader wird der Sender von einem Fremden untergejubelt

Screenshot einer Instagramstory von Brooks Nader
US-Model Brooks Nader berichtet auf Instagram von ihrem Erlebnis.
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Dem Model Brooks Nader ist ein AirTag von Apple von einem Fremden untergeschoben worden - ohne, dass sie es gemerkt hat: "Auf dem Weg nach Hause habe ich dann eine Handybenachrichtigung bekommen, dass mich jemand trackt. Und das schone eine ganze Weile", erklärt sie auf Instagram.

Brooks beschwert sich, dass die Warnung viel zu spät gekommen sei. Apple ist sich gegenüber "ABC" keiner Schuld bewusst: "Das AirTag ist mit mehreren Features entwickelt worden, um unerwünschtes Tracking abzuwehren. Nutzer werden informiert, wenn ein unbekanntes AirTag von ihnen mitgeführt wird. Das schreckt ab vor schändlichen Absichten".

Wie ist die rechtliche Lage in Deutschland?

Besser als nichts, nennt Leo Martin diese Schutzfunktion, "in der Praxis aber ein stumpfes Schwert." Er meint: "Diese Technologien können nicht gegen Missbrauch geschützt werden." Martin rät dazu, achtsam zu sein: "Was ich machen kann, ist dass ich alles ganz genau absuche, wenn ich aus dem Club komme nachts in Jackentaschen, Handtasche."

Rechtlich ist die Lage in Deutschland klar geregelt: "Wer das ohne Zustimmung des anderen macht, der macht sich strafbar nach dem Bundesdatenschutzgesetz und das sind keine Kavalierdelikte mehr, so der Experte. (jmu)