Güteklasse "nativ extra" im Check

Das beste Olivenöl? Stiftung Warentest hat zwei Favoriten

27. Oktober 2021 - 11:09 Uhr

Welche Olivenöle schmecken und sind von guter Qualität?

Wenn Olivenöl in Supermarktregalen zum Kauf angeboten wird, greifen Verbraucher hierzulande gerne zu. Der Pro-Kopf-und-Jahr-Verbrauch in Deutschland liegt bei immerhin rund einem Liter. Schließlich steht Olivenöl für Gesundheit, Genuss und südländische Lebensart. Da es jetzt in Deutschland so langsam frisch wird, kann eine mediterrane Ernährung für warme Gedanken sorgen. Unverzichtbarer Protagonist einer solchen Kost ist Olivenöl. Das sollte dann auch schmecken und von guter Qualität sein. Und immerhin 15 von 27 Ölen der höchsten Güteklasse "nativ extra" kann die Stiftung Warentest im neuen Test empfehlen.

Top-Test-Noten für spanisches und italienisches Olivenöl

Das spanische Bio-Öl "art' gerecht Phenolio"* und das italienische Bio-Olivenöl "Selezione Gustini Antico Frantoio della Fattoria" bekommen als einzige ein sehr gutes sensorisches Urteil - sie riechen und schmecken hervorragend, sind aber mit 48 beziehungsweise 40 Euro pro Liter doch ziemlich teuer. Beide erhalten das Gesamturteil "gut" (Note 1,8).

Günstigere Alternativen zu den Testsieger-Olivenölen

Andere gute Olivenöle im Test sind preiswerter.

RTL NEWS empfiehlt

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  • Das beste klassische Marken-Öl "Bertolli Originale"* kostet 9,10 Euro pro Liter,
  • das beste Discounter-Öl "Lidl Primadonna" ist für nur 5,35 Euro zu haben (beide "gut", 2,3).

Insgesamt überzeugt mehr als die Hälfte, darunter auch viele Bio-Öle.

Zwei Öle fallen im Test durch. Das Produkt "Alnatura Natives Olivenöl extra" schmeckt ranzig. Doch geschmackliche Fehler sind in der höchsten Güteklasse nicht erlaubt. Die entsprechende Verordnung listet insgesamt 15 Fehler auf, darunter stichig, essigartig und modrig. Auch ranzig darf Olivenöl nicht schmecken. Dann ist es entweder alt oder wurde zu lange Licht oder Sauerstoff ausgesetzt. Das Produkt hätte laut der Tester nicht als "nativ extra" verkauft werden dürfen und ist deshalb "mangelhaft".

Das vergleichsweise teure "Nocellara" von Oil & Vinegar (52 Euro, "mangelhaft") fällt durch, weil es sehr hoch mit dem Weichmacher DEHP belastet ist. DEHP kann die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen. Weichmacher konnte Warentest auch in allen anderen Ölen nachweisen, allerdings nur in geringen bis sehr geringen Mengen. Eine akute Gefahr geht von dem Öl nicht aus, aber Weichmacher in so hohen Gehalten sind vermeidbar.

Das gilt auch für vier Öle, die vergleichsweise hoch mit den Mineralölkohlenwasserstoffen Moah und/oder Mosh belastet sind. Diese vier Öle landen bei der Schadstoffprüfung nur bei einem "ausreichend".

Übrigens: Das beliebteste Öl hierzulande ist nicht Oliven-, sondern das heimische Rapsöl, gefolgt von Sonnenblumenöl. Erst dann kommt das grüne Gold aus dem Mittelmeerraum. (awi/spr)

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