Tschechischer Milliardär wird ausgebremst

Mit Tempo 417 über A2: Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen gegen Raser ein

Milliardär rast mit über 400 km/h über A2 Rekordgeschwindigkeiten!
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Rekordgeschwindigkeiten!
Milliardär rast mit über 400 km/h über A2

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Nach einer Fahrt mit bis zu 417 Stundenkilometern über die A2 leitet die Staatsanwaltschaft in Stendal Ermittlungen gegen einen tschechischen Milliardär ein. Die Anklagebehörde ermittle, sobald alle Unterlagen eingegangen und erfasst worden seien, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Dies könne im Laufe der Woche geschehen. Zunächst hatte die Polizei den Fall untersucht, sie hat ihre Resultate nun an die Staatsanwaltschaft übergeben.

Dem Raser drohen bis zu zwei Jahre Gefängnis

Dem Raser wird ein verbotenes Autorennen im Sinne einer Einzelfahrt vorgeworfen. Nach dem Strafgesetzbuch ist auch ein sogenanntes Alleinrennen strafbar, wenn sich der Fahrer „mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen“. Dem Milliardär droht eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe. Der Tatbestand müsse jedoch zunächst genau geprüft werden, sagte der Sprecher der Anklagebehörde in der Stadt in Sachsen-Anhalt.

Der Milliardär hatte Anfang des Jahres ein Video ins Netz gestellt, bei dem er über die A2 zwischen Berlin und Hannover heizt. Der augenscheinlich abgefilmte Tacho zeigt eine Geschwindigkeit von bis zu 417 Kilometern pro Stunde an. Der Tscheche steht auf fragwürdiges P.S.-Spektakel und schnelle Flitzer. Auf seinem Youtube-Kanal lässt der 58-Jährige seine Fans regelmäßig an seinen Ausflügen teilhaben. Dieses und weitere Videos sollen bereits im Juli 2021 entstanden sein. Die Aufnahmen im Internet hatten bundesweit für Aufsehen und viele empörte Reaktionen gesorgt. (dpa/lkr)