Diese Aufnahmen zeigen den Einschlag eines Raketenteils auf dem Mond. Man muss schon ganz genau hinsehen, um im Vorher Nachher Vergleich überhaupt einen Unterschied in der Mondoberfläche erkennen zu können. Trotz des ungeplanten Crashs bleibt die NASA gelassen.
„Das stellt absolut keine Gefahr für irgendwen auf der Erde oder irgendwelche Teile auf dem Mond dar."
Tatsächlich sind Wissenschaftler sehr daran interessiert, den Einschlag zu untersuchen. Bei dem Schrottteil, das auf den Mond gestürzt ist, handelt es sich um eine rund vier Tonnen schwere Raketenstufe einer Falcon neun Rakete von SpaceX. Die war vor anderthalb Jahren gestartet. Die abgeworfene Raketenstufe flog seitdem durchs All, hatte aber durch Sonnenaktivität und Schwerkraft ihren berechneten Kurs verlassen.
„Krater durch Einschläge gibt es im ganzen Sonnensystem. Durch den Aufprall eines Objekts, dessen Größe und Geschwindigkeit wir jetzt aber kennen, können wir die Prozesse solcher Einschläge besser verstehen."
Das will auch Planetenforscher Carl Schmitt. Aber er mahnt die Atmosphäre.
„Die Mondatmosphäre ist sozusagen die Menge Luft wie in einem großen Gebäude, aber verteilt über den ganzen Mond. Sie wird schnell von Raketenabgasen überdeckt. Das ist ein sehr fragiles System. Wenn wir es verstehen wollen, solange es noch unberührt ist, ist jetzt die Zeit."
Denn jeder Besuch auf dem Mond, aber auch jeder nicht natürliche Einschlag stellt einen Eingriff in die Atmosphäre dar, mit möglicherweise größeren Auswirkungen, als auf den Bildern zu erkennen ist.