Ein Virus hält die Welt in Atem

LIVE-TICKER Coronavirus - alle Infos und Entwicklungen vom 22. April 2020

22. April 2020 - 23:29 Uhr

Im Video: Das sind die Änderungen der Corona-Maßnahmen

Wie wichtig sind Pflegekräfte? Sehr - das zeigt die Coronakrise einmal mehr. Das will die Politik jetzt auch im Geldbedeutel deutlich machen. Und warum das Tragen von Gesichtsmasken richtig Stress bedeuten kann. Im Live-Ticker erfahren sie alle wichtigen Infos und Entwicklungen.

Hier finden Sie eine Übersicht der geänderten Maßnahmen der Bundesländer und hier alles von A bis Z, was Sie über das Coronavirus wissen müssen.​

TVNOW-Doku: Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus

Wie besiegen wir Corona? Sehen Sie hierzu die TVNOW-Doku: "Stunde Null - Wettlauf mit dem Corona-Virus" (Teil 2)

+++ LIVE-TICKER +++

RTL NEWS empfiehlt

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23:00 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Todesfälle
USA 839.836 46.399
Spanien 208.389 21.717
Italien 187.327 25,985
Frankreich 159.315 21.373
Deutschland 149.771 5.211
Großbritannien 134.637 18.151
Weltweit 2.623.231 182.740

Quelle: Johns Hopkins Universität

22:25 Uhr - Dänemark lässt ausländische Familienangehörige wieder einreisen

Die dänische Regierung hat am Mittwoch die wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreisebestimmungen gelockert. Ausländische Ehe- und Lebenspartner sowie Kinder und Eltern von Dänen dürfen fortan wieder ins Land einreisen, auch wenn sie keine Aufenthaltsberechtigung haben. Dänemark hatte als eines der ersten Länder in Europa am 14. März wegen der Corona-Krise die Grenze für den Personenverkehr so gut wie geschlossen. Nur Ausländer, die einen wichtigen Grund hatten, durften einreisen. "Menschen mit Symptomen werden jedoch weiterhin an der Grenze zurückgewiesen", sagte Außen- und Integrationsminister Mattias Tesfaye im Parlament.

21:30 Uhr - Ramelow mit Alltagsmaske auf dem Spargelfeld

22.04.2020, Thüringen, Kutzleben: Bodo Ramelow (Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen, präsentiert eine Spargelstange auf einem Feld des Spargelhofs Kutzleben. Der Betrieb im Unstrut-Hainich-Kreis ist einer der größten Spargelanbauer in Thüring
Spargelernte auf dem Spargelhof Kutzleben
© dpa, Martin Schutt, msc htf

Schwarzer Anzug, blaue Krawatte - und ein Tuch über Mund und Nase: Beim Spargelstechen ist Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) am Mittwoch mit gutem Beispiel vorangegangen. Das rot-grüne Tuch, mit dem der Regierungschef große Teile seines Gesichts schützte, war laut Aufdruck ein Überbleibsel aus älteren Zeiten. Es warb für den Deutschen Wandertag vor drei Jahren - und für "Luther 2017". 

20:55 Uhr - Virus erstmals bei US-Haustieren nachgewiesen

ARCHIV - Die zwei Monate alte Katze Delayla sitzt am 27.06.2008 in Mainz im Katzenzimmer des Tierheims. Während die einen entspannt ihren Sommerurlaub genießen, müssen die anderen schuften: Tierheime und -pensionen haben in den großen Ferien immer be
In nur einem Haushalt lebte tatsächlich auch eine infizierte Person. (Symbolbild)
© dpa, Fredrik von Erichsen

In den USA ist erstmals in Haustieren das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. Zwei Hauskatzen im Bundesstaat New York seien positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet worden, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Mittwoch mit. Beide Tiere, die an verschiedenen Orten in dem Bundesstaat lebten, hätten Atemwegsbeschwerden aufgewiesen. In einem Fall sei der Besitzer der Katze zuvor positiv auf das Virus getestet worden. Im anderen Fall sei keine Infektion in dem betroffenen Haushalt bekannt.

Die Behörde teilte mit, es gebe derzeit keine Beweise dafür, dass Haustiere eine Rolle bei der Verbreitung des Coronavirus spielten. Es gebe daher keinen Grund für Maßnahmen gegen Haustiere. Die Gesundheitsbehörde riet dazu, Haustiere außerhalb des eigenen Haushalts möglichst nicht mit anderen Tieren oder Personen in Kontakt kommen zu lassen. Erkrankte Personen sollten sich von ihren Haustieren und von anderen Tieren fernhalten.

20:30 Uhr - Britischer Virologe: Kaum Chancen auf Impfstoff in 2021

Englands Chefmediziner Chris Whitty sieht nur wenig Chancen auf ein wirksames Mittel gegen die Seuche im kommenden Jahr. Langfristig könne man durch zwei Dinge aus der jetzigen Lage kommen, sagt er: Entweder durch "einen hochwirksamen Impfstoff und/oder ein sehr effektives Medikament". Allerdings sei die Wahrscheinlichkeit, sie im kommenden Jahr zur Verfügung zu haben, "unglaublich gering". Dies müsse man realistisch sehen.

20:00 Uhr - Google fischt dutzende Hackergruppen

Google hat nach eigener Darstellung mehr als ein Dutzend staatlich unterstützter Hackergruppen ausgemacht, die die Pandemie für Cyberangriffe zu nutzen versuchen. Pro Tag würden 18 Millionen entsprechende E-Mails abgefangen, teilt der US-Konzern in seinem Firmblog mit.

18:55 Uhr – Drosten-Podcast für Grimme Online Award nominiert

Der Podcast «Das Coronavirus-Update» mit dem Berliner Virologen Christian Drosten ist für den Grimme Online Award nominiert worden.Für Hörer habe er sich zu einer «Instanz» entwickelt, erklärte die Jury. Er gebe dem Virologen Drosten ausreichend Raum, um über aktuelle Studien, Symptome oder mögliche Gegenmaßnahmen zu sprechen - «und um sich aufgrund neuer Entwicklungen auch zu korrigieren». Der Podcast sei auch nach Ende der Frist noch sehr oft für die Auszeichnung vorgeschlagen worden.

«Das Informationsbedürfnis ist sehr hoch, das zeigen die Angebote, das zeigt die Auswahl der Nominierungskommission», sagte Grimme-Direktorin Frauke Gerlach. Es sei besonders dann hoch, wenn man in Krisenzeiten lebe - wie jetzt in der Corona-Krise.

18:45 Uhr - WHO: Die meisten Ausbrüche in Europa stabil oder abnehmend

Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind die meisten Ausbrüche in Europa inzwischen stabil oder schwächen sich ab. In Mitteleuropa, Afrika sowie Mittel- und Südamerika gebe es jedoch besorgniserregende Anstiege, sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

18:16 Uhr – Hamburger Gericht hält Corona-Schließung großer Läden für unzulässig

Das Verwaltungsgericht Hamburg hat die vom Senat zur Eindämmung der Corona-Pandemie aufrechterhaltene Schließung von Läden mit mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche für unzulässig erklärt. Mit einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss habe das Gericht einem Eilantrag eines Sportgeschäfts in der Hamburger Innenstadt stattgegeben, teilte ein Sprecher mit. Der Senat habe aber bereits Beschwerde dagegen beim Hamburgischen Oberverwaltungsgericht eingereicht und beantragt, dass es bis zu einer Entscheidung bei der Reglung bleiben solle.

Nach Ansicht des Verwaltungsgerichts verstößt die seit Montag geltende Lockerung bei der Ladenöffnung gegen das Recht auf Berufsfreiheit. Denn die in der Verordnung getroffene Unterscheidung zwischen Läden mit einer Verkaufsfläche unter 800 Quadratmetern, die öffnen dürfen, und größeren, die lediglich mit reduzierter Fläche öffnen dürfen, "ist nach Auffassung des Verwaltungsgerichts nicht geeignet, dem mit der Rechtsverordnung verfolgten Zweck des Infektionsschutzes zu dienen", teilte das Gericht mit. Vielmehr sei dieser Schutz in großen Geschäften "ebenso gut wie oder sogar besser als in kleineren Einrichtungen" zu erreichen.

Wie die bisherigen Lockerungsmaßnahmen im öffentlichen Raum in den verschiedenen Bundesländern aussehen, können Sie hier nachlesen.

17:44 Uhr – Online-Musikfestival mit großen Stars geplant

In der Corona-Krise veranstaltet das Musiklabel Warner Music gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein Online-Festival mit Ausschnitten früherer Konzerte von Stars wie Coldplay, Ed Sheeran oder Bruno Mars. Das "Play On Fest" mit Auftritten von mehr als 65 Musikern und Bands solle vom 24. bis zum 26. April im Internet zu sehen sein, teilte die US-Plattenfirma am Mittwoch mit. Alle Einnahmen - etwa über Spenden oder den Kauf von Merchandise-Ware - sollen der WHO im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu Gute kommen.

17:36 Uhr – UKE befürchtet zweite Corona-Welle im Herbst

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hat vor einer zweiten Corona-Infektionswelle Ende des Sommers gewarnt. "Ich befürchte, dass wir tatsächlich vor einer zweiten Welle stehen, die spätestens nach den Sommermonaten, also im August, vielleicht auch erst Ende August (...) aufbrechen könnte", sagte UKE-Vorstandschef Prof. Burkhard Göke am Mittwoch in Hamburg. "Wir machen uns sehr große Sorgen zur Logistik der Diagnostik." Wenn dann in der zentralen Notaufnahme viele erkältete Patienten sitzen, werde das UKE gehalten sein, bei jedem einen Abstrich vorzunehmen, möglicherweise dann nochmals im Intervall. Dabei habe das UKE bereits jetzt seine diagnostischen Möglichkeiten "bis an die Grenze der Verfügbarkeit" ausgeschöpft, mahnte Göke.

Sorgen mache er sich auch um die im Herbst einsetzenden Influenzawelle. Die Vorstellung, dass sich die Influenza A-Infektion, die an sich ja sehr belastend und gefährlich sein könne, dann auch noch paare mit einer Covid-Infektion, bereite ihm Kopfzerbrechen, sagte der ärztliche Direktor des UKE. Mit Blick auf die intensivmedizinische Betreuung sagte er, derzeit gebe es keine Überforderung der Kapazitäten. "Für den Herbst sind wir unsicher."

17:13 Uhr – Zoos in Not: Land NRW hilft mit rund 12 Millionen Euro

31.03.2020, Nordrhein-Westfalen, Köln: Löwen liegen im Außengehege in dem menschenleeren Zoo und sonnen sich. Die wegen der Corona-Krise geschlossenen Zoos schlagen Alarm: Ihnen fehlen die Einnahmen. (zu dpa "Zoos schlagen Alarm - Tierversorgung muss
Coronavirus - Kölner Zoo
© dpa, Rolf Vennenbernd, ve

NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU) will den Zoos und Tiergärten im Land mit 11,825 Millionen Euro helfen, die Folgen der Corona-Krise zu bewältigen. Die Zoos verfügten über "keine nennenswerten finanziellen Reserven". Dadurch sei eine angemessene Versorgung der Tiere und insbesondere der bedrohten Tierarten gefährdet, schrieb Lienenkämper in einer Vorlage an den Finanzausschuss des Landtages. Das Geld solle der Kompensation der Einnahmenausfälle, Sicherung der Liquidität und Abwendung drohender Schließungen dienen. Die NRW-Zoos haben seit dem 18. März geschlossen und nehmen damit keine Eintrittsgelder mehr ein. Ein Zoo hatte veröffentlicht, dass es einen Notschlachtplan gebe, wenn keine Futtermittel mehr zur Verfügung stände.

17:03 Uhr – Söder lobt bundesweite Maskenpflicht

CSU-Chef Markus Söder hat die Ankündigungen für eine bundesweite Maskenpflicht wegen der Corona-Pandemie gelobt. "Gute Nachricht: jetzt kommt in allen 16 Bundesländern eine Maskenpflicht. Damit ist klar: die Erleichterungen werden von Schutzmaßnahmen begleitet", schrieb der bayerische Ministerpräsident am Mittwochnachmittag bei Twitter, berichtet die dpa.

Zuvor hatte Bremen als letztes Bundesland angekündigt, das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen zum Schutz vor Ansteckungen vorschreiben zu wollen. Die Pflicht gilt in den meisten Ländern - darunter auch Bayern - ab kommender Woche und bezieht sich meistens auf Busse und Bahnen sowie das Einkaufen in Geschäften. Wie die Regelungen in ihrem Bundesland aussehen, können Sie hier nachlesen. Wie genau die Maskenpflicht in ihrem Bundesland aussehen soll, können Sie hier nachlesen.

16:45 Uhr - Virologe Drosten: Deutschland verspielt vielleicht wichtigen Corona-Vorsprung

Christian Drosten, Direktor am Institut fuer Virologie der Charite Berlin, aufgenommen im Rahmen einer Presseunterrichtung des Bundesgesundheitsministeriums zur Ausbreitung des Coronavirus. In der Bundespressekonferenz in Berlin, 09.03.2020. Berlin D
Christian Drosten, Direktor am Institut fuer Virologie der Charite Berlin, aufgenommen im Rahmen einer Presseunterrichtu
© imago images/photothek, Janine Schmitz/photothek.net via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Der Virologe Christian Drosten sieht die Gefahr, dass Deutschland bisherige Erfolge bei der Corona-Eindämmung verspielt und die Situation entgleitet. Er bedauere es derzeit "so sehr zu sehen, dass wir gerade dabei sind, vielleicht diesen Vorsprung hier komplett zu verspielen", sagte der Leiter der Virologie der Charité am Mittwoch im NDR-Podcast. Deutschland zähle im internationalen Vergleich zu den erfolgreichsten Ländern bei der Pandemie-Bekämpfung, weil der Ausbruch sehr früh erkannt worden sei.

Es würde ihn dann nicht wundern, wenn man über den Mai und in den Juni hinein in plötzlich eine Situation komme, "die wir nicht kontrollieren können, wenn wir nicht aufpassen", betonte Drosten. Es gebe dann viel mehr Startpunkte für das Virus als zu Beginn der Epidemie. Aktuell sei Deutschland in einem sehr fragilen Bereich, sagte Drosten mit Blick auf die zuletzt vom Robert Koch-Institut auf 0,9 geschätzte Reproduktionszahl. Das bedeutet, dass im Mittel fast jeder Infizierte einen anderen Menschen ansteckt.

16:24 Uhr – Schätzung: Zahl britischer Corona-Toter doppelt so hoch wie angegeben

In Großbritannien könnten einem Bericht der "Financial Times" zufolge bereits doppelt so viele Menschen infolge der Coronavirus-Pandemie gestorben sein wie bisher angenommen. Das geht aus Hochrechnungen der Zeitung auf Grundlage von Zahlen des britischen Statistikamts ONS hervor. Demnach könnten bereits 41.000 Menschen im Zuge der Pandemie gestorben sein. Das sind weit mehr als die offiziellen Zahlen bisher vermuten lassen: Dem Gesundheitsministeriums zufolge starben nachweislich bis Montag etwa 17.300 Menschen an der Lungenkrankheit in Krankenhäusern des Landes. Nicht eingerechnet sind dabei die Todesfälle in Pflegeheimen und Privathaushalten.

Grundlage für die Berechnung der "Financial Times" ist die Übersterblichkeit in Großbritannien, die vom Statistikamt für die Woche bis zum 10. April mit etwa 8000 angegeben wurde. Das bedeutet, innerhalb von nur einer Woche starben in dem Land 8000 Menschen mehr als im Durchschnitt der Vorjahre.

16:09 Uhr – Steinmeier: Können uns aus wirtschaftlichem Tal wieder herausarbeiten

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bürger auf wirtschaftlich schwierige Zeiten angesichts der Corona-Krise vorbereitet, sich aber mit Blick auf einen Aufschwung im Anschluss optimistisch gezeigt. In seiner neuen Videobotschaft rief er zu Solidarität auch in der Wirtschaft auf und warnte zugleich davor, die Risiken der Krise zu unterschätzen.

"Die Zeit wird nicht spurlos an uns vorbeigehen. Wir werden einiges von dem gemeinsam erarbeiteten Wohlstand preisgeben", sagte Steinmeier. "Aber wir sind und wir bleiben eine starke Volkswirtschaft - mit Millionen Menschen, die weiter anpacken oder wieder loslegen wollen. So wie wir das Virus gemeinsam besiegen werden, so werden wir uns mit Fleiß und Klugheit auch aus dem wirtschaftlichen Tal gemeinsam wieder herausarbeiten."

15:59 Uhr – Deutsche Flughäfen erwarten Tiefpunkt im zweiten Quartal

Auswirkungen Corona Flughafen München Im Bild Zugang Sicherheitskontrolle Terminal 2 geöffnet grün. München Flughafen München Bayern Deutschland *** Impact Corona Munich Airport In picture Access Security Control Terminal 2 open green Munich Airport
Auswirkungen Corona Flughafen München Im Bild Zugang Sicherheitskontrolle Terminal 2 geöffnet grün. München Flughafen Mü
© imago images/Passion2Press, Markus Fischer via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Angesichts des kaum noch stattfindenden Flugverkehrs erwarten die deutschen Flughäfen im laufenden zweiten Quartal den Tiefpunkt bei den Passagierzahlen. In der Corona-Krise war der Verkehr bis Ende März auf noch rund 5 Prozent des vorherigen Niveaus zurückgegangen, wie der Flughafenverband ADV am Mittwoch erneut berichtete. In der vergangenen Woche (13.-19. April) fiel die Passagierzahl auf nur noch 1,2 Prozent.

Für den Monat März ergaben die Zahlen im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Rückgang um 63 Prozent auf 7,1 Millionen Passagiere, was ungefähr dem Aufkommen der 90er-Jahre entspreche. Besonders wenig Verkehr gab es auf den innerdeutschen Strecken.

Am Mittwoch hatte bereits die Luftfahrtgesellschaft Walter Insolvenz angemeldet.

15:46 Uhr - Corona-Bonus für Pflegekräfte rückt näher

Für Beschäftigte in der Altenpflege rückt eine Bonuszahlung von bis zu 1500 Euro wegen der besonderen Belastungen in der Corona-Krise näher. Wie die Gewerkschaft Verdi und Verbände der Pflege-Arbeitgeber am Mittwoch mitteilten, haben Experten aus der Branche der Bundesregierung einen Vorschlag dafür vorgelegt. Er sieht eine gestaffelte Prämie vor, von der Pflegekräfte, Auszubildende und auch andere Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen profitieren sollen.

15:10 Uhr – Mit dem Schulstart steigt auch wieder die Gefahr der Infektion

In einigen Bundesländern ist es schon so weit und auch in Rheinland-Pfalz soll von Montag an wieder die Schule losgehen  – zumindest für die Abschlussklassen. Ein Team von Wissenschaftlern sieht das kritisch. Ihre Simulation zeigt: Öffnen die Schulen wieder, steige auch die Gefahr einer Infektion an, so Thomas Götz, Professor für Angewandte Mathematik an der Universität Koblenz-Landau. Das Forscherteam hatte mit mathematischen Computersimulationen hochgerechnet, wie sich die Schulöffnung auf die Zahl der Infektionen auswirken könnte. Auf Basis ihrer Ergebnisse kritisierten die Experten die geplante Schulöffnung am kommenden Montag. Das sei verfrüht.

14:52 Uhr – New York will Rettungskräfte nach Pandemie feiern

In den USA ist die Corona-Pandemie zwar in vollem Gange, doch in New York denkt man schon jetzt an ihr Ende. Dann wollen die Bewohner des Big Apple ihre Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen und Rettungskräfte in einer großen Konfetti-Parade und die "Wiedergeburt von New York City" feiern. "Wenn der Tag kommt, an dem wir das vibrierende wunderschöne Leben dieser Stadt wieder starten können, dann ist das erste, was wir machen werden, eine Konfettiparade für unsere Gesundheits- und Rettungskräfte", sagte Bürgermeister Bill de Blasio. "Wir werden diejenigen ehren, die uns gerettet haben."

14:21 Uhr - Maskenpflicht jetzt bundesweit – auch Bremen dabei

In Deutschland wird bundesweit in den nächsten Tagen eine Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus in Kraft treten. Als letztes Bundesland kündigte auch Bremen am Mittwoch einen entsprechenden Beschluss an. Die Regelung solle am Freitag beschlossen werden und ab Montag für den Öffentlichen Personennahverkehr und das Einkaufen in Geschäften gelten, wie ein Sprecher der Landesregierung am Mittwoch mitteilte.

Welche Regelungen jetzt für Ihr Bundesland gelten, können Sie hier nachlesen.

14:20 Uhr – Auflagen für Friseurbesuche stehen fest

Endlich die Haare nach mehreren Wochen wieder schneiden lassen: Ein Schutzstandard regelt nun, unter welchen Vorgaben Friseursalons ab Mai öffnen dürfen. Zu den verpflichtenden Maßnahmen zählen unter anderem das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Friseure und Kunden, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Arbeitsschutzstandard der zuständigen Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege. Demnach sind Dienstleistungen wie Wimpernfärben, Rasieren oder Bartpflege vorerst nicht erlaubt. Weiterhin soll in den Betrieben ein ausreichender Abstand zwischen den Menschen sichergestellt werden - etwa indem man die Anzahl der Arbeitsplätze begrenzt. Nach einer zeitweisen Schließung wegen der Corona-Pandemie dürfen Friseursalons ab dem 4. Mai wieder öffnen.

14:13 Uhr – Gesundheitsministerium möchte Corona-App-Daten zentral speichern

Bei der Entwicklung der geplanten Corona-Warn-App bevorzugt das Bundesgesundheitsministerium eine zentrale Speicherung der Nutzerdaten. Das sei wichtig, um die Entwicklung der Epidemie besser verfolgen zu können, sagte ein Sprecher am Mittwoch in Berlin. Zu klären sei auch, wer dann über die pseudonymisierten Daten verfügen können solle. Die Entwicklung der App bewege sich im zeitlich normalen Rahmen.

Die Behörden führten derzeit mit Google und Apple Gespräche darüber, "wie die Schnittstelle zu gestalten ist und wo die Daten gespeichert werden". Er sei zuversichtlich, dass diese Gespräche zu einer Lösung führen würden. Im März war noch erwartet worden, dass eine entsprechende App, die von der Bundesregierung empfohlen wird, nach den Osterferien zur Verfügung steht, jetzt ist von Ende Mai die Rede.

14:08 Uhr - Luftfahrtgesellschaft Walter meldet Insolvenz an

Die Luftfahrtgesellschaft Walter (LGW) meldet Insolvenz an. Die 15 Flugzeuge der Flotte seien "in einer längerfristig angelegten Kooperation exklusiv bei der Lufthansa-Tochtergesellschaft Eurowings im Einsatz." Nach Angaben der Mitteilung musste Eurowings rund 90 Prozent der eigenen Flotte stilllegen und die Verträge vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung kurzfristig beenden.

Bei der Luftfahrtgesellschaft Walter sind derzeit 354 Personen beschäftigt, 294 davon im fliegenden Bereich, 60 arbeiten am Boden in Technik und Verwaltung für das Unternehmen mit Hauptsitz in Düsseldorf.

13:56 Uhr – Keine Hinweise auf Zunahme von häuslicher Gewalt

In Niedersachsen und Bremen gibt es bislang keine Hinweise auf eine Zunahme von häuslicher Gewalt in der Corona-Krise. Das niedersächsische Sozialministerium beobachte die Entwicklung genau und stehe in engem Austausch mit den Kommunen, sagte Ministeriumssprecherin Stefanie Geisler am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. "Insgesamt stellt sich die Situation zum aktuellen Zeitpunkt so dar, dass keine Steigerung von Inobhutnahmen oder anderen Kinderschutzeinsätzen zu beobachten ist."

Auch bei den Frauenhäusern habe sich die Auslastungsquote nicht verändert. Sozialministerin Carola Reimann (SPD) verwies darauf, dass die Hilfsangebote für Frauen und Kinder auch in Zeiten des Coronavirus zur Verfügung stünden.

Das Bundesland Bremen beobachtet die Entwicklung ebenfalls genau. "Außer dass die Zahlen bei der Telefonseelsorge gestiegen sind, ist in Bremen zurzeit noch kein Effekt zu bemerken", teilte die Bremische Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau mit. Ob dies die Realität wiedergibt, ist nach Einschätzung der Bremer Landesbeauftragten für Frauen, Bettina Wilhelm, unklar. "Es kann auch bedeuten, dass Frauen und Kinder sich einfach weniger Hilfe holen."

13:36 Uhr – Musikfestivals fordern Gleichbehandlung mit Sport und Kirchen

Musikfestivals aus ganz Deutschland haben während der Corona-Pandemie eine Gleichbehandlung mit Sport, Kirchen und Wirtschaft gefordert. Auch bei Kulturveranstaltungen könnten wie in anderen Bereichen strenge Hygiene- und Abstandsregeln umgesetzt werden, erklärten am Mittwoch die Verantwortlichen von 40 Klassik-Festivals - vom Schleswig-Holstein Musik Festival bis zum Kissinger Sommer - in einem Brief an Kanzlerin Angela Merkel und Kulturstaatsministerin Monika Grütters (beide CDU).

Kultur bestehe nicht nur aus Großveranstaltungen. Es gebe ausreichend Repertoire für variable Besetzungen und viel Kreativität für alternative Formate. Damit könnten die Verluste der Kulturinstitutionen und der Künstler gemindert werden, hieß es in der Erklärung. Rund 600 Musikfestivals in ganz Deutschland seien ein Wirtschaftsfaktor mit insgesamt 400 Millionen Euro Umsatz.

13:30 Uhr – Bahnverkehr soll ab dem 4. Mai wieder hochgefahren werden

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sagt, dass Regionalverkehr und Personenverkehr ab dem 4. Mai langsam wieder hochgefahren werden sollen. Er empfiehlt eine flächendeckende Pflicht vom Tragen von Masken in Zügen und ist darum bemüht, auch das DB Personal entsprechend auszustatten, auch wenn es noch keine bundesweite Maskenpflicht gebe.

13:26 Uhr - Wird es eine Impfpflicht geben?

"Wir werden diesen Impfstoff frühestens im nächsten Jahr haben", so Hanno Kautz vom Bundesministerium für Gesundheit während der Bundespressekonferenz. Auf die Frage eines Journalisten, ob es dann eine Impfpflicht in Deutschland geben würde, antwortete der Kautz, dass das Bedürfnis der Menschen, sich impfen zu lassen, sicherlich hoch sei sobald ein Impfstoff zur Verfügung stünde. Eine Impfpflicht wollte er weder verneinen noch bestätigen.

13:14 Uhr - Neue Regelungen für Elterngeld in der Corona-Krise

Elterngeldregelungen werden zeitlich begrenzt angepasst. Damit Eltern, die jetzt finanzielle Einbußen wegen der Corona-Pandemie haben, sollen unterstützt werden, so Regierungssprecher Steffen Seibert. Das betreffe vor allem Eltern aus systemrelevanten Berufen. Sie können ihre Elterngeldmonate aufschieben oder später nehmen. Das habe dann keinen negativen Einfluss auf die Höhe des Elterngeldes beim nächsten Kind. Auch werdende Eltern sollen keinen Nachteil aus der Krise haben. Die Zeiten mit verringerten Einnahmen durch die Corona-Krise haben keinen Einfluss auf die Höhe des Kindergeldes.

13:10 Uhr – Einheitliches Vorgehen der Länder besonders wichtig

Nach Ansicht der rheinland-pfälzischen Landesregierung ist in der Corona-Krise ein möglichst geschlossenes Vorgehen der staatlichen Ebenen von großer Bedeutung. Daher hätten sich die Regierungschefs von Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, dem Saarland und Bremen darauf verständigt, die bisher dringende Empfehlung zum Tragen einer Alltagsmaske im ÖPNV oder in Geschäften ab dem kommenden Montag (27. April) in eine Pflicht zu überführen, hieß es in einer Mitteilung der Staatskanzlei in Mainz vom Mittwoch. Der Start am Montag gebe Bürgern und Handelsunternehmen die nötige Zeit, um sich vorzubereiten. Über Details wollte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Mittag informieren.

12:59 Uhr – Bundespressekonferenz live verfolgen

​​Um 13 Uhr können Sie die Bundespressekonferenz hier live verfolgen.

12:50 Uhr – Spahn: Schrittweise Rückkehr zu Normalbetrieb in Krankenhäusern erforderlich

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Krankenhäuser Schritt für Schritt in einen Normalbetrieb zurückführen. Geplante Operationen müssten bald wieder stattfinden können, sagte er am Mittwoch. Für Menschen mit einer Krebserkrankung bedeute es "seelische Schmerzen", so lange auf eine wichtige Operation warten zu müssen. Außerdem appellierte er an die Bevölkerung, in nächster Zeit viel zu verzeihen und sprach sich für die Debatten rund um verschiedene Maßnahmen aus. "Es ist völlig normal, dass in Deutschland lange über Maßnahmen wie die Maskenpflicht diskutiert wird. Vielleicht werden auch mal falsche Entscheidungen getroffen – das müssen wir in dieser Situation auch verzeihen."

12:10 Uhr - Auch in Niedersachsen und Brandenburg kommt Maskenpflicht

Auch in Niedersachsen und Brandenburg soll nun eine landesweite Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus eingeführt werden. Kurz vorher war durchgesickert, dass auch NRW seine Maskenpflicht anordnet. Ab wann die Maskenpflicht in welchem Bundesland gilt, erklären wir hier.

12:00 Uhr - Maskenpflicht in NRW

Jetzt kommt auch die Maskenpflicht für rund 18 Millionen Menschen in NRW. Ab Montag müssen alle in Geschäften sowie Bussen und Bahnen Mund und Nase bedecken. Ministerpräsident Armin Laschet: "Nach Experten-Auffassung kann auch das Tragen von Alltagsmasken dazu beitragen, das Infektionsrisiko zu reduzieren. Wir müssen alles tun, was dabei hilft, umsichtig den Weg zurück zu einem Leben in Normalität zu finden. Die Maskenpflicht in einigen Bereichen des öffentlichen Lebens kann dabei sinnvoll unterstützen."

11:05 Uhr – Erste klinische Impfstoff-Studie in Deutschland zugelassen

Das Paul-Ehrlich-Institut vermeldet, dass ein erster RNA-Impfstoff als erster Impfstoff in Deutschland an Probepatienten getestet werden kann. Das Paul-Ehrlich-Institut ist das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel und ist zuständig für die Zulassung von Arzneimitteln und Impfstoffen und deren Sicherheit.

11:03 Uhr – Suche nach einem Impfstoff schreitet weiter voran

Die Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus schreitet mit großen Schritten weiter voran. Britische Forscher der Oxford University wollen bereits ab Donnerstag ein mögliches Mittel gegen das Virus an Menschen testen, berichteten mehrere Medien unter Berufung auf das britische Gesundheitsministerium.  Die britische Regierung unterstütze das Projekt mit 20 Millionen Pfund. Freiwillige Probanden werden noch gesucht.

10:57 Uhr – Niedersachsen führt ebenfalls Maskenpflicht ein, Brandenburg will morgen darüber beraten

Nachdem es gestern bereits eine Welle von Bundesländern gab, die sich für eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften entschieden, zieht  Niedersachsen jetzt nach. Dort soll ab kommenden Montag die Verpflichtung gelten. In Brandenburg wolle man vor allem wegen des gemeinsamen Verkehrsverbundes mit Berlin darüber beraten, ob eine Maskenpflicht nicht doch sinnvoll wäre. Berlin hatte die Verpflichtung erst gestern eingeführt. Brandenburg will am Donnerstag dazu entscheiden.

10:42 Uhr – Fünf-Millionen-Euro-Spende an Frankfurter Schwesternschaft des Deutschen Roten Kreuzes

Die Frankfurter Schwesternschaft des Deutschen Roten Kreuzes hat für ihren unermüdlichen Einsatz im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine Spende in Höhe von fünf Millionen Euro erhalten. Das Geld kommt von dem sozialen Netzwerk TikTok, einer Plattform für kreative Kurzvideos. Bereits am 9. April hatte TikTok angekündigt, einen Spendenfond mit einem Volumen von 50 Millionen US-Dollar ins Leben zu rufen, um Beschäftigte im Gesundheitswesen zu unterstützen. Die Schwesternschaft will von der Spende Schutzausrüstung beschaffen, Hotelzimmer und Transportmöglichkeiten für Helfer organisieren und individuelle Lösungen für Mitarbeiter im Gesundheitswesen schaffen, um Beruf und Familie während der Krise zu vereinbaren.

10:05 Uhr - Neue Konzepte für Flugzeuge in Corona-Zeiten

Neues Sitzkonzept des Herstellers Aviointeriors im Zeichen von Corona
Wegen Corona: Fliegen wir bald so?
© Aviointeriors

Fliegen in Zeiten einer Pandemie – eigentlich undenkbar. Passagiere sitzen oft dicht gedrängt nebeneinander und auch die Hygiene lässt in manchen Flugzeugen zu wünschen übrig. Zumindest an der Sitzordnung im Flieger wird zurzeit kreativ gefeilt. So präsentiert der italienische Sitzhersteller Aviointeriors ein neues Kabinenkonzept: Dabei handelt es sich um nach vorne und hinten versetzte Sitze mit Plastikeinfassung. Alternativ bietet der Hersteller auch Corona-Sitzkapseln an.

09:48 Uhr – Weiterhin keine Pakete an Sonntagen

Trotz erhöhtem Paketaufkommen wird es auch weiterhin keine Paketzustellung an Sonntagen geben. "Wie bereits das Verwaltungsgericht Berlin in mehreren Eilverfahren entschieden hat, liegt keine Versorgungskrise vor, die die Versorgung der Bevölkerung durch eine Sonntagszustellung von Paketen dringend nötig machen würde.", teilte das Bundesarbeitsministerium unter Hubertus Heil am Mittwoch mit. Zuvor hatte die Deutsche Post eine mögliche Sonntagszustellung von Paketen angeregt, um dem hohen Aufkommen gerecht werden zu können und Zustellungsengpässen entgegen zu wirken.

09:02 Uhr – Kinderhilfswerk fordert: Spielplätze wieder öffnen

Die Situation in Familien spitzt sich zu: Unausgelastete Kinder und Streitigkeiten werden nach Wochen in den eigenen vier Wänden immer mehr. Um die Lage zu entschärfen fordert das Deutsche Kinderhilfswerk, dass Spielplätze schrittweise wieder geöffnet werden sollten. "Insbesondere für Familien in beengten Wohnverhältnissen ohne Ausweichmöglichkeiten in den eigenen Garten oder auf andere Spielflächen sowie in stark verdichteten Innenstadtquartieren ohne ausreichende Freiflächen im Wohnumfeld ist die Situation inzwischen sehr angespannt", sagte Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Kinderhilfswerks. Hygiene- und Platzkonzepte sollten eng mit dem Robert-Koch-Institut abgesprochen werden.

Alle Meldungen vom 21. April

Die Entwicklungen vom Dienstag, 21. April, lesen Sie hier.