"High" gemacht und in den Fluss geworfen

Teenager quälen Igel: Passantin rettet ihn in höchster Not

Der Igel erholt sich nun von seinem Rausch. In einem Krankenhaus päppeln ihn Ärzte auf.
Der Igel erholt sich nun von seinem Rausch. In einem Krankenhaus päppeln ihn Ärzte auf.
© action press

05. Mai 2021 - 11:38 Uhr

Britische Teenager quälen Igelweibchen

Ein Igelweibchen ist dem Tod nur knapp entronnen. Jugendliche hatten es in eine Tüte gesteckt und in diese Cannabis-Rauch hineingeblasen. Anschließend warfen sie den Igel in einen Fluss. Eine Passantin entdeckte das hilflose Tier und eilte ihm zur Hilfe.

Der Igel erholt sich nun im Wildtier-Krankenhaus

Die Passantin hatte den Vorfall, der sich Mitte April in Leicestershire ereignet hatte, beobachtet und rettete das im Wasser treibende Tier vor dem Ertrinken. Sie bot dem Igelweibchen in dieser Nacht einen Unterschlupf und alarmierte am nächsten Tag die Tierschutzorganisation RSPCA, wie das britische Online-Portal "Metro" berichtet.

Die Tierschützer brachten den Igel in das Leicestershire Wildlife Hospital, wo Ärzte das stachelige Tierchen nun behandeln. Der Igel erholt sich dort in einem Inkubator von den Folgen des Vorfalls. Dass er überlebt hat, grenzt laut dem Inspektor der Tierschutzorganisation an ein Wunder.

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Tierschutzorganisation fahndet nach den Tierquälern

Das Igelweibchen darf sich nun auf der Station noch eine Weile lang erholen. Bei Untersuchungen des Tieres fanden die Ärzte heraus, dass es auf einem Auge blind ist – dies hänge jedoch wahrscheinlich nicht mit dem beschriebenen Vorfall zusammen, so ein Sprecher des Krankenhauses gegenüber "Metro". Zudem sei das Tier mit Zecken übersäht gewesen. Auch diese haben die Ärzte bereits entfernt.

Die Tierschutzorganisation RSPCA sucht nun nach Zeugen für den grausamen Vorfall. Sie will die jugendlichen Tierquäler für ihre Tat zur Rechenschaft ziehen.

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