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Tierquälerei

Tierquälerei liegt vor, wenn einem Tier grundlos Schmerzen und Leid zugefügt werden. Es gibt verschiedene Formen der in Deutschland verbotenen Tierquälerei.

Tierquälerei picture alliance / Zoonar | Svetlana

Mit dem Wort Tierquälerei beschreibt man eine Handlung, bei der einem Tier Leid zugefügt wird. In Deutschland stellt die Tierquälerei einen Strafbestand dar. Die Psychologie kennt die Tierquälerei auch als Symptom von Menschen mit gestörtem Sozialverhalten. Personen, die Tiere quälen, neigen laut Experten auch dazu, anderen Menschen Leid zuzufügen.

Die Tierquälerei und das Gesetz


In Deutschland gab es bereits in der Zeit des Nationalsozialismus ein Tierschutzgesetz. Die Bundesrepublik Deutschland verabschiedete im Jahr 1972 aber eine neue Fassung und seit 2002 ist der Tierschutz sogar ein Teil des Grundgesetzes. Laut Paragraf 17 des deutschen Tierschutzgesetzes ist Tierquälerei ein Akt, bei dem Wirbeltiere ohne vernünftigen Grund getötet oder gequält werden. Paragraf zwei des Gesetzes verpflichtet Tierhalter zudem dazu, ihre Tiere artgerecht zu halten. Den Tieren muss genügend Auslauf ermöglicht werden und sie sollen Futter bekommen, das auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet ist. Tierquälern drohen Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren. Wer Zeuge eines Verstoßes gegen das Gesetz wird, kann Anzeige bei der Polizei oder der Staatsanwaltschaft erstatten. Es ist auch möglich, ein zuständiges Veterinäramt zu benachrichtigen.

Verschiedene Formen der Tierquälerei


In Deutschland kommt es zu ca. 6000 Fällen von Tierquälerei im Jahr. Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2018. Viele Fälle, die sich nach der Meinung von Experten als Tierquälerei bezeichnen lassen, wurden in diesen Zahlen aber nicht berücksichtigt. So gibt es zum Beispiel Personen, die behaupten, dass Reitsport Tierquälerei sei, da die Tiere sich überdurchschnittlich häufig verletzen und auch, weil die Dressur unnötiges Leid verursachen kann. Bis 2010 waren auch Legebatterien legal und Tierversuche sind bis heute erlaubt. Es besteht aber kein Zweifel mehr daran, dass Labortiere bei den Versuchen leiden. 2008 wurde das Gestatten von Tierversuchen in Bremen damit begründet, dass die Forschung wichtiger als der Tierschutz sei. Besonders grausame Fälle werden aber dennoch untersucht und geahndet, wie ein Fall in Mienenbüttel aus dem Jahr 2019 zeigt. Dort waren unter anderem die Käfige für die Affen zu klein.