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JU-Chef Tilman Kuban fordert: „Scholz soll zeigen, wer sein Team ist“

Nach dem RTL-Triell: JU-Chef wartet auf positiven Effekt und teilt gegen die SPD aus

„Scholz soll zeigen, wer sein Team ist“

Hoffen auf bessere Umfragen JU-Chef nach TV-Triell
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JU-Chef nach TV-Triell
Hoffen auf bessere Umfragen

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JU-Chef gibt sich trotz mieser Umfragen gelassen

von Andreas Kock

Ein solider Auftritt des Unions-Kanzlerkandidaten Laschet im TV-Triell macht noch lange keine Trendwende. Im Gegenteil, noch liefern die Umfragen schwache Werte für CDU, CSU und Armin Laschet. JU-Chef Tilman Kuban gibt sich dennoch gelassen und greift SPD-Kanzlerkandidat Scholz an. Der müsse jetzt auch mal seine Leute für mögliche Ministerposten vorstellen.

Hoffen auf den Triell-Effekt

Nach der Präsentation erster Mitglieder eines Teams rund um Armin Laschet, den Kanzlerkandidaten von CDU und CSU, hat Tilman Kuban, Bundesvorsitzender der Jungen Union, von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz gefordert, ebenfalls das Spitzenpersonal eines möglichen Regierungskabinetts vorzustellen. „Ich würde mir wünschen, dass auch die anderen Kandidaten, wie beispielsweise Olaf Scholz , klar sagen, wer in ihrem Team ist“, sagte Kuban im „Frühstart“ von RTL/ntv. Denn Politik sei nie eine One-Man-Show, Politik sei vielmehr Teamspiel. „Da ist Olaf Scholz jetzt auch gefordert, zu zeigen, wer seine Köpfe sind, die dann am Ende mit ihm gemeinsam in ein mögliches Kabinett ziehen.“

Nach dem ersten TV-Triell von RTL/ntv am vergangenen Sonntag hatte Armin Laschet in mehreren Zuschauerumfragen schwächer abgeschnitten als die konkurrierenden Spitzenkandidaten Annalena Baerbock und Olaf Scholz. Kuban lobte dagegen den Aufritt des Kanzlerkandidaten der Union und relativierte diese Umfragen. „Ich glaube, dass man erst Ende der Woche dann sehen kann, wie dieses Triell aufgenommen worden ist und welche Auswirkungen es auf den Wahlkampf hat.“

„Zeigen, wo das Land hinwill“

Nach dem heftigen Angriff von Armin Laschet auf Olaf Scholz im ersten TV-Triell wegen einer möglichen rot-rot-grünen Regierungskoalition wies Kuban den Vorwurf, seine Partei führe eine einseitige Rote-Socken-Kampagne, zurück. „Es geht nicht um eine Rote-Socken-Kampagne. Es geht darum aufzuzeigen, wo Deutschland hinwill“, so Kuban im „Frühstart“ von RTL/ntv. Die Frage sei: „Wollen wir ein Land werden, was auf Bevormundung, auf Umverteilung setzt oder wollen wir mit der Union in eine Zeit gehen, wo es um die Frage von Eigenverantwortung und Wohlstand geht?“ Es gehe um fundamentale Unterschiede. „Wenn wir eine rot-rot-grüne Koalition bekommen, dann wollen sie die Arbeitsmarktreform zurückdrehen, die uns so stark durch die Krise haben kommen lassen“, so Kuban. Zudem wolle die Linke aus der Nato austreten. Nach Ansicht des JU-Chefs, wäre das Ergebnis ein „fundamental anderes Deutschland und ein fundamental anderes Europa.“