Tierquälerei auf Bali

Affenbabys werden angekettet auf Tiermärkten verkauft

29. September 2021 - 20:14 Uhr

Grausamer Tierhandel

Es ist eng, dreckig und einfach nur traurig. Immer wieder tauchen bestürzende Bilder von Lebendtiermärkten auf. Zu sehen sind Wildtiere, die eng zusammengepfercht, an Ketten gelegt und eingesperrt in ihrem eigenen Dreck vor sich hin vegetieren. Auch diese Bilder von einer indonesischen Tierschutzorganisation sind erschreckend: Babyaffen auf einem Markt in Denpasar, die am Hals angekettet sind und einfach verkauft werden.

Tierschutzorganisation schlagen Alarm – die Behörden tun nichts

Wie mehrere Medien berichten, soll die Tierschutzorganisation "Jakarta Animal Aid Network" schon mehrmals Alarm bei den Behörden Alarm geschlagen haben und "schwere Wildtierverbrechen" auf dem "Satria Bird Market" in Denpasar gemeldet haben. Das Problem vom offenen Handel mit Babyaffen sei groß und bekannt, hieß es.

Oft werden die Langschwanzmakaken von der Insel Sumatra verschleppt und auf dem Lebendtiermarkt verkauft. Und das obwohl diese Art international als gefährdet gilt – nicht so in Indonesien. Die Behörden sollen in den aktuellen Fällen nicht eingegriffen haben.

Steht die nächste Pandemie schon bevor?

Experten warnen schon seit langem vor Lebendtiermärkten und den Gefahren, die für Mensch und Tier von ihnen ausgehen. Auf den engen und oft feuchten Märkten breiten sich Infektionskrankheiten rasant schnell aus und übertragen sich auch auf den Menschen.

Anfang des Jahres hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO dazu aufgerufen, den Verkauf von lebenden, wilden Säugetieren auf solchen Märkten weltweit zu stoppen – wie diese Bilder zeigen: ohne Erfolg. (cap)