So reagiert die Deutsche Bahn

Greta Thunberg in überfülltem Zug auf dem Weg nach Hause - War das Foto gestellt?

17. Dezember 2019 - 9:17 Uhr

Klimaaktivistin Greta Thunberg auf dem Weg zu ihrer Familie

Nach monatelangem Reisen und zwei Atlantik-Überquerungen auf Segeljachten ist die Klimaaktivistin Greta Thunberg wieder auf dem Weg nach Hause. Jedoch in einem überfüllten Zug durch Deutschland. So schreibt es die 16-Jährige zumindest in den sozialen Medien. Überfüllte Züge - nichts Ungewöhnliches, das kennen vor allem ihre deutschen Follower zu gut. Jetzt gibt es nach einem Tweet der Deutschen Bahn den Verdacht, dass das Foto nur gestellt sein könnte. Doch auch Gretas Antwort lässt nicht lange auf sich warten.

"Reisen in überfüllten Zügen durch Deutschland"

Auf dem Foto sieht man, wie Greta Thunberg mit ihrem ganzen Gepäck und auf dem Boden eines Zuges der Deutschen Bahn also wieder nach Schweden fährt. "Reisen in überfüllten Zügen durch Deutschland. Und ich bin endlich auf dem Heimweg", schreibt Thunberg zu ihrem Foto.

Dabei hätte Thunberg wohl einen gemütlicheren Platz verdient - nach einer anstrengenden langen Reise. Zuletzt nahm sie an der UN-Klimakonferenz in Madrid teil. Dort war sie der Klima-Star und nahm nicht nur am Klimagipfel teil, sondern auch an einer Großdemo mit Promis. Davor war sie fast drei Wochen lang von New York nach Portugal gesegelt. 

Saß Greta Thunberg in Wirklichkeit in der 1. Klasse?

Die Bahn hat jetzt auf Greta Thunbergs Foto reagiert und schreibt: "Noch schöner wäre es gewesen, wenn Du zusätzlich auch berichtet hättest, wie freundlich und kompetent Du von unserem Team an Deinem Sitzplatz in der Ersten Klasse betreut worden bist." Hat die Klimaaktivistin also doch nicht auf dem Gang gesessen, neben ihren Koffern, in einem überfüllten Zug?

Greta hatte wohl nur für einen Teil der Strecke einen Sitzplatz

Gretas Fahrt quer durch Deutschland
Greta reiste von Basel aus quer durch Deutschland. Erst ab Göttingen habe sie einen Sitzplatz gehabt. Laut der deutschen Bahn soll die 16-Jährige schon ab Kassel in der ersten Klasse gesessen haben.
© RTL

Die Meinungen unter dem Tweet der Deutschen Bahn gehen auseinander. "Wurde sie in die erste Klasse gesetzt, nachdem man sie auf dem Boden sitzend erkannte? Wenn ja, dann ist euer Tweet dreist.", heißt es in einem der Kommentare. 

Auch die Antwort der jungen Klimaaktivistin ließ nicht lange auf sich warten. Offenbar hatte Greta nur für einen Teil der Strecke einen Sitzplatz in der ersten Klasse. Ab wo ist unklar, Greta erklärte, sie habe erst hinter Göttingen gesessen. Die Deutsche Bahn erklärte in einem Pressestatement, die 16-Jährige habe ab Kassel einen Sitzplatz gehabt.

Greta fand es nicht schlimm, im Zug auf dem Boden zu sitzen

Greta Thunberg erklärte auf Twitter, dass der Zug, auf den sie eigentlich gebucht war, in Basel aus dem Verkehr gezogen wurde. Sie habe in zwei verschiedenen Zügen auf dem Boden gesessen. Erst ab Göttingen habe sie dann einen Sitzplatz gehabt.

"Das ist natürlich kein Problem und ich habe nie gesagt, dass es eins wäre", erklärte die Klimaaktivistin in ihrem Tweet. "Überfüllte Züge sind ein gutes Zeichen, weil das bedeutet, dass die Nachfrage nach Zugreisen groß ist."

Greta Thunberg lehnt das Fliegen ab

Thunberg lehnt es ab zu fliegen, weil dabei besonders viele Treibhausgase ausgestoßen werden. Über den Atlantik war sie zweimal gesegelt, unter anderem hatte sie sich mehrmals bei der Weltklimakonferenz in Madrid zu Wort gemeldet.

Auf Twitter reagierten viele Nutzer amüsiert - denn Spott über die Bahn, Zugverspätungen und überfüllte Züge gibt es dort viel. "Stell dich auf Verzögerungen ein", warnte jemand.

Greta Thunberg - Ikone einer weltweiten Klimabewegung

Greta Thunberg ist zur Ikone einer weltweiten Klimabewegung geworden. Millionen folgen ihrem Beispiel, die Mächtigen der Welt hören ihr zu. Wer steckt hinter der Fassade des unscheinbaren Mädchens aus Schweden? Das erfahren Sie in unserer spannenden Dokumentation "Greta Thunberg – wie eine 16-Jährige die Welt verändert" bei TVNOW.