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Erkältungsmythen im Check: Diese Fakten sollten Sie kennen

Sechs Erkältungsmythen im Check
Sechs Erkältungsmythen im Check Was hilft wirklich gegen Erkältung? 01:00

Helfen Vitamine, Erkältungsbad & Co.?

Wer unter einer Erkältung mit Husten, Schnupfen und Heiserkeit leidet, hofft auf schnelle Linderung der Symptome. Nicht selten erhält man aus seinem Umfeld die unterschiedlichsten Ratschläge, was gegen die Erkältung hilft. Viele Hausmittel gelten seit Jahrzehnten als bewährt und werden von Generation zu Generation weitergegeben. Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass sie auch helfen. Höchste Zeit, den Mythen, die sich rund um das Thema Erkältung ranken, auf den Grund zu gehen!

Tschüss, Schnupfen!

Die einen schwören auf Hühnerbrühe, die anderen auf heiße Milch mit Honig, um die Erkältung loszuwerden. Während die einen ihren Partner trotz Erkältung küssen, gehen die anderen auf Abstand, um sich oder den anderen nicht anzustecken. Aber ist eine Übertragung durchs Küssen überhaupt möglich? Und wird man schneller gesund, wenn man ein Erkältungsbad nimmt oder so viel wie möglich schläft?

Die einen pilgern mit Husten und Schnupfen in die Sauna, die anderen setzen eher auf ein Erkältungsbad oder wollen sich gesund schlafen. Welche Alternative hat die beste Aussicht auf Erfolg? Im Video oben haben wir sechs Erkältungsmythen unter die Lupe genommen und zeigen, wie viel Wahrheit in ihnen steckt. 

Hilft warmes Bier wirklich gegen Erkältung?

Auch zur Infektionsgefahr existieren diverse Mythen. Erkältet man sich, wenn man im Winter mit nassen Haaren das Haus verlässt? Nein, denn entgegen der häufigen Annahme wird eine Erkältung nicht durch Kälte verursacht, sondern durch Viren. Sind keine Erreger da, ist auch eine Infektion unmöglich - auch, wenn man mit nassen Haaren oder zu dünner Kleidung draußen steht und friert. Dass Kälte das Erkältungsrisiko erhöht, wenn gleichzeitig Erkältungserreger in der Luft sind, wurde bisher nicht eindeutig nachgewiesen. 

Was die meisten außerdem nicht wissen: Es gibt kein Medikament, das die Erkältungsviren bekämpft und uns schneller gesund macht. Hausmittel können aber die Erkältungssymptome lindern und die Zeit mit der Krankheit erträglicher machen. Warmes Bier etwa lindert - wie jedes heiße Getränk - Erkältungssymptome, wirkt außerdem entspannend und kann daher beim Einschlafen helfen. Der Hopfen im Bier enthält ätherische Öle und Bitterstoffe, die beruhigend und antibakteriell wirken. Um diese nicht zu zerstören, sollte das Bier allerdings höchstens auf 40 Grad erhitzt werden. Trinken Sie bei einer Erkältung außerdem nicht zu viel warmes Bier und wählen Sie am besten eine Sorte mit einem möglichst geringen Alkoholgehalt, da Alkohol das Immunsystem schwächt und dem Körper Wasser entzieht. Oder Sie setzen gleich auf Tee!

Was hilft wirklich gegen Husten?
Was hilft wirklich gegen Husten? Aktuelle Studie: Hustensaft bringt kaum etwas 02:07

Rhinoviren mögen nasskalte Temperaturen

Die hohe Erkältungsrate in den Herbst- und Wintermonaten liegt übrigens daran, dass Rhinoviren, die meist für die Erkältung verantwortlich sind, bei nasskaltem Wetter besonders lange in der Luft überleben - und damit steigt auch das Infektionsrisiko. Außerdem halten wir uns in dieser Zeit häufiger mit vielen Menschen in geschlossenen Räumen auf, Viren haben so leichteres Spiel.

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