Mitten in der Sommerwelle

Die Zahlen steigen weiter: Wieder mehr Corona-Patienten auf den Intensivstationen

Eine Krankenpflegerin betritt einen abgetrennten Bereich für Covid-19 Patienten einer Intensivstation.
Die Zahl der Menschen, die mit Covid-19 auf einer Intensivstation behandelt werden müssen, steigt weiter an.
mut tba fjm sab kno, dpa, Marijan Murat

Der neue Wochenbericht vom Robert Koch-Institut ist draußen und erneut zeigt sich: Corona ist nicht vorbei. Vor allem die Sterbefallzahlen und die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen steigt an.

Nicht nur Corona bereitet den Ärzten Sorge

Die Zahl der Menschen, die mit Covid-19 auf einer Intensivstation behandelt werden müssen, steigt weiter an. Mit Stand vom Mittwoch liege ihre Zahl bei 1330, schreibt das Robert-Koch-Institut in seinem Corona-Wochenbericht unter Berufung auf Zahlen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi). Eine Woche zuvor waren es 1238. Auch die Sterbefallzahlen stiegen an, allerdings bisher nur leicht.

Unverändert hoch ist laut Wochenbericht auch die Zahl der Menschen, die wegen einer akuten Atemwegserkrankung einen Arzt aufsuchen. In der zurückliegenden Woche seien 1,2 Millionen Arztbesuche aus diesem Grund verzeichnet worden, bei Erwachsenen sei die Zahl bis zu dreimal höher als in dieser Jahreszeit üblich. Das RKI führt die hohe Zahl darauf zurück, dass außer Sars-CoV-2 auch Rhino- und Parainfluenzaviren zirkulierten. Bei Erwachsenen dominiere Sars-CoV-2. Den Berechnungen zufolge habe die Zahl der Corona-Infizierten mit Symptomen in der vergangenen Woche bundesweit bei 1 bis 1,6 Millionen gelegen - das ist noch einmal höher als zuletzt berichtet (800 000 bis 1,3 Millionen).

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Omikron BA.5 dominiert weiterhin

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz sei im Vergleich zur Vorwoche weiter leicht angestiegen, insbesondere bei den ab 70-Jährigen. In medizinischen Behandlungseinrichtungen sowie in Alten- und Pflegeheimen würden erneut deutlich mehr Ausbrüche registriert. Der bei Weitem überwiegende Anteil der Infektionen geht dem RKI zufolge auf die seit Mitte Juni dominierende Omikron-Subline BA.5 und die ihr zugeordneten Subtypen zurück. Ihr Anteil an den analysierten Proben liege inzwischen bei 87 Prozent, andere Varianten seien fast vollständig verdrängt, heißt es im Wochenbericht. Die BA.2 Sublinie BA.2.75, die sich in Indien und einigen anderen Regionen ausbreitet, sei in Deutschland bisher viermal in den Stichproben nachgewiesen worden.

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Das RKI betont erneut die Bedeutung der Impfungen. Ungeimpfte Personen in allen Altersgruppen hätten ein deutlich höheres Risiko für einen schweren Covid-Verlauf. „Insbesondere Risikogruppen und hochaltrige Menschen ab 70 Jahren sollten sich darüber hinaus mit der von der Ständigen Impfkommission empfohlenen 2. Auffrischimpfung vor einer schweren Erkrankung schützen.“ (dpa/jbü)

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