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Intensivstation

Auf einer Intensivstation werden schwerkranke Patienten mit teils lebensbedrohlichen Verletzungen und Krankheiten von Intensivpflegekräften behandelt.

Intensivstation picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Auf einer Intensivstation arbeiten nur speziell ausgebildete Pflegekräfte

Die Intensivstation oder Intensivpflegestation ist die Abteilung in einem Krankenhaus, in der schwer bis lebensbedrohlich verletzte oder erkrankte Patienten intensivmedizinisch behandelt werden. In diesem Bereich des Krankenhauses wird gezielt mehr Personal eingesetzt, sodass eine Pflegekraft in der Regel nur ein bis drei Patienten betreut. Außerdem arbeiten die Pfleger auf Intensivstationen mit speziellen technischen Geräten, übernehmen teilweise sogar ärztliche Tätigkeiten und haben ein geschultes Fachwissen über bestimmte Krankheitsbilder. Aus diesem Grund dürfen nur Pflegekräfte mit einer erworbenen Zusatzqualifikation auf der Intensivstation arbeiten.

Die Patienten auf Intensivstationen werden besonders behandelt und geschützt

Neben dem Personal und der besonderen Ausstattung hebt sich auch die räumliche Gestaltung der Intensivstation von den anderen Abteilungen im Krankenhaus deutlich ab. So erreicht man die Intensivstation normalerweise nur über eine Schleuse, die verhindern soll, dass Krankheitserreger und Keime in die Abteilung gelangen. Außerdem werden für die Patienten komplizierte Überwachungs- und Behandlungsverfahren eingesetzt, die viel Raum einnehmen. Daher haben die Behandelten auf einer Intensivstation circa 20 bis 25 Quadratmeter Platz und sind umgeben von technischen Medizingeräten.

Seit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie werden Intensivstationen noch mehr geschätzt

Während der Corona-Pandemie und speziell in den ersten beiden Pandemiewellen 2020 wurde die unverzichtbare Rolle von Intensivstationen besonders deutlich. Viele Patienten mussten intensiv behandelt und beatmet werden. Dies führte deutschlandweit zu einer Überlastung der Intensivstationen und einem massiven Mangel an Intensivbetten.

Die erste eigenständige Station für Intensivbehandlungen entstand in Dänemark

Die weltweit erste Intensivstation entstand 1954 in Kopenhagen. Dort gründete der dänische Anästhesist Björn Ibsen nach einer Polio-Epidemie eine selbstständige Abteilung, auf welcher Fachkräfte für Intensivbehandlungen ausgebildet und Patienten mit besonderen Erkrankungen speziell behandelt wurden. Dieses Konzept schwappte vier Jahre später in die USA über, wo die erste zentrale Intensivstation der Welt entstand, und erreichte 1963 Österreich sowie später auch Deutschland.

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