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Corona-Infektion: Diese 4 Dinge sollten Sie NICHT tun - sonst wird der Verlauf schlimmer

Davon sollten Sie lieber die Finger lassen!

4 Dinge, die Ihren Corona-Verlauf schlimmer machen

Eine junge Frau sitzt krank auf ihrem Sofa, um sie herum sind unter anderem ganz viele Taschentücher verteilt.
Husten, Schnupfen und Co. - Corona ist lästig. Dr. Christoph Specht und Dr. Georg-Christian Zinn erklären, was einen milden Verlauf hemmen könnte.
Tero Vesalainen

von Jessica Bürger

Husten, Heiserkeit, Gliederschmerzen – wer momentan an Covid erkrankt ist, dem geht es vermutlich eher mies. Doch wie kommen wir möglichst fix wieder auf die Beine? Hygieniker Dr. Georg-Christian Zinn und Medizinjournalist Dr. Christoph Specht haben für uns geklärt, was bei einer Corona-Infektion wirklich hilft und wovon wir lieber die Finger lassen sollten.

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1. Körperliche Anstrengungen

Keine körperliche Anstrengung! „Das Allerwichtigste ist tatsächlich Ruhe halten“, sagt Dr. Zinn, Direktor des Hygienezentrums Bioscientia, im RTL-Gespräch. Nicht joggen gehen, nicht den Garten umgraben, nicht mit dem Hund rumtollen . „Es ist eine virale Infektion, die den ganzen Körper betrifft, auch wenn man sich noch gut fühlt“, so der Hygieniker.

Denn: „Im Schlaf werden die meisten Antikörper gebildet“, erklärt Dr. Specht gegenüber RTL. „Dafür braucht das Immunsystem viel Energie und das wird meist unterschätzt.“ Gerade Sportler fühlen sich schnell wieder fit und wollen wieder trainieren. „Ich würde jedem Sportler empfehlen zwei Wochen lang nur mit begrenzter Energie Sport zu treiben, um eine Infektion nicht zu verschleppen“, so der Allgemeinmediziner.

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2. Das Schmerzmittel Aspirin

Während einer Corona-Infektion behandelt man vor allem die Symptome. Zum Beispiel Lutschpastillen gegen Husten und Halsschmerzen. Und grundsätzlich gebe es momentan keine Medikamente, die einen Corona-Verlauf verschlimmern, so Dr. Specht, aber: „Ich würde auf Aspirin verzichten, weil das in die Gerinnung eingreift.“ Lieber solle man Ibuprofen einnehmen oder - gerade bei Kindern – auf Paracetamol umsteigen. „Das Wichtigste, was man aber schon vorher tun sollte, ist geimpft zu sein“, so der Allgemeinmediziner. Das sei das Beste für einen leichten Verlauf.

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3. Ein hoher Flüssigkeitsverlust

Heißt: trinken, trinken, trinken, gerne auch Tee . Die Annahme, bei einer Coronainfektion nicht zu viel Tee zu trinken, kann Dr. Zinn nicht unterstützen: „Ich als Kinderarzt, der viel mit Virusinfektionen zu hat, sage immer: Viel Flüssigkeit.“ Da sei ganz wichtig, gerade wenn man Husten habe. „Das löst den Schleim und hilft dem Körper wieder Flüssigkeit zu sich zu nehmen.“ Gerade bei einer höheren Atemfrequenz, bei der man auch Flüssigkeit verliere. „Ich hätte also nichts dagegen, wenn man den Lieblingstee ausgiebig genießt, wenn man krank ist“, sagt der Hygieniker.

4. Zu wenig frische Luft

„Medizinisch betrachtet, tut Rausgehen in jedem Fall gut“, sagt Allgemeinmediziner Dr. Specht. Frische Luft helfe auch bei Corona in jedem Fall. Doch bei einer Coronainfektion heißt es nun mal Zuhause bleiben.

Abgesehen davon, dass auch viele immun-gesunde Bürger mit einer Omikron-Infektion im Bett liegen und gar nicht daran denken rauszugehen, meint Dr. Zinn. „Wenn man natürlich ein bisschen frische Luft haben will, dann würde ich das ganz profan über lüften gehen“, empfiehlt der Hygieniker. Oder sich eben in den Garten auf den Gartenstuhl setzen.

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