Lauterbach will Stiko mit mehr Personal ausstatten - für schnellere Entscheidungen

Karl Lauterbach im RTL-Interview: "Ich kann hier nicht für die Eltern entscheiden“

10. Dezember 2021 - 10:12 Uhr

Neuer Job als Gesundheitsminister: Die Aufgaben für Lauterbach sind gewaltig

Auch wenn die aktuelle Corona-Inzidenz leicht gesunken ist - das Problem bleibt groß. Und einer hat nun die Aufgabe, die Corona-Krise bestmöglich zu lösen: Karl Lauterbach ist der neue Gesundheitsminister.

Im RTL-Interview hat er mit Pinar Atalay über die aktuelle Situation gesprochen. Wie begegnen wir Omikron? Wie sollten Eltern nun mit der eingeschränkten Stiko-Empfehlung umgehen? Wann findet diese Pandemie endlich ein Ende? Das ganze Interview sehen Sie im Video.

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Karl Lauterbach: "Die Stiko könnte noch etwas schneller entscheiden"

Viele Eltern bewegt derzeit die Frage: Was mache ich denn jetzt? Lasse ich meine Kinder nun impfen oder nicht? Die Ständige Impfkommission empfiehlt den Piks schließlich nur für Kinder mit Vorerkrankungen und kranken Angehörigen. Allerdings können auch Kinder ohne Vorerkrankungen geimpft werden, wenn die Eltern es wollen. Das verunsichert viele. Lauterbach sagt dazu: "Das müssen die Eltern selbst entscheiden. Ich kann hier nicht für die Eltern entscheiden."

Er begrüßt ausdrücklich die Empfehlung für Kinder mit Vorerkrankungen. "Das kann ich als Arzt ebenfalls nur mittragen und empfehlen." Und ob wir da noch mal eine angepasste Version der Empfehlung bekommen, später oder nicht, das sei etwas, was man abwarten müsse. Es hänge sehr von der Dynamik der Pandemie zusammen. Aber er kündigte an: "Gut ist, dass die Stiko jetzt entschieden hat. Die Stiko könnte noch etwas schneller entscheiden. Aber dafür braucht sie mehr Personal. Sie hat viel zu wenige Mitarbeiter. Dafür werde ich sorgen, dass die Stiko besser ausgestattet ist."

Lauterbach über Corona-Zahlen: "Die Inzidenz ist zurück, was ich als Wissenschaftler und Minister begrüße"

Der Bundestag stimmt heute über das veränderte Infektionsschutzgesetz ab. "Es ist ganz klar, dass wir ein wichtiges Gesetz beschließen werden, was den Bundesländern Möglichkeiten gibt, wenn die Fallzahlen wieder steigen sollten, deutlich drastischer zu reagieren als wir es in der Vergangenheit getan haben. Und somit hoffe ich, dass wir gut gerüstet sind," so Lauterbach.

Er begrüßt, dass die Inzidenz wieder wichtig wird: "Die Bundesländer haben jetzt die Möglichkeiten in extremen Fällen die Gastronomie zuzumachen." Und weiter: "Das ist gebunden an die Inzidenz. Die Inzidenz ist wieder zurück, wenn man so will. Es war ja in der Vergangenheit sehr viel auf den Hospitalisierungswert Wert gelegt worden. Und jetzt spielt auch die Inzidenz wieder eine große Rolle. Das ist etwas, was ich als Wissenschaftler und Minister sehr begrüße."

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Lauterbach: „Könnte ich mir vorstellen, dass wir in ein paar Monaten tatsächlich sehr viel weiter sind“

Bei all der Dramatik in der derzeitigen Situation zeigte sich Karl Lauterbach aber optimistisch, die Pandemie bald in den Griff zu bekommen: "Wir haben in den letzten Wochen eine sehr erfolgreiche Booster-Impfkampagne. Wir haben 14 Millionen Impfungen bereits platziert. Wenn wir Glück haben, platzieren wir bis zum Jahresende insgesamt 30 Millionen Booster-Impfungen. Das wird einen sehr großen Unterschied machen."

Wenn man bis in den Januar hinein noch boostere, dann sei er überzeugt, könne man die Omikron-Variante sehr stark zurückdrängen. In Kombination von Booster-Impfungen und der allgemeinen Impfpflicht "könnte ich mir vorstellen, dass wir in ein paar Monaten tatsächlich sehr viel weiter sind", so Lauterbach. (eku)

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