Computerspiele, Waschmaschinen, Physik und Co.

Was möchte Angela Merkel eigentlich im Ruhestand machen?

Wird Merkel vielleicht doch noch zur Gamerin? Zeit dazu hätte sie im Ruhestand genug!
Wird Merkel vielleicht doch noch zur Gamerin? Zeit dazu hätte sie im Ruhestand genug!
© picture alliance, Martin Meissner

17. November 2021 - 19:37 Uhr

Lieber Physik oder doch Gaming?

Sollte die neue Bundesregierung wie geplant in den nächsten Wochen zustande kommen und (vermutlich) Olaf Scholz als neuer Bundeskanzler vereidigt werden, darf Noch-Bundeskanzlerin Angela Merkel endlich in ihren verdienten Ruhestand gehen.

Große Pläne hat sich die 67-Jährige für die Zeit nach ihrer Kanzlerschaft zwar noch nicht gemacht, aber ein paar Themen hat sie trotzdem schon ins Auge gefasst. Wird Merkel womöglich nochmal in ihrem alten "Job" als Physikerin aktiv oder verbringt sie ihre neu gewonnene freie Zeit vielleicht doch lieber vor dem PC und wird demnächst noch zur richtigen "Gamerin"? Im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters beantwortet Merkel diese und andere Fragen.

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Auch im Ruhestand soll es für Merkel nicht langweilig werden

Als Bundeskanzlerin in Rente hat Merkel bald sicherlich deutlich mehr Zeit als noch zu Amtszeiten. Ganz die Füße hochlegen will sie aber dennoch nicht (nur). Im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch erklärt Merkel, dass sie sich im Ruhestand durchaus auch noch einmal mit wichtigen gesellschaftlichen und historischen Fragen beschäftigen möchte. Dass sie noch einmal in ihrem eigentlichen Beruf als Physikerin aktiv wird, schließt sie aus. "Ich kann mir vorstellen, immer wieder auf den Zusammenhang zwischen unserem Wohlstand, Forschung und Innovation hinzuweisen - aber sicher werde ich wissenschaftlich nicht mehr aktiv." Fähig dazu wäre sie aber, schließlich hat Merkel 1978 ihr Physikstudium mit einem Doktortitel abgeschlossen.

"Mittlerweile hat sich mein Hauptinteresse auf die gesellschaftlichen Zusammenhänge verlagert", erläuterte sie. "Mich beschäftigen Fragen wie diese: Wie kann man die geschichtliche Entwicklung verstehen, wie kann man sie global vergleichen? Wie hat sich China über 2000 Jahre entwickelt, wie Europa? Und viele mehr."

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Neben der ganzen Wissenschaft muss Merkel aber doch auch mal etwas "nur zum Spaß" machen können! Vielleicht Computerspielen und Gaming?
Das steht wohl nicht auf Merkels To-Do-Liste, das machte die 67-Jährige klar. Das tue sie "gar nicht", antwortete sie kurz und knapp auf eine entsprechende Frage.
"Ich nutze natürlich Technik in vielfältiger Weise, aber ich bin sicher niemand, der immer die neueste Computer-Software kennt." In ihrem Alltag sei sie umgeben von Vorgaben aus dem Kanzleramt. Das betreffe zum Beispiel auch die Auswahl ihres Smartphones.

Technik scheint also nicht ganz Merkels Ding zu sein – auch nicht Zuhause, aber vielleicht ändert sich das in Zukunft: "Ich freue mich schon, wenn ich meine Waschmaschine programmieren kann, damit sie erst in ein paar Stunden anspringt." Darüber hinaus habe sie "weder die Zeit noch das Interesse, meine gesamte Wohnung fernzusteuern". Es könne sein, dass sich das nach ihrer Amtszeit ändere. (rtrs/khe)

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