Sie sind wieder da!

Bettwanzen-Gefahr! Worauf wir bei der Wahl der Bettwäsche achten sollten

27. Oktober 2021 - 10:23 Uhr

Tipps und Tricks vom Profi

Lange Zeit galten Bettwanzen in Deutschland als ausgerottet, doch durch das Reisen werden die unerwünschten Bettgenossen aus anderen Ländern wieder eingeschleppt. Aber wie erkennt man die Tiere und was kann man gegen sie tun? Wir haben bei Dermatologin Dr. Yael Adler nachgefragt.

So erkennen Sie Bettwanzenbisse!

Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Bisse von Bettwanzen nur wenig von zum Beispiel Mückenstichen. Erkennen lässt sich der Biss aber an einer ganz bestimmten Sache: der sogenannten Wanzenstraße. Ja, richtig gelesen. Dermatologin Dr. Yael Adler erklärt im RTL-Interview, was es damit auf sich hat. "Die Tierchen laufen auf der Haut und man sieht so eine Art fußstapfenartige Rötungen und die können etwas härter werden im Laufe der Zeit und es bilden sich Straßen - immer dort, wo keine Kleidung war." Zusätzlich könne man in einigen Fällen in der Mitte dieser Rötungen einen Blutpunkt oder sogar eine Blase erkennen. Beachtet werden müsse aber, dass nicht jeder Mensch gleich reagiert.

Welche Bettwäschefarben sie lieber weglassen sollten, um Bettwanzen zu vermeiden, zeigen wir Ihnen im Video.

Lese-Tipp: Tipps gegen fiese Schädlinge im Haus

Das hilft gegen den Juckreiz!

Die Bisse der kleinen Tiere können höllisch jucken. Das A und O: Sie dürfen den Biss, wie auch alle anderen Stiche und Bisse, auf keinen Fall aufkratzen, denn so können Bakterien in die Wunde kommen und zu einer Infektion führen. Was aber kann man gegen den Juckreiz tun? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, so Adler weiter. "Viele haben das ja in der Reiseapotheke: eine Kortisoncreme. Die ist immer gut. [...] Man kann es desinfizieren, gerade wenn eine kleine Wunde oder Blase da ist. Auch nett, ganz ohne Chemie, ist ein Stichheiler." So ein Stichheiler arbeitet mit Hitze. Er erhitzt sich auf 51 Grad und wird auf die entsprechende Hautstelle gedrückt. Die Hautnerven werden irritiert, und zum anderen wird das Gift der Bettwanzen durch die Hitze denaturiert, sodass es weniger entzündungs- und juckreizauslösend wird. (ttr)