Hinterer Teil des Wagens wurde voll erwischt

Ballenstedt: Kleinflugzeug rammt Auto mit Baby an Bord: Jetzt spricht die geschockte Mutter

17. Mai 2021 - 11:53 Uhr

Henriettes kleiner Sohn hatte einen Schutzengel

Am Muttertag war Henriette Egler mit ihrem acht Monate alten Sohn im Auto unterwegs zur Oma, als ein Kleinflugzeug mit einem Ehepaar an Bord im Landeanflug auf den Flugplatz war – doch offenbar viel zu tief! Die Maschine rammte den Wagen mit voller Wucht. Glück im Unglück: Das Baby saß in der Schale auf dem Beifahrersitz, die Rückbank hatte das Flugzeug voll erfasst. RTL hat mit der geschockten Mutter gesprochen. Wie der Unfall sie und auch ihr Baby bis heute prägt – im Video.

Kollision mit Flugzeug in Ballenstedt
Im Harz hat ein Kleinflugzeug beim Landeanflug ein Auto auf einer Kreisstraße touchiert.
© S. Petrusch /FFW

Sohn will seit dem Unfall nicht mehr ins Auto

Bei dem Crash im Ballenstedter Ortsteil Asmusstedt in Sachsen-Anhalt am Sonntagnachmittag sei das Bugrad abgerissen. Der Pilot habe das Flugzeug auf die Landebahn des dortigen Verkehrslandeplatzes aufsetzen können und sei damit noch etwa 200 Meter weit gerutscht. Das Ehepaar, das im Flugzeug saß, sei selbstständig ausgestiegen und habe keine Verletzungen. Henriette Egler und ihr Sohn wurden vom Rettungsdienst betreut und vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Mutter und Kind standen unter Schock. Beiden geht es heute körperlich gut, trotzdem macht sich die 36-Jährige Sorgen um ihr Baby. "Wir haben jetzt momentan das Problem, er mochte vorher schon nicht in den Autositz und jetzt mag er es noch viel weniger. Ich weiß nicht, ob es vielleicht damit zusammenhängt. Er schreit und weint, wenn er in die Schale soll." Aber auch sie selbst quälen seit dem Unfall Gedanken. Oft frage sie sich, wie wohl alles ausgegangen wäre, wenn sie fünf Minuten früher losgefahren wäre. Was wäre gewesen, wenn ihre beiden kleinen Töchter an dem Tag im Auto mit zur Oma gefahren wären? "Ich weiß nicht, ob sie das überlebt hätten", so Egler. "Es dreht sich sehr viel um hätte, wäre, könnte, sollte."

Bis der Unfall verarbeitet ist, wird Henriette Egler noch etwas Zeit brauchen. Trotzdem ist sie dankbar dafür, dass am Ende doch alles glimpflich abgelaufen und niemand zu Schaden gekommen ist.

(cwa)

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