TV-Spot zeigt an Corona sterbende Frau

Panik-Video! Australien schockiert mit Horror-Impfkampagne

13. Juli 2021 - 22:44 Uhr

TV-Spot für Impfkampagne: Australien greift zu drastischen Maßnahmen

Ein sterbende Frau liegt im Krankenbett und schnappt panisch nach Luft – mit dieser heftigen Szene wirbt die australische Regierung für Impfungen. Die Botschaft kommt bei vielen Menschen nicht gut an.

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Regierung will mit Horror-Video Werbung für Impfungen machen

Die junge Schauspielerin im düsten TV-Spot der australischen Regierung liegt in einem Krankenhausbett, sie ist an Beatmungsschläuche angeschlossen. Ihr Blick ist voller Angst, sie kriegt kaum Luft und kämpft verzweifeltd um ihr Leben. Zu hören sind nur die Geräusche von medizinischen Geräten. Nach 19 Sekunen Todeskampf erscheint eine Botschaft in Textform: "Covid-19 kann jeden treffen. Bleibt zu Hause. Lasst euch testen. Bucht euren Impftermin."

Der Spot sei „auf jede Art verkehrt“

Der Clip, der am Montag erschienen ist, soll die Menschen zum Impfen bewegen. Doch bei vielen kommt das überhaupt nicht gut an. Der Spot sei "auf jede Art verkehrt", kritisierte Bill Bowtell, Professor an Universität von New South Wales, bei "CNN". Vor allem das Alter der Schauspielerin erscheint ihm problematisch. Offensichtlich zielt die Regierung auf eine jüngere Altersgruppe von Menschen unter 40 – vor allem auf junge Frauen. Es sei "vollkommen unanständig eine solche Anzeige zu schalten, während viele Menschen in dieser Altergruppe auf ihre Impfung warten", twitterte der bekannte australische Moderator Hugh Riminton. Denn viele Menschen unter 40 können noch keine Impfung mit dem von der Regierung empfohlenen Biontech-Impfstoff erhalten.

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das Video sei „anschaulich gemeint“

Die Impfkampagne in Australien läuft zurzeit schleppend. Bisher wurden dort neun Millionen Dosen verimpft. Australiens Regierung verteidigte das Video am Montag. Chief Health Officer Paul Kelly sagte der BBC, das Video sei "anschaulich gemeint". Es gehe darum, die richtige "Botschaft in die Wohnzimmer zu bringen". "Wir tun das nur wegen der Situation in Sydney", sagte Kelly weiter. Dort sei die Coronalage wegen der Ausbreitung der Delta-Variante besonders schlecht. Zuletzt wurde der Lockdown um eine weitere Woche verlängert.

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