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9-Euro-Ticket-Nachfolger gesucht: Kommt bald das bundesweites 49-Euro-Ticket?

Nachfolger zum 9-Euro-Ticket gesucht

Grünen-Vorschlag: Kommt bald das bundesweite 49-Euro-Ticket?

 Hauptbahnhof Leipzig. Bahnsteighalle. Viel los in den Bahnhöfen. Wie hier am Hauptbahnhof Leipzig beschert das 9-Euro-Ticket der Bahn ein starkes Aufkommen an Fahrgästen. // 19.06.2022: Deutschland, Sachsen, Leipzig. *** Leipzig Central Station Plat
Die Grünen schlagen nun ein bundesweite 49-Euro-Ticket vor. (Symbolbild)
www.imago-images.de, IMAGO/Arnulf Hettrich

Das 9-Euro-Ticket war ein voller Erfolg, läuft aber Ende August aus. Daher fragen sich sowohl Politiker als auch Verbraucher: Wieso nicht weitermachen? Das ist wohl einfacher gesagt als getan. Die Diskussionen um ein Nachfolger-Ticket sind groß. Nun schlagen Grünen-Politiker ein Regionalticket für 29 Euro und ein bundesweit gültiges Ticket für 49 Euro im Monat vor.

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Grünen fordern: "Anschlusslösung für das 9-Euro-Ticket verhandeln"

Der Vorschlag für die zwei Nachfolger-Tickets geht aus einem Konzeptpapier von Parteichefin Ricarda Lang, Fraktionschefin Katharina Dröge und dem nordrhein-westfälischen Verkehrsminister Oliver Krischer hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuerst berichtete das ARD-Hauptstudio über das Papier.

„Es ist an der Zeit, jetzt ernsthaft über eine Anschlusslösung für das 9-Euro-Ticket zu verhandeln“, sagte Dröge der dpa. Die beiden vorgeschlagenen Tarife könnten dem Klima helfen und zugleich Menschen entlasten. „Mit dem Abbau des Dienstwagenprivilegs legen wir zudem eine überzeugende Finanzierungsmöglichkeit vor“, sagte Dröge.

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Grünen-Vorschlag: Was umfassen die Nachfolger vom 9-Euro-Ticket?

Bahnfahrer konnten in den vergangenen drei Monaten mit dem 9-Euro-Ticket durch ganz Deutschland fahren – allerdings nur mit dem Nah- und Regionalverkehr . Wie sehen die Pläne für das 29-Euro- und das 49-Euro-Ticket aus?

  • Das Regionalticket für 29 Euro soll sich vor allem an Pendler wenden, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren. Es soll „mindestens landesweit, aber auch für Regionen wie Berlin-Brandenburg oder Bremen-Hamburg-Niedersachsen“ gelten.
  • Zusätzlich soll es laut Papier ein „49-Euro-Ticket für ganz Deutschland“ geben, das ähnlich einfach funktioniert wie das aktuelle 9-Euro-Ticket.
  • Ebenso wie letzteres sollen auch die vorgeschlagenen Tickets nur für den Nah- und Regionalverkehr gelten.

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Finanzierung vom 49-Euro-Ticket über Dienstwagenprivileg

Und wie sollen die Tickets finanziert werden? Dafür wollen die Grünen das Dienstwagenprivileg beschneiden, mit dem Unternehmen Kosten für Firmenwagen steuerlich absetzen können. Vor allem der CO2-Ausstoß soll dabei stärker berücksichtigt werden. „Die daraus resultierenden Mehreinnahmen für Bund und Länder könnten nahtlos in die Finanzierung der günstigen Tickets fließen“, heißt es in dem Papier. Man sei aber auch zu Gesprächen über andere Finanzierungswege bereit.

Die Verkehrsunternehmen rechnen mit deutlichem Subventionsbedarf: Selbst ein Ticket für 69 Euro würde nach Angaben des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen jährliche Mehrkosten von zwei Milliarden Euro bedeuten. Ob sich eine Anschlusslösung zum 9-Euro-Ticket durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Fest steht aber wohl: Die Verbraucher würden es den Politikern danken. (jaw, mit dpa)

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