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Hundekrankenversicherung Kosten: Was Tierhalter wirklich zahlen

Fünf Stellschrauben bestimmen, was eine Hundekrankenversicherung im Monat kostet: von der Selbstbeteiligung bis zur Jahreshöchstgrenze, mit Beispielen aus zehn Tarifen.

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Laura Schneider Geschrieben von Laura Schneider

Für eine Hundekrankenversicherung zahlen Sie zwischen 14,90 Euro im Monat für einen reinen Operationsschutz und 60,90 Euro für die höchste Vollschutzstufe. Hundekrankenversicherung Kosten entstehen fast vollständig im Rechner: Vier Angaben setzen Sie dort selbst, und eine fünfte Zeile im Tarif entscheidet darüber, wie viel von der Tierarztrechnung am Ende wirklich bei Ihnen ankommt. Wenn Sie gerade zwei oder drei Angebote nebeneinander liegen haben und die Beiträge um das Dreifache auseinandergehen, liegt das an genau diesen fünf Stellen. Vergleichbar werden die Zahlen erst, wenn man sie zurückrechnet.

Das Wichtigste in Kürze

  • So viel zahlen Sie: Ein reiner Operationsschutz für den Hund beginnt bei 14,90 Euro im Monat, voller Krankenschutz kostet bis zu 60,90 Euro.
  • Das treibt den Preis: Alter bei Vertragsbeginn, Tarifstufe, Ihr Eigenanteil an jeder Rechnung und bis zu welchem Satz der Gebührenordnung der Tarif erstattet.
  • Der Hebel, den viele übersehen: Erstattungssatz und Selbstbeteiligung sind zwei Schalter im Rechner, aber eine einzige Frage: Wie viel können Sie im schlimmsten Monat selbst aufbringen?
  • Warum sich das trägt: Eine Kreuzbandoperation kostet realistisch 1.500 bis 3.000 Euro und übersteigt damit die Jahresgrenze mancher Einsteigertarife.
  • Unsere Reihenfolge: Kaufen Sie erst die hohe Jahresgrenze und den hohen Gebührensatz, dann den Erstattungssatz, die niedrige Selbstbeteiligung zuletzt. Bei Lassie stellen Sie genau das selbst ein.
Unsere Empfehlung für Ihren Hund: Lassie
Erstattung von 60, 80 oder 100 Prozent und Selbstbeteiligung von 0, 20 oder 40 Prozent wählen Sie selbst, der Rechner zeigt den Beitrag für Ihren Hund direkt an.

Was eine Hundekrankenversicherung im Monat kostet

Die Einstiegsbeiträge der Anbieter liegen weit auseinander, und ein Teil des Abstands verschwindet, sobald man die Tarifstufe dazu liest. Ein Beitrag von 7,99 Euro gehört zu einem Vertrag, der nur bei Operationen zahlt. Ein Beitrag von 60,90 Euro gehört zu einem Tarif ohne Jahreshöchstgrenze ab dem zweiten Jahr. Beides in einer Zeile zu vergleichen, führt in die Irre.

AnbieterTarifstufen mit Einstiegsbeitrag pro MonatErstattungssatz
DalmaOperationsschutz 7,99 Euro, Krankenversicherung 15,99 Euro60 bis 100 Prozent, wählbar
DFVOperationsschutz 14,90 Euro, Vollschutz 49,90 Euro90 Prozent
AgilaTKS 24 23,90 Euro, Tierkrankenschutz 36,90 Euro, Exklusiv 53,90 Eurofeste Sätze je Tarif
CleosBasis 23,99 Euro, Rundum 31,19 Euro, Rundum Plus 32,99 Eurobis 100 Prozent
SantevetEinstiegstarif ab 23,90 Euro70, 80 oder 90 Prozent je Tarif
BarkibuBarkibu 80 ab 34 Euro80 Prozent, im Tarif Barkibu 100 volle Erstattung
PetoloKomfort 34,90 Euro, Premium 47,90 Euro, Premium Plus 60,90 Euro80, 100 und 100 Prozent
DA DirektKomfort 38,90 Euro, Premium 51,90 Euro, Premium Plus 60,90 Euro60 bis 100 Prozent je Tarif, plus 20 Prozent nach Online-Erstberatung
UelzenerBeispielrechnung ab 42,79 Euro, kein Basistarif veröffentlichtwählbar
LassieBeitrag nur über den Rechner, keine Einstiegszahl veröffentlicht60, 80 oder 100 Prozent, wählbar

Wer eine Hundeversicherung günstig sucht, landet damit fast zwangsläufig beim Operationsschutz, weil dort die niedrigen Einstiegspreise stehen. Diagnostik, Medikamente und die vielen kleinen Termine eines Hundelebens zahlt er allerdings nicht mit, und genau die summieren sich. Was ein reiner Operationsschutz abdeckt, haben wir im Überblick zur OP-Versicherung für Hunde aufgeschlüsselt. Auffällig ist außerdem die letzte Zeile: Lassie nennt bewusst keinen Ab-Preis. Der Beitrag entsteht dort erst, wenn Alter, Erstattung und Selbstbeteiligung gesetzt sind, und dieselbe Logik steckt hinter jedem anderen Rechner, auch dort, wo eine Ab-Zahl auf der Startseite steht.

Interessant wird die Tabelle, wenn man den Aufpreis für den Vollschutz ausrechnet. Bei Dalma kostet der Schritt vom Operationsschutz in den Krankenschutz 8,00 Euro im Monat, von 7,99 auf 15,99 Euro. Bei der DFV kostet derselbe Schritt 35,00 Euro, von 14,90 auf 49,90 Euro. Für dasselbe Upgrade zahlen Sie also mehr als das Vierfache, je nachdem, bei welchem Anbieter Sie sind. Wenn Sie mit einem Operationsschutz einsteigen wollen, sollten Sie diesen Aufpreis vorher kennen: Er entscheidet darüber, ob der Wechsel in den Vollschutz für Sie später realistisch bleibt. Eine Übersicht über die Leistungsbausteine finden Sie in unserem Ratgeber zur Hundekrankenversicherung.

Hundekrankenversicherung Kosten: das treibt Ihren Beitrag

Fünf Faktoren erklären praktisch jede Beitragsdifferenz, die Sie in den Rechnern sehen. Vier davon stellen Sie beim Abschluss selbst ein. Der fünfte steht fest im Tarif und entscheidet trotzdem darüber, wie viel von der Rechnung am Ende ankommt.

FaktorWirkung auf den BeitragSo sieht das in den Tarifen aus
Alter bei Vertragsbeginneinmalig festgelegt, verschiebt den Beitrag dauerhaftDie DFV staffelt den Preis nach Alter und Kastration, Barkibu nimmt Hunde nur zwischen zwei Monaten und zehn Jahren auf, bei Agila greift in Tierkrankenschutz und Exklusiv ab dem fünften Geburtstag eine Selbstbeteiligung von 20 Prozent auf Operationen und Nachbehandlung
Selbstbeteiligungder stärkste einzelne Hebel nach unten, und der teuerste im Schadensfall, weil er von jeder einzelnen Rechnung abgehtLassie 0, 20 oder 40 Prozent, DFV feste 10 Prozent auf alle Leistungen außer der Gesundheitspauschale, Petolo 40, 20 oder 0 Prozent und sinkend bei Nutzung der Videosprechstunde FirstVet, Uelzener als fester Jahresbetrag, im Beispiel 500 Euro, auch 0 Euro möglich
Erstattungssatzjede Stufe nach oben kostet Beitrag60 bis 100 Prozent bei Lassie und Dalma, feste 90 Prozent bei der DFV, was dieselbe Zahl von der anderen Seite ist wie ihre 10 Prozent Selbstbeteiligung und kein zweiter Abzug, 70, 80 oder 90 Prozent bei Santevet, bei DA Direkt zusätzlich 20 Prozent nach einer Online-Erstberatung
Tarifstufe und Jahreshöchstgrenzetrennt Einsteiger- von Vollschutztarifen: der Schritt von der Einstiegs- zur nächsten Stufe kostet bei Agila, Petolo und DA Direkt jeweils genau 13,00 Euro im Monat, und dafür bewegen sich Erstattungssatz und Jahresgrenze gemeinsam; eine Jahresgrenze von 1.000 Euro ist bei einer Kreuzbandoperation für 1.500 Euro nach zwei Dritteln der Rechnung erschöpftAgila TKS 24 2.500 Euro, Tierkrankenschutz 3.000 Euro, Exklusiv unbegrenzt, Cleos Basis 3.000 Euro, Rundum 10.000 Euro, Rundum Plus unbegrenzt, Lassie Mini 1.000 Euro, Midi unbegrenzt ab dem dritten Jahr, Maxi unbegrenzt ab dem ersten, Petolo und DA Direkt im ersten Jahr 500, 1.000 oder 1.500 Euro und ab dem zweiten unbegrenzt, DFV 1.000 Euro in den Monaten 1 bis 12, 2.000 Euro bis Monat 24, danach 5.000 Euro
Höchster erstatteter GOT-Satzentscheidet über die Lücke bei teuren Rechnungen, unabhängig davon, was in Ihrem Erstattungssatz stehtCleos Basis bis zum dreifachen Satz, Rundum und Rundum Plus bis zum vierfachen, Barkibu bis zum dreifachen und im Notfall bis zum vierfachen, Uelzener erstattet unabhängig vom Satz, die DFV bis zum vierfachen Satz im Notfall

Der letzte Punkt ist der unauffälligste und der teuerste. Wie hoch eine Tierarztrechnung ausfällt, entscheidet zuerst die Praxis: § 2 der Gebührenordnung für Tierärzte erlaubt ihr, jede Leistung nach eigenem Ermessen zwischen dem einfachen und dem dreifachen Satz abzurechnen, im Notdienst sind bis zum vierfachen Satz möglich. Erstattet Ihr Tarif nur bis zum dreifachen Satz, tragen Sie die Differenz selbst, obwohl der Erstattungssatz auf dem Papier bei 100 Prozent steht.

Rasse und Größe wirken ebenfalls auf den Beitrag, nur veröffentlicht kein Anbieter dazu eine Preistabelle. Welche Rassen als Risiko gelten und was das im Vertrag bedeutet, klärt unsere Seite zu der Frage, welche Hunderasse am teuersten zu versichern ist.

Selbstbeteiligung senken oder Erstattung erhöhen: was sich mehr lohnt

In den Rechnern stehen beide Schalter nebeneinander, und beide machen den Beitrag teurer. Deshalb sollten Sie sie als eine Entscheidung behandeln: Wie viel Geld dürfen Sie im schlimmsten Monat des Hundejahres selbst aufbringen?

Ein Erstattungssatz von 100 Prozent klingt nach vollständiger Absicherung, wird aber zweimal beschnitten. Einmal durch die Selbstbeteiligung, die vorher abgeht, und einmal durch den höchsten Satz, den Ihr Tarif überhaupt erstattet.

In der Tabelle oben rechnen fast alle Anbieter bis zum vierfachen Satz ab. Die Ausnahme ist Cleos Basis mit dem dreifachen: Stellt die Praxis eine Rechnung zum vierfachen Satz, erstattet Basis auch bei 100 Prozent Erstattungssatz nur drei Viertel davon. Genau dieser Fall kostet Sie mehr als die 7,20 Euro, die Basis im Monat gegenüber Rundum einspart. Die Verbraucherzentrale warnt allgemein vor Policen, die nur bis zum zweifachen Satz zahlen (Verbraucherzentrale zu Tierkrankenversicherungen). In diesem Vergleich ist das die Ausnahme, prüfen Sie die Zeile trotzdem, bevor Sie unterschreiben.

Unsere Position: Wenn Sie zwischen beiden Schaltern wählen müssen, kaufen Sie zuerst die hohe Jahreshöchstgrenze und den hohen GOT-Satz, dann den Erstattungssatz, und die niedrige Selbstbeteiligung zuletzt. Eine Selbstbeteiligung von 20 Prozent tut weh, ist aber planbar. Eine Jahresgrenze von 1.000 Euro ist es nicht, denn sie greift genau in dem Fall, für den Sie den Vertrag abgeschlossen haben.

Beachten Sie außerdem, dass es die Selbstbeteiligung in zwei Bauarten gibt: einen prozentualen Anteil an jeder Rechnung, wie bei Lassie oder der DFV, und einen festen Jahresbetrag, wie in der Uelzener-Beispielrechnung mit 500 Euro. Der feste Betrag ist bei einer großen Operation im Jahr günstiger, der prozentuale bei vielen kleinen Terminen. Tarife ganz ohne Eigenanteil vergleichen wir separat auf der Seite zur Hundekrankenversicherung ohne Selbstbeteiligung.

Rechenbeispiel: ab wann der Beitrag günstiger ist als die Operation

Nehmen Sie den Kreuzbandriss. Realistisch kostet die Operation 1.500 bis 3.000 Euro, wie unsere Tabelle der Tierarztkosten beim Hund mit den amtlichen Gebührenziffern aufschlüsselt. Der Tarif Cleos Rundum kostet 31,19 Euro im Monat, und selbst vier Jahre dieses Beitrags bleiben unter dem unteren Ende dieser Spanne. Beim reinen Operationsschutz der DFV für 14,90 Euro im Monat reicht nicht einmal die Summe aus acht Jahren an die günstigste Kreuzbandoperation heran. So gerechnet trägt sich die Versicherung, sobald genau ein solcher Eingriff anfällt, vorausgesetzt Jahresgrenze und Erstattungssatz halten die Rechnung auch.

Die Rechnung dreht sich allerdings, wenn der Eingriff früh kommt. Fällt der Kreuzbandriss ins erste Vertragsjahr, zahlt die DFV maximal 1.000 Euro, denn erst ab Monat 25 stehen 5.000 Euro zur Verfügung. Bei Petolo und DA Direkt liegt die Grenze im ersten Jahr je nach Stufe bei 500, 1.000 oder 1.500 Euro, danach ist sie aufgehoben. Bei Cleos Basis endet es bei 3.000 Euro pro Jahr, bei Lassie Mini bei 1.000 Euro, während Lassie Maxi schon ab dem ersten Jahr ohne Grenze läuft. Dazu kommt die Selbstbeteiligung: Bei 10 Prozent Eigenanteil bleiben von einer Rechnung über 3.000 Euro genau 300 Euro bei Ihnen.

Daraus folgt eine klare Empfehlung. Wenn Ihr Budget die 31,19 Euro von Cleos Rundum hergibt, nehmen Sie die Stufe mit der hohen Jahresgrenze und leben mit 80 Prozent Erstattung, statt eine Einsteigerstufe mit voller Erstattung und 500 Euro Jahresgrenze zu kaufen.

Vier Tarife für vier unterschiedliche Budgets

Die folgenden vier Anbieter decken die Spanne ab, die für die Kostenfrage relevant ist, vom günstigsten Vollschutz bis zum Tarif ohne Deckelung. Wir führen Lassie zuerst, weil dort alle Preisstellschrauben offenliegen und Sie den Effekt jeder Änderung sofort am Beitrag sehen. Dalma ist die Adresse für ein knappes Budget, Cleos für alle, die eine hohe Jahresgrenze zum mittleren Preis wollen, und die DFV für Halter, die nur das große Risiko absichern.

Lassie: Erstattung und Selbstbeteiligung selbst einstellen

Lassie verkauft eine Konfiguration statt einer fertigen Preisstufe. Sie wählen 60, 80 oder 100 Prozent Erstattung und 0, 20 oder 40 Prozent Selbstbeteiligung, und beides wirkt direkt auf den Beitrag. Abgerechnet wird bis zum vierfachen GOT-Satz, was den häufigsten Erstattungsverlust bei teuren Rechnungen ausschließt. Wer einen bestimmten Monatsbeitrag treffen muss, kann sich hier an eine Zahl herantasten, ohne den Leistungsumfang zu verlieren.

Praktisch für Welpenbesitzer: Wer den Hund innerhalb der ersten 120 Lebenstage anmeldet und ein Gesundheitszeugnis vorlegt, hat keine Wartezeit. Sonst gelten 30 Tage, bei Unfällen zwei Tage.

Tarif Maxi ohne Jahreshöchstgrenze ansehen
Maxi zahlt ab dem ersten Vertragsjahr ohne Jahresgrenze und bis zum vierfachen Satz der Gebührenordnung, Mini deckelt dagegen bei 1.000 Euro pro Jahr.

Dalma: der günstigste Vollschutz im Vergleich

15,99 Euro im Monat ist der niedrigste veröffentlichte Einstiegspreis für eine echte Krankenversicherung in diesem Vergleich, und der reine Operationsschutz beginnt bei 7,99 Euro. Der Erstattungssatz ist von 60 bis 100 Prozent wählbar, die Jahreshöchstgrenze von 3.000 Euro bis unbegrenzt. Abgerechnet wird bis zum vierfachen Satz, den Notdienst eingeschlossen, was bei nächtlichen Notfällen den Unterschied macht.

Eine Einschränkung gehört zum Preis: Rassetypische Erkrankungen sind bei Dalma zwölf Monate gesperrt. Wer eine Rasse mit bekannter Gelenk- oder Herzvorbelastung hält, hat im ersten Jahr also genau die Deckung nicht, um die es dabei geht.

Dalma: Krankenversicherung ab 15,99 Euro im Monat
Jahresgrenze von 3.000 Euro bis unbegrenzt wählbar, Erstattung bis 100 Prozent und Abrechnung bis zum vierfachen Satz inklusive Notdienst.

Cleos: Jahresgrenze von 3.000 Euro bis unbegrenzt

Bei Cleos kostet der Sprung von der gedeckelten zur unbegrenzten Absicherung auffallend wenig: Zwischen Rundum und Rundum Plus liegen 1,80 Euro im Monat, und dafür fällt die Obergrenze ganz weg. Ein billigeres Upgrade finden Sie in diesem Vergleich nicht. Rassetypische Erkrankungen sind vollständig mitversichert, Rasseausschlüsse nennt Cleos nicht.

Nützlich für Wechsler: Bei einem Unfall oder einem lückenlosen Wechsel von einem anderen Versicherer entfällt die Wartezeit ganz. Wir halten Basis trotzdem für den schwächsten Kauf im Cleos-Portfolio, weil die dreifache Satzgrenze im Ernstfall mehr kostet, als die Stufe im Monat einspart.

Rundum Plus: 32,99 Euro ohne Jahreshöchstgrenze
Für 1,80 Euro mehr im Monat als Rundum entfällt die Jahresgrenze von 10.000 Euro vollständig, rassetypische Erkrankungen bleiben in beiden Stufen mitversichert.

DFV: Operationsschutz für 14,90 Euro im Monat

Wer nur das kalkulatorisch größte Risiko absichern will, findet hier den Einstieg: 14,90 Euro für den Operationsschutz, 49,90 Euro für den Vollschutz. Erstattet werden 90 Prozent, und das ist zugleich Ihre Selbstbeteiligung von 10 Prozent, dieselbe Zahl von der anderen Seite gelesen. Ausgenommen bleibt die Gesundheitspauschale: 100 Euro pro Jahr für Vorsorge, ohne Eigenanteil.

Der Preis dafür steckt in der Staffelung der Jahreshöchstgrenze, die ihr Maximum erst im dritten Vertragsjahr erreicht. Der Tarif belohnt also Halter, die früh abschließen und lange bleiben, und er ist die schwächste Wahl, wenn eine Operation absehbar bald nötig wird. Die Wartezeit von einem Monat entfällt bei Unfällen.

Operationsschutz ab 14,90 Euro prüfen
90 Prozent Erstattung auf Operationen, im Notfall bis zum vierfachen Satz, dazu 100 Euro Gesundheitspauschale pro Jahr ohne Selbstbeteiligung.

Wartezeit: was der Vertrag in den ersten Wochen zahlt

Die Wartezeit ist der Teil des Preises, der nicht im Beitrag steht. Zwei Anbieter im Vergleich verzichten vollständig darauf: Petolo und DA Direkt zahlen ab dem ersten Tag. Bei der DFV gilt ein Monat, bei Cleos und Lassie 30 Tage, bei Dalma 14 Tage für Operationen und 30 Tage für Heilbehandlungen. Unfälle sind fast überall ausgenommen, teils schon nach zwei Tagen.

Länger wird es bei den Fällen, für die Halter den Vertrag oft überhaupt abschließen. Dalma setzt rassetypische Erkrankungen auf zwölf Monate, Cleos bestimmte Operationen auf sechs Monate, bei Lassie können es in Einzelfällen 18 Monate sein. Lassen Sie sich vor der Unterschrift schriftlich geben, welche Diagnosen darunter fallen. Wenn Ihr Hund zu einer Rasse mit bekannter Vorbelastung gehört, entscheidet diese Zeile mehr über den Wert des Vertrags als der Beitrag. Den vollständigen Vergleich der Tarife, die ab dem ersten Tag zahlen, führen wir auf unserer Seite zur Hundekrankenversicherung ohne Wartezeit.

Damit die Erstattung nicht an der Rechnung scheitert

Gekürzt wird eine Erstattung meist dort, wo sich die Rechnung nicht nachrechnen lässt. Vier Dinge helfen:

  1. Fragen Sie vor einer größeren Behandlung, mit welchem Satz die Praxis abrechnet. Der einfache, zweifache und dreifache Satz sind alle zulässig, und der Unterschied verdreifacht die Rechnung.
  2. Lassen Sie sich die Gebührenziffer und den angesetzten Satz je Position auf die Rechnung schreiben. Ohne diese Angaben können Sie nicht nachvollziehen, warum die Versicherung gekürzt hat.
  3. Reichen Sie bei einer geplanten Operation den Kostenplan vor dem Termin ein. Nur so erfahren Sie vorher, ob Wartezeit und Jahreshöchstgrenze im laufenden Vertragsjahr überhaupt greifen.
  4. Notieren Sie sich, wann Ihr Vertragsjahr beginnt. Bei gestaffelten Jahresgrenzen wie bei der DFV, Petolo oder DA Direkt entscheidet dieses Datum darüber, wie viel Budget noch offen ist.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Wann eine Operation nötig ist, welches Verfahren infrage kommt und welcher Gebührensatz für eine Leistung angemessen ist, entscheidet die behandelnde Praxis gemeinsam mit Ihnen.

Häufige Fragen zu den Kosten einer Hundekrankenversicherung

Was kostet eine Krankenversicherung für einen Hund?

Zwischen 14,90 Euro im Monat für einen reinen Operationsschutz und 60,90 Euro für die höchste Vollschutzstufe. Der günstigste veröffentlichte Einstieg in einen echten Krankenschutz liegt bei 15,99 Euro (Dalma), die mittlere Preisklasse zwischen 23,99 und 36,90 Euro. Lassie veröffentlicht keinen Ab-Preis, weil der Beitrag erst mit Ihren Einstellungen entsteht.

Welche Hundekrankenversicherung ist sinnvoll?

Für die meisten Halter ein Vollschutz mit hoher oder aufgehobener Jahreshöchstgrenze und Erstattung bis zum vierfachen GOT-Satz, auch wenn dafür 80 statt 100 Prozent erstattet werden. Ein reiner Operationsschutz ist sinnvoll, wenn das Budget bei etwa 15 Euro im Monat endet, denn er sichert den Fall ab, der ein Haushaltsbudget wirklich sprengt.

Gibt es eine Hundekrankenversicherung ohne Operationsschutz?

Die Tarife trennen anders, als die Frage vermutet. Angeboten wird der umgekehrte Fall: ein reiner Operationsschutz ab 7,99 Euro bei Dalma und ab 14,90 Euro bei der DFV. Ein Krankenschutz, der Operationen ausschließt, wäre die teuerste Kombination aus Beitrag und Restrisiko.

Wird der Beitrag mit dem Alter des Hundes teurer?

Nicht automatisch mit jedem Geburtstag, aber das Eintrittsalter legt Ihre Preisklasse dauerhaft fest, und einzelne Tarife werden mit dem Alter schlechter: Bei Agila greift in Tierkrankenschutz und Exklusiv ab dem fünften Geburtstag eine Selbstbeteiligung von 20 Prozent auf Operationen und Nachbehandlungen, für viele der Anlass, den Vertrag zum Versicherungsjahr zu kündigen, und Barkibu nimmt Hunde nach dem zehnten Lebensjahr gar nicht mehr auf. Die DFV staffelt den Preis nach Alter und Kastration. Früh abschließen ist der einzige Hebel, der später wegfällt.

Welche Hundekrankenversicherung ist die beste und günstigste?

Das ist selten derselbe Tarif. Am günstigsten in den Vollschutz kommen Sie mit Dalma ab 15,99 Euro. Das beste Verhältnis aus Beitrag und Obergrenze sehen wir bei Cleos Rundum Plus mit 32,99 Euro ohne Jahresgrenze. Die größte Kontrolle über den Preis haben Sie bei Lassie, weil Erstattung und Selbstbeteiligung dort frei kombinierbar sind.