Im niedersächsischen Verden laufen seit Mai 2026 fertig gekochte Mahlzeiten für fünf europäische Länder vom Band, produziert von genau dem Unternehmen, das auf hellofresh.de kein einziges fertiges Gericht verkauft. Beides stimmt gleichzeitig, und daran scheitern die meisten Antworten auf diese Frage. HelloFresh ist nämlich zwei Dinge: die Kochbox, die dir Rezepte und rohe Zutaten schickt, und HelloFresh SE, ein Konzern mit mehreren Marken, zu denen auch die Bio-Kochbox Green Chef gehört. Hier klärt sich die eine Frage, die dahinter steckt: Wo bestellst du eine fertige Mahlzeit aus diesem Haus, wenn die Kochbox selbst keine liefert?
Die Marke HelloFresh sagt nein, der Konzern liefert trotzdem
Unter dem Namen HelloFresh bekommst du in Deutschland kein fertig gekochtes Gericht. Wir haben das Angebot am 28. Juli 2026 Position für Position durchgesehen. In der Navigation stehen Kochboxen, So funktioniert’s, Deine Optionen, Rezepte und Geschenkgutschein. Auch keine der neun FAQ-Kategorien beschäftigt sich mit fertigen Mahlzeiten, und in der Box selbst liegen Rezeptkarten und rohe Zutaten samt Schnippelarbeit. Ein „HelloFresh Ready Made” für den deutschen Markt hat es nie gegeben.
Der Konzern dahinter verkauft Fertiggerichte hierzulande aber sehr wohl. HelloFresh SE hat im Februar 2025 die Marke Factor in Deutschland gestartet, mit eigener Website unter factormeals.de. Das Handelsblatt hat den Schritt am selben Tag eingeordnet: Verkauft werden die Gerichte unter der Marke Factor75 und damit unter eigenem Namen. Zur Gruppe gehört Factor seit Ende 2020, die Übernahme wurde am 31. Dezember 2020 abgeschlossen. Seit dem 1. Mai 2026 produziert das Werk Verden in Niedersachsen Factor-Gerichte für Deutschland, Dänemark, Schweden, Belgien und die Niederlande (Pressemitteilung der HelloFresh Group vom 6. Mai 2026).

Wie eng die beiden Marken zusammenhängen, schreibt HelloFresh im eigenen Registrierungsablauf selbst hin: „Ein Log-in. Greife mit einer einzigen E-Mail-Adresse und einem Passwort auf HelloFresh und Factor zu.” (geprüft am 28. Juli 2026). Wir empfehlen dir hier also die Schwestermarke aus demselben Haus.
Praktisch bedeutet das: Willst du heute Abend eine fertige Mahlzeit aus dem HelloFresh-Haus essen, bestellst du sie bei Factor. Willst du wissen, was die Kochbox selbst leistet, führt der Weg über unseren HelloFresh Überblick.
Die Fertiggericht-Marke des Konzerns heißt Factor
Factor ist der Ready-to-eat-Zweig des Konzerns und liefert fertig gekochte Einzelportionen in verschlossenen Schalen. Im Wochenmenü stehen 21 wechselnde Gerichte zur Auswahl; wie viele Gerichte pro Lieferung kommen, entscheidest du separat, möglich sind 5 bis 16. Die Schalen kommen gekühlt an und wandern in den Kühlschrank statt ins Eisfach. Vier Minuten Mikrowelle, Folie auf, essen. Angebraten, abgeschmeckt oder abgewaschen wird hier nichts mehr.

Sortiert ist das Menü nach fünf Linien, jede mit einer harten Zahl dahinter:
- Chef’s Choice: das breite Standardmenü ohne Ernährungsvorgabe
- Keto: maximal 15 g Kohlenhydrate pro Gericht
- High Protein: mindestens 30 g Eiweiß pro Gericht
- 550 Kcal Max: kalorienreduziert, gedeckelt bei 550 Kalorien
- Pescetarisch: Fisch und Meeresfrüchte statt Fleisch
An diesen Zahlen zeigt sich der Abstand zur Kochbox. HelloFreshs eigene Low-Carb-Gerichte liegen zwischen 19,3 g Kohlenhydraten pro Portion (Entenbrust in kräftiger Rotweinsoße) und 42,1 g (Karibischer Lachssalat mit Kiwi-Chili-Dressing), nachgelesen auf den Rezeptseiten am 28. Juli 2026. Unter 15 g kommt dort keines. Wer echte Keto-Werte braucht, merkt den Unterschied zwischen einem Menüfilter und einer eigenen Produktlinie sofort. Geliefert wird nach Angaben von Factor in fast ganz Deutschland, Datum, Uhrzeit und Ort wählst du selbst.
3,1 Grad und 392 Gramm: unsere Factor-Lieferung nachgemessen
Wir haben einen Plan mit acht Gerichten bestellt und selbst gegessen, ausführlich steht das in unseren Erfahrungen mit Factor Meals. Die Box kam an einem Dienstag um 9:15 Uhr per DPD Express, doppelwandig, mit Papierfilz-Einlage und zwei Kühlpacks, unbeschädigt. Auf der Lachsschale haben wir 3,1 Grad gemessen, alle acht Siegel waren dicht, nichts fehlte.
Nachgewogen haben wir drei Schalen:
- Creamy Parmesan Chicken: 380 g angegeben, 392 g gewogen
- Chili-Lime Salmon: 360 g angegeben, 364 g gewogen
- BBQ Beef Brisket: 400 g angegeben, 408 g gewogen
Die Portionen lagen also durchweg leicht über der Angabe. Gegessen haben wir unter anderem:
- Creamy Parmesan Garlic Chicken mit Brokkoli und Blumenkohlpüree
- Chili-Lime Salmon mit Avocado-Koriander-Butter
- Smokey BBQ Beef Brisket mit grünen Bohnen
- Truffle Mushroom Pork Chop
- Harissa Chicken Thighs
- Keto Chimichurri Beef Bowl
- Creamy Tuscan Tomato Pasta (vegetarisch)
Zur Aufwärmzeit: Factor gibt vier Minuten Mikrowelle an, bei 800 Watt war unser Lachs schon nach 2 Minuten 15 Sekunden durch. Am besten wird es, wenn du die Folie einstichst und die Schale danach eine Minute stehen lässt. Im Ofen dauert es bei 160 Grad sieben Minuten, wird knuspriger und kostet eine Form zum Abwaschen.

Geschmacklich hat uns überzeugt, dass der Lachs in der Mikrowelle saftig geblieben ist, was tiefgekühlte Konkurrenz selten schafft, und dass die grünen Bohnen Biss hatten statt matschig zu sein. Die Parmesan-Sahnesoße war die größte Überraschung der Lieferung. Das Hähnchengericht mit 42 g Eiweiß hat sechs Stunden getragen, ohne Zwischenmahlzeit.
Zwei Kritikpunkte bleiben. Die Schalen sind sperrig, acht Stück haben bei uns fast zwei Kühlschrankfächer belegt. Und der Wochenplan verlängert sich still: Die Kündigung war mit drei Klicks und einer Bestätigungsmail erledigt, erinnern tut das Konto dich aber an nichts.
Juit: Fertiggerichte ohne Abo, dafür tiefgekühlt
Factor hat keine Mindestlaufzeit, läuft aber als Wochenplan, den du aktiv stoppen musst. Wer überhaupt keinen Plan im Konto haben will, landet unter den größeren deutschen Anbietern bei Juit: Du bestellst einmal, oder eben nicht wieder. Es gibt nichts zu pausieren und nichts zu kündigen. Selbst bestellt haben wir bei Juit nicht, die Angaben hier stammen aus den Produktdaten des Anbieters und aus deutschen Marktquellen.
Der zweite Unterschied betrifft den Aggregatzustand. Juit schockgefriert die fertig gekochten Einzelportionen ohne Zusatzstoffe, sie halten dadurch Monate statt einer Woche.
- Boxgrößen: 6, 10, 14, 20 oder 30 Gerichte, Mindestbestellung sechs Gerichte
- Format: fertig gekochte Einzelportionen in Schalen, erwärmen und essen
- Lieferung: deutschlandweit tiefgekühlt per DPD oder DHL Express
- Kein Abo, keine Mindestlaufzeit, keine Kündigungsfrist
Was ein einzelnes Gericht kostet, weist Juit auf der eigenen Seite nicht aus: Die Preise werden erst im Browser nachgeladen, deshalb kursieren in deutschen Quellen abweichende Werte. Verbindlich siehst du den Preis erst im Shop, prüfe ihn dort vor der Bestellung. Günstig ist der Dienst nach allem, was wir sehen, nicht, und ohne echten Gefrierschrank scheitert er: Sechs Gerichte passen noch in ein Fach, 20 nicht.
PrepMyMeal: ohne Abo-Aufpreis, mit Protein-Fokus
Der zweite Weg ohne Bindung führt zu PrepMyMeal, einem deutschen Anbieter mit Fitness-Zuschnitt. Abo und Einzelbestellung kosten dort dasselbe, eine Bindung bringt dir also keinen Preisvorteil. Bestellbar sind 6, 12, 18 oder 24 Gerichte, im Menü stehen über 50, filterbar nach Fleisch, Fisch, vegetarisch, Proteingehalt und Kalorien.
Eine 12-Gerichte-Box haben wir selbst bestellt, geliefert am 10. Juli 2026 gegen 12:20 Uhr im gewählten Zeitfenster, in dickem Isolierkarton mit wiederverwendbaren Kühlpacks. Zwei stichprobenartig gemessene Schalen lagen bei 3 bis 4 Grad, unsere Lieferung kam also gekühlt an. PrepMyMeal selbst beschreibt für die Gerichte dagegen ein Cook-&-Chill-Verfahren mit Schockfrostung, tiefgekühltem Versand und mehreren Monaten Haltbarkeit im Eisfach. Halte deshalb Gefrierplatz frei und miss beim Auspacken selbst nach.

Die Schalen wogen 480 bis 520 Gramm, gemessen über die Box 450 bis 700 Kalorien und 35 bis 45 Gramm Protein pro Gericht. Damit steckt mehr Volumen in einer Portion als bei Factor, eine Beilage braucht niemand dazu. Preislich liegen die Gerichte ab 8,49 Euro in der 24er-Box und bei ca. 9,49 bis 9,57 Euro im 12er. Bestes Gericht der Lieferung war Hühnchen mit Champignon-Ragout, das schwächste ein Gemüse-Linsen-Curry. Gekündigt haben wir in drei Schritten im Konto, mit einem Rabatt-Halteangebot kurz vor dem letzten Klick.
Für Schichtdienst, lange Arbeitstage und Protein-Ziele ohne Vertrag ist das der direkteste Weg im Feld.
Frisch oder tiefgekühlt: was der Unterschied im Kühlschrank bedeutet
Alle drei Anbieter liefern fertige Gerichte, belegen aber unterschiedlichen Platz in deiner Küche und in deiner Wochenplanung. Für die frischen Schalen gibt Factor auf dem eigenen Etikett 2 bis 4 Grad und rund eine Woche Haltbarkeit im Kühlschrank an, verpackt unter Schutzatmosphäre; auf unserer Lachsschale haben wir bei Ankunft 3,1 Grad gemessen. Das ist der Preis für die Textur: Gemüse mit Biss und Fisch, der nicht wässrig wird, gelingt gekühlt besser als aus dem Eis. Dafür ist eine Lieferung ein Termin und kein Vorrat. Wer die Woche über dreimal spontan auswärts isst, hat am Sonntag drei Schalen zu viel im Kühlschrank.
Tiefgekühlt ist es genau umgekehrt. Die Gerichte überleben eine geplatzte Woche, eine Dienstreise und einen Urlaub, dafür brauchen sie Gefriervolumen, das viele Kühl-Gefrierkombis in Mietwohnungen nicht hergeben. Beim Aufwärmen liegen sie ein paar Minuten hinten, und Soßen und Gemüse verlieren eher an Struktur.
Ein Punkt betrifft alle Formate gleich: Eine Schale ist eine Portion. Für Singles und Paare rechnet sich das direkt, für einen größeren Haushalt bestellst du pro Abend so viele Schalen, wie Leute am Tisch sitzen.
Was HelloFresh selbst an schnellen Gerichten hat (und warum das keine Fertiggerichte sind)
Ein Fertiggericht, auch Fertigmahlzeit oder Ready to eat genannt, ist eine fertig durchgekochte Einzelportion, die nur noch erwärmt wird: kein Zubereitungsschritt, kein Rezept, kein Schneidebrett. Eine Produktlinie mit diesem Zuschnitt, wie sie andere Märkte als „Ready Made” kennen, führt HelloFresh in Deutschland nicht. Ganz leer ist die Seite beim Thema Aufwärmen trotzdem nicht.
Im Markt-Bereich, dem Zusatzsortiment neben den Rezepten, liegen einzelne echte Heat-and-eat-Artikel. Das „Quick Lunch Bundle: Pasta und Risotto” besteht aus Linguine mit Spinat und Basilikum (350 g) und Risotto al Pesto Genovese (300 g), beides laut Anleitung zwei Minuten bei 750 Watt in der Mikrowelle, zusammen zwei Portionen mit 694 Kalorien je Portion. Der Preis ist erst nach dem Login im Shop sichtbar.
Das ist ein Zusatzkauf zur laufenden Kochbox: Ohne Box bestellbar sind diese Artikel nicht, das Sortiment wechselt, und eine Woche Mittagessen bekommst du darüber nicht zusammen.
Wer schnell statt fertig will, kommt über die Rezept-Tags weiter. HelloFresh kennzeichnet Gerichte mit „Extra schnell” für rund 15 Minuten und „Schnell” für rund 25 Minuten. Im Menü der kommenden Woche vom 1. bis 7. August 2026 stehen 79 Gerichte, davon 17 mit „Extra schnell” und 32 mit „Schnell” (gezählt am 28. Juli 2026). Wenn du eigentlich kochen willst, nur nicht lange, ist das die realistischere Antwort als eine fertige Schale. Und wenn du die Kochbox lieber ganz ersetzen willst, ohne auf Fertiggerichte umzusteigen, findest du die Kandidaten in unserer Übersicht der HelloFresh Alternativen.
HelloFresh Fertiggerichte gegen die Kochbox: Zeit, Preis und Portionen
Der eigentliche Vergleich läuft zwischen fertig und selbst gekocht.
Zeit ist das stärkste Argument der fertigen Schale. Ein HelloFresh-Rezept ist je nach Gericht in 15 bis 35 Minuten fertig, dazu kommen Brett, Pfanne und Abwasch. Selbst gegen die schnellsten Rezepte liegt die Kochbox pro Abend gut zehn Minuten hinten, gegen ein normales Rezept eine halbe Stunde.

Beim Preis kippt es zurück. Zwei Personen mit drei Rezepten pro Woche zahlen bei HelloFresh 7,08 Euro pro Portion, also 42,50 Euro für die Box, plus Versand. Pro Mahlzeit ist die fertige Schale damit rund zwei Euro teurer, und weil sie eine Einzelportion ist, wächst der Abstand mit jeder weiteren Person am Tisch: Die Kochbox wird pro Portion günstiger, je mehr Leute mitessen, das Fertiggericht bleibt bei seinem Stückpreis. Wie die Kochboxen untereinander abschneiden, steht in unserem Kochbox-Vergleich.
Bleibt die Kontrolle über das Essen. Bei der Kochbox bestimmst du die Salzmenge, das Fett und die Beilage selbst, dafür kennst du die Nährwerte erst nach dem Kochen genau. Bei Factor stehen Kalorien, Eiweiß und Kohlenhydrate vor der Auswahl fest. Wer gesunde Fertiggerichte in dem Sinn sucht, dass die Werte verlässlich sind und nicht vom eigenen Augenmaß abhängen, findet genau darin den Vorteil gegenüber jedem Rezept mit Ermessensspielraum.
Marke, Konzern oder Kochbox
Am Ende läuft alles auf die Frage zu, welches HelloFresh du meinst.
Du willst fertige Gerichte aus dem HelloFresh-Haus, frisch und mit belastbaren Nährwerten. Dann ist Factor die richtige Adresse, und es ist dieselbe Firma, auch wenn ein anderer Name auf der Schale steht. Rechne mit knapp unter zehn Euro pro Mahlzeit, sobald die rabattierte erste Box durch ist, und mit zwei belegten Kühlschrankfächern.
Dein Problem ist das Abo und nicht das Kochen. Dann nimm Juit, bestell einmal sechs bis zehn Gerichte und schau, ob das Format zu dir passt. Geht es dir zusätzlich um Protein pro Schale, kostet dich die Einzelbestellung bei PrepMyMeal genauso viel wie ein Abo. Tiefkühlplatz brauchst du in beiden Fällen.
Du willst eigentlich kochen, nur schneller. Dann bleibt die Kochbox das bessere Werkzeug, mit den Tags für 15- und 25-Minuten-Rezepte und gelegentlich einem Markt-Artikel für den Mittag im Homeoffice. Ein Fertiggericht-Plan löst in diesem Fall ein Problem, das du nicht hast.
Häufige Fragen zu HelloFresh Fertiggerichten
Verkauft HelloFresh Fertiggerichte?
Nein, nicht unter der Marke HelloFresh. Auf hellofresh.de gibt es keine Fertiggericht-Linie, kein Ready-to-eat-Sortiment und keine fertigen Mahlzeiten in der Kochbox, sondern Rezepte mit rohen Zutaten. Fertig gekochte Gerichte verkauft der Konzern HelloFresh SE in Deutschland unter der Schwestermarke Factor.
Gehört Factor zu HelloFresh?
Ja. Factor, in den USA als Factor75 gestartet, gehört seit Ende 2020 zu HelloFresh SE, abgeschlossen wurde die Übernahme am 31. Dezember 2020. In Deutschland ist die Marke seit Februar 2025 verfügbar, und seit Mai 2026 werden Factor-Gerichte im Werk Verden in Niedersachsen produziert.
Kann man HelloFresh Fertiggerichte in Deutschland kaufen?
Fertiggerichte aus dem HelloFresh-Konzern bekommst du in Deutschland über factormeals.de. Über hellofresh.de geht es nicht: Es sind getrennte Shops mit gemeinsamem Log-in, Factor lässt sich dort nicht bestellen und auch keiner laufenden Kochbox hinzufügen. Geliefert wird nach Angaben von Factor in fast ganz Deutschland, mit wählbarem Liefertag und Zeitfenster. Bestellt wird wochenweise ab fünf Gerichten, kündbar oder pausierbar zu jedem Termin.
Was kosten Factor Meals?
Die Listenpreise reichen von 10,46 Euro pro Gericht bei fünf Gerichten pro Woche bis 8,49 Euro bei 16 Gerichten, dazu 5,99 Euro Liefergebühr pro Lieferung. Eine Box mit acht Gerichten kostet 71,92 Euro, mit Versand 77,91 Euro. Die Liefergebühr bleibt bei jeder Boxgröße gleich, deshalb sinkt der effektive Preis pro Mahlzeit langsamer als der Listenpreis. Für die erste Box ziehen Neukunden 30 Prozent ab.
Sind die Gerichte frisch oder tiefgekühlt?
Factor liefert frisch gekühlt: Die Schalen halten laut Anbieter rund eine Woche im Kühlschrank und werden in vier Minuten in der Mikrowelle warm. Juit arbeitet umgekehrt mit schockgefrorenen Gerichten, die Monate haltbar sind, dafür aber Platz im Gefrierfach brauchen. PrepMyMeal beschreibt für die eigenen Gerichte ebenfalls Schockfrostung und tiefgekühlten Versand, unsere Testbox kam allerdings gekühlt bei 3 bis 4 Grad an.
Wie schmecken die fertigen Gerichte aus dem HelloFresh-Konzern?
Aus unserer eigenen Factor-Lieferung mit acht Gerichten: Der Chili-Lime Salmon blieb in der Mikrowelle saftig, grüne Bohnen behielten Biss, die Parmesan-Sahnesoße wirkte nicht wie Convenience. Die nachgewogenen Portionen lagen mit 392, 364 und 408 Gramm leicht über den Angaben auf dem Etikett.
Gibt es Fertiggerichte im Abo oder auch einzeln?
Beides. Factor läuft als flexibles Wochenabo, das du jederzeit pausieren, ändern oder kündigen kannst, das aber weiterläuft, solange du nichts tust. Juit verzichtet komplett auf ein Abo: Du bestellst ab sechs Gerichten so oft du willst, ohne Mindestlaufzeit und ohne Kündigung. Bei PrepMyMeal existiert ein Abo, kostet aber dasselbe wie die Einzelbestellung. Wer Verpflichtungen vermeiden will, fährt mit diesen beiden Varianten ruhiger.