Ausbruch nach KarnevalMehr als 140 Kinder erkrankt: Norovirus legt Grundschule in Niedersachsen lahm

Plötzlich greift das Virus um sich!
In Bad Laer im Landkreis Osnabrück werden innerhalb weniger Tage mehr als 140 Grundschulkinder mit dem Norovirus infiziert, auch Lehrkräfte und eine benachbarte Oberschule sind betroffen.
Mehr als die Hälfte der Schüler fehlt
An der Grundschule am Salzbach in Bad Laer ist das Norovirus inzwischen bei 144 Schülern sowie bei sechs Lehrkräften nachgewiesen worden. Insgesamt meldet die Schule deutlich mehr als die Hälfte ihrer Kinder krank, wie die Neue Osnabrücker Zeitung zuerst berichtet.
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Zusätzlich sind laut Kreisverwaltung 53 Schüler einer Oberschule im selben Ort betroffen. Die ersten Krankheitsfälle werden am Dienstag (17. Februar) bekannt.
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Viren-Party statt Kamelle?
Wie das Virus in die Grundschule kommt, ist bislang offen. Nach Angaben des Gesundheitsdienstes ist aber gut möglich, dass bereits erkrankte Kinder oder Erwachsene den Erreger mitgebracht haben. Er könnte sich bei einer großen Karnevalsfeier, die die Schule am Montag schmeißt, blitzschnell verbreitet haben, mutmaßt der Gesundheitsdienst. Das berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ).
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Das Schulessen als Quelle gilt dagegen als unwahrscheinlich: Der Caterer beliefert auch andere Einrichtungen, dort gäbe es keinen ähnlichen Ausbruch. „Es wäre sehr merkwürdig, wenn das die Ursache wäre”, sagt ein Sprecher des Landkreises.
Schulbetrieb geht trotz Virus-Alarm weiter
Trotz der hohen Zahl erkrankter Kinder läuft der Schulbetrieb weiter, das Gesundheitsamt ordnet zusätzliche Hygienemaßnahmen an. Erkrankte Kinder sollen frühestens 48 Stunden nach Abklingen der Symptome wieder in die Schule gehen, heißt es aus dem Landkreis. In der Mensa, die sowohl Grund- als auch Oberschüler besuchen, ist das Buffet vorerst gestrichen. Laut NOZ werden Tische, Theken und andere Kontaktflächen jetzt deutlich öfter desinfiziert.
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Das macht Noroviren so gefährlich
Noroviren gehören zu den häufigsten Ursachen akuter Magen-Darm-Infektionen und gelten als hoch ansteckend. Typische Beschwerden sind plötzlich beginnendes heftiges Erbrechen und Durchfall, oft zusammen mit Übelkeit und Bauchschmerzen.
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Die Erreger werden meist über Schmierinfektionen übertragen, zum Beispiel über verunreinigte Hände und Oberflächen. Sie können nach dem Abklingen der Symptome noch über den Stuhl ausgeschieden werden. Besonders bei Kindern und älteren Menschen droht eine gefährliche Austrocknung, weil der Körper in kurzer Zeit viel Flüssigkeit und Elektrolyte verliert.
Verwendete Quellen: dpa, Neue Osnabrücker Zeitung

































