Krieg in der Ukraine – alle Entwicklungen im News-BlogTrump will ukrainische Kernkraftwerke übernehmen
Kein Frieden in Sicht!
US-Präsident Donald Trump beschimpft den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor den Augen der versammelten Presse. Die Welt ist entrüstet und fragt sich: Was kommt als nächstes? Alle Entwicklungen nach dem Treffen gibt es hier in unserem News-Blog.
Trump zu Selenskyj: „Sie setzen das Leben von Millionen von Menschen aufs Spiel”
Beleidigungen und harte Vorwürfe: Treffen zwischen Trump und Selenskyj abgebrochen
Russland jubelt: „Das undankbare Schwein bekam eine kräftige Ohrfeige“
News-Blog:
Fabian Klein
Trump fordert US-Übernahme von ukrainischen Kernkraftwerken
US-Präsident Donald Trump hat dafür plädiert, dass die Vereinigten Staaten aus Sicherheitsgründen die Atomkraftwerke in der Ukraine übernehmen. Die US-Regierung teilte nach einem Telefonat Trumps mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj mit, es wäre der beste Schutz für die ukrainische Energieinfrastruktur, wenn diese Anlagen im Besitz der USA wären.
Fabian Klein
Ukraine dankt Deutschland für Militärhilfe
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Deutschland für das Milliarden-Hilfspaket im Kampf gegen den russischen Angriffskrieg gedankt. Deutschland liefere genau das, was helfe, Leben in der Ukraine zu retten, sagte er laut einer auf der Plattform X veröffentlichten Mitteilung. Sein ausdrücklicher Dank gelte Kanzler Olaf Scholz (SPD) und seinem wahrscheinlichen Amtsnachfolger Friedrich Merz (CDU). „Danke, Deutschland!“, schrieb Selenskyj auf Deutsch.
„Die zusätzliche Militärhilfe wird dazu beitragen, unsere Fähigkeiten in den Bereichen Luftverteidigung, Artillerie, Drohnen, gepanzerte Fahrzeuge, Minenräumgeräte und anderen Bereichen zu stärken“, sagte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X. „Wir sind Deutschland dankbar für seine strategische Investition in einen gerechten und langfristigen Frieden und in die Sicherheit in der Ukraine und in ganz Europa.“
Fabian Klein
Haushaltsausschuss bewilligt Milliarden-Paket für Ukraine
Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat grünes Licht für das Milliarden-Paket mit zusätzlicher Militärhilfe für die Ukraine gegeben. Die Fachpolitiker bewilligten dazu in Berlin eine Vorlage der Bundesregierung, wie Teilnehmer der Sitzung der Deutschen Presse-Agentur bestätigten.
Eva Johanna Onkels
Deutscher Zoll stoppt russischen Tanker aus Schattenflotte
Der deutsche Zoll hält den Tanker „Eventim“ fest, der Teil der sogenannten russischen Schattenflotte ist. Die zollrechtlichen Maßnahmen seien noch nicht rechtsverbindlich abgeschlossen, sagte eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums, bei dem der Zoll angesiedelt ist, am Freitag in Berlin. „Eine Weiterfahrt ist untersagt. Aktuell wird das weitere Vorgehen im Hinblick auf Schiff und Ladung von den zuständigen Behörden geprüft."
Ein Sprecher des Auswärtiges Amtes ergänzte, Russland nutze den vor Rügen liegenden Tanker, um westliche Sanktionen mit der Schattenflotte zu umgehen. „Das sind oft rostige alte Öltanker.“ Deutschland und die EU arbeiteten an Sanktionen gegen die Schattenflotte, um die Finanzierung des russischen Angriffs auf die Ukraine zu erschweren.
Eva Johanna Onkels
Russland: Greifen weiterhin keine ukrainischen Energieanlagen an
Russland greift nach eigenen Angaben weiterhin keine Energieinfrastruktur in der Ukraine an. Der Befehl von Präsident Wladimir Putin an die russischen Streitkräfte, solche Angriffe vorübergehend einzustellen, bleibe in Kraft, sagt Präsidialamtsprecher Dmitri Peskow. Putin stimmte in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump der Aussetzung solcher Angriffe zu. Die Regierung in Kiew hat Russland vorgeworfen, Putins Befehl werde nicht befolgt. Die russische Regierung bestreitet dies.
Eva Johanna Onkels
Russland wirft Ukraine Sprengung von Gaspumpstation in Kursk vor
Russland wirft der Ukraine vor, eine große Gaspump- und Messstation in der russischen Oblast Kursk nahe der ukrainischen Grenze in die Luft gesprengt zu haben. Es handele sich um einen "Terrorakt", erklärt das russische Ermittlungskomitee, das schwere Verbrechen untersucht. Es sei ein Strafverfahren wegen des Vorfalls eingeleitet worden, bei dem die Anlage nahe der Stadt Sudscha "erheblichen Schaden" erlitten habe. Das ukrainische Militär hat eine Beteiligung an dem Angriff bestritten. Die Anlage, die einst vom Konzern Gazprom für den Gasexport über die Ukraine nach Europa genutzt wurde, liegt in einem Gebiet, das diese Woche nach schweren Kämpfen mit ukrainischen Truppen größtenteils von russischen Streitkräften zurückerobert wurde.
Eva Johanna Onkels
UN verurteilen Leid ukrainischer Kinder durch Russland
Russland hat den UN zufolge Millionen ukrainischen Kindern im Zuge seiner Invasion unvorstellbares Leid zugefügt. „Ihre Rechte wurden in jedem Aspekt des Lebens untergraben, was tiefe Narben sowohl physischer als auch psychischer Art hinterlassen hat“, sagt UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk zu einem neuen UN-Bericht. „In den vier Regionen der Ukraine, die 2022 illegal von der Russischen Föderation annektiert wurden, waren Kinder besonders von Verstößen gegen das internationale Menschenrecht betroffen.“ Dazu gehörten standrechtliche Hinrichtungen, willkürliche Inhaftierungen, konfliktbezogene sexualisierte Gewalt, Folter und Misshandlung. 2022 und 2023 wurden dem Bericht zufolge fünf Jungen und zwei Mädchen standrechtlich hingerichtet. Die vorsätzliche Tötung von Zivilisten sei ein Kriegsverbrechen und ein schwerer Verstoß gegen die Genfer Konventionen. Einige Kinder hätten an militärisch-patriotischen Übungen teilnehmen, die russische Nationalhymne singen und dem russischen Schullehrplan folgen müssen – ein Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht. Die Überstellung von mindestens 200 Kindern innerhalb der von Russland besetzten Gebiete und nach Russland zwischen Februar 2022 und Dezember 2024 könnte Kriegsverbrechen gleichkommen, heißt es in dem Bericht. Die Ukraine bezeichnet die Verschleppung Zehntausender Kinder, die ohne die Zustimmung ihrer Angehörigen oder Erziehungsberechtigten nach Russland oder in von Russland besetzte Gebiete gebracht wurden, als Kriegsverbrechen.
Eva Johanna Onkels
Erneut Explosion in Öllager in südrussischem Krasnodar
In einem Öllager in der südrussischen Oblast Krasnodar ist es erneut zu einer Explosion gekommen. Feuerwehrleute hätten versucht, einen Brand zu löschen, der vor einigen Tagen nach einem ukrainischen Drohnenangriff ausgebrochen sei, teilen die Regionalbehörden auf Telegram mit. „Während des Löschvorgangs kam es aufgrund der Druckentlastung des brennenden Tanks zu einer Explosion von Ölprodukten und zur Freisetzung von brennendem Öl.“ Das Feuer habe sich auf einen weiteren Tank ausgeweitet, und die Brandfläche habe sich auf 10.000 Quadratmeter vergrößert. Das ist mehr als doppelt so viel wie zu Beginn des Brandes gemeldet wurde. Mehr als 450 Feuerwehrleute seien im Einsatz, zwei seien verletzt worden. Das Lager liegt in der Nähe des Dorfes Kawkasskaja an einer Eisenbahnstrecke.
Eva Johanna Onkels
Tschechiens Präsident in Odessa während russischer Angriffe
Der tschechische Präsident Petr Pavel hat sich nach ukrainischen Angaben in Odessa aufgehalten, während die südukrainischen Hafenstadt Ziel russischer Angriffe war. Die russischen Streitkräfte hätten Odessa in der Nacht zu Freitag in mehreren Wellen mit Drohnen angegriffen, teilt der Gouverneur der gleichnamigen Region Odessa, Oleh Kiper, auf Telegram mit. Pavel habe am Donnerstag den Hafen am Schwarzen Meer besucht. „Bezeichnenderweise griff der Feind während unseres Treffens die Region Odessa erneut massiv an“, erklärt Kiper. „Das ist eine weitere Mahnung für die ganze Welt: Der Krieg ist im Gange, und die Ukraine kämpft weiter.“ Kiper veröffentlicht Bilder von Pavel und mehreren Vertretern der Ukraine und fügt hinzu, sie hätten über die Sicherheit des Schwarzen Meeres gesprochen.
Tschechiens Präsident Petr Pavel war beim Angriff auf Odessa ebenfalls in der Stadt. (Archivbild). Imago
Eva Johanna Onkels
Ukraine: Russland greift mit 214 Drohnen an
Russland hat die Ukraine nach deren Angaben in der Nacht zu Freitag mit 214 Drohnen beschossen. 114 Drohnen seien abgefangen und zerstört, teilt die Luftwaffe mit. Weitere 81 seien wegen elektronischer Kriegsführung verloren gegangen. Üblicherweise setzen die ukrainischen Streitkräfte Störsender ein, um Drohnen umzuleiten.
Eva Johanna Onkels
CDU-Außenpolitiker Kiesewetter fordert Überprüfung von Kauf von US-Kampfjets
Angesichts der Unsicherheit über die zukünftige Tragfähigkeit der transatlantischen Beziehungen hat der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter den Kauf von 35 US-Kampfjets vom Typ F35 durch die Bundeswehr infrage gestellt. „Die F35 ist ein System, das wesentlich von den USA kontrolliert wird", sagte er dem Berliner Tagesspiegel (Freitag). Man sei bei den „technischen Wartungen, der kompletten Logistik und den elektronischen Netzwerken auf die USA angewiesen“.
„Ohne die USA funktioniert es nicht" sagte Kiesewetter laut Tagesspiegel weiter. „Insofern haben die USA theoretisch den Hebel, die F-35 für uns und andere nutzlos zu machen.“ Deshalb sollte Deutschland aus seiner Sicht „bestehende Verträge mit den USA überprüfen“. Mindestens sei es jedoch „absolut zwingend, sich bereits jetzt nach Alternativen umzusehen, um für den Fall vorbereitet zu sein, dass die USA die nukleare Teilhabe aufkündigen“, fügte der CDU-Politiker hinzu.
Eva Johanna Onkels
Putins Sicherheitsberater Schoigu in Nordkorea
Der oberste Sicherheitsberater des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Sergej Schoigu, ist in Nordkorea eingetroffen. Dort will er den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un treffen, berichtet die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS ohne weitere Angaben. Die staatlichen Medien Nordkoreas haben nicht über Schoigus Ankunft berichtet. Schoigu, der bis Mai letzten Jahres Verteidigungsminister war, hatte Pjöngjang bereits zuvor besucht, als Nordkorea sich darauf vorbereitete, Truppen für den Krieg Russlands gegen die Ukraine zu entsenden. Nach Angaben amerikanischer und südkoreanischer Regierungsvertreter hat Nordkorea mehr als 10.000 Soldaten und schwere Waffen in die ostrussische Region Kursk entsandt. Weder Russland noch Nordkorea haben dies bestätigt.
Eva Johanna Onkels
Ukraine zeigt Foto eines Feuerballs bei russischer Pipeline in Sudscha
Laut dem ukrainischen Militär hat die Ukraine eine kürzlich geschlossene Gaspump- und Messstation in der westrussischen Region Kursk angegriffen. Auf Telegram zeigte das Militär das Foto eines aufsteigenden Feuerballs mit der Bildunterschrift: "Die Medien berichten über einen erfolgreichen Angriff auf das Gastransportsystem von Sudscha, über das der Feind Gas nach Europa transportiert hat." Weder aus Kiew noch aus Moskau gibt es dazu bisher Stellungnahmen. In inoffiziellen russischen Militärblogs heißt es, man gehe von einem ukrainischen Angriff aus. Die Pipeline sei dabei beschädigt worden.
Eva Johanna Onkels
Moskau: USA sollen die Ukraine „in Schranken weisen“
Moskau fordert die US-Regierung auf, gegen „Verstöße der ukrainischen Regierung“ gegen eine vorgeschlagene 30-tägige beschränkte Feuerpause vorzugehen. Dies berichtet die russische staatliche Nachrichtenagentur Tass. Demnach sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, im staatlichen Fernsehen, die Regierung in Kiew habe mit einem Angriff auf ein Öldepot in Russland den von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagenen Waffenstillstand für Angriffe auf Energieinfrastruktur bereits gebrochen. „Die Frage ist nun, wie wird Washington mit diesem verrückt gewordenen terroristischen Abschaum umgehen? Wie wird man sie in ihre Schranken weisen und sie auf den richtigen Weg bringen?“ Es sei nun an den USA, die den Waffenstillstand vorgeschlagen hätten, die Ukraine wegen dieser Handlungen zu konfrontieren.
Eva Johanna Onkels
Massiver russischer Drohnenangriff auf Odessa
Die südukrainische Hafenstadt Odessa ist Ziel eines massiven russischen Drohnenangriffs geworden. „Odessa brennt, russische Drohnen treffen zivile Objekte der Stadt“, schrieb der Chef des ukrainischen Präsidentenbüros, Andrij Jermak, bei Telegram. Es gebe Verletzte.
Der ukrainische öffentlich-rechtliche Rundfunk hatte zuvor mehr als 15 Explosionen in der Stadt gemeldet. Videos in sozialen Netzwerken zeigten mutmaßliche Einschläge und Brände. In Teilen der Stadt fiel der Strom aus. Die ukrainische Luftwaffe hatte vor dem Anflug russischer Kampfdrohnen vom Schwarzen Meer gewarnt.
Auch die südostukrainische Industriestadt Saporischschja wurde von Drohnen angegriffen. Nach Angaben des staatlichen Rettungsdienstes sind mindestens fünf Menschen verletzt worden, darunter ein Kind. Mehrere Wohngebäude und Autos gerieten demnach in Brand.
In der Hafenstadt Odessa brennen mehrere Gebäude. . Telegram
































