Wie der Familienvater zum eiskalten Killer wurde„Rhein-Ruhr-Ripper” Frank Gust – der Serienmörder, der Deutschland in bittere Angst versetzte 

Vierfacher Frauenmörder zu lebenslanger Haft verurteilt
Frank Gust (Mitte) bespricht sich zu Prozessbeginn mit seinen Anwälten (Archivbild)
dpa, picture-alliance / dpa, DB Geinowski

Er galt als unauffälliger Familienvater.
Doch in den 90er-Jahren tötete Frank Gust vier Frauen und wurde als „Rhein-Ruhr-Ripper” bekannt. Jetzt steht wieder eine bange Frage im Raum.

Frank Gust führt jahrelang ein Doppelleben

Ein Mann sitzt seit mehr als 25 Jahren im Gefängnis. Und trotzdem lässt sein Name viele Menschen in Nordrhein-Westfalen bis heute nicht los. Der Rhein-Ruhr-Ripper Frank Gust ermordete zwischen 1994 und 1998 vier Frauen, 2000 verurteilte ihn das Landgericht Duisburg zu lebenslanger Haft. Eine anschließende Sicherungsverwahrung ordnete das Gericht damals nicht an. Nach außen wirkte Frank Gust lange wie ein normaler Mann. Verheiratet, Vater, unauffällig. Doch hinter dieser Fassade verbarg sich ein Täter, dessen Verbrechen selbst Jahrzehnte später schwer zu fassen sind.

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Laut WDR tötete Gust in den 90er-Jahren vier Frauen und verstümmelte die Leichen. Der Sender berichtet auch, dass Gust bei seiner Verurteilung selbst gesagt haben soll, er sei zu gefährlich für die Allgemeinheit und wolle nie wieder freikommen. Heute sieht er das offenbar anders.

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Die Frage nach einer möglichen Entlassung

Genau deshalb sorgt der Fall wieder für Unruhe. Denn der Rhein-Ruhr-Ripper Frank Gust sitzt zwar lebenslang in Haft, aber ohne angeordnete Sicherungsverwahrung. Grundsätzlich kann bei einer lebenslangen Freiheitsstrafe nach Jahren geprüft werden, ob eine Entlassung auf Bewährung möglich ist.

Die vierteilige True Crime Doku „Der Rhein-Ruhr-Ripper Frank Gust – Das Leben eines Serienmörders” (jetzt hier auf RTL+ streamen) arbeitet den Fall auf. Darin geht es nicht nur um die Mordserie zwischen 1994 und 1998, sondern auch um Gusts Lebensweg und die Frage, wie sich seine Gewaltfantasien entwickeln konnten.

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True Crime Doku blickt in die Psyche des Täters

In der Doku kommen unter anderem Zeitzeugen aus dem nahen Umfeld, Gust selbst in Tonaufnahmen sowie Experten zu Wort. Auch die Zukunft des verurteilten Serienmörders spielt eine Rolle. Denn die Frage bleibt beklemmend: Was passiert mit einem Mann, dessen Taten bis heute Entsetzen auslösen?

RUHR24 fragte bei der Staatsanwaltschaft Duisburg nach. Die Antwort ist deutlich. Eine bedingte Entlassung sei „weiterhin nicht absehbar”, heißt es demnach. Laut dem Bericht gehen psychologische Gutachter und das zuständige Gericht offenbar weiter davon aus, dass Gust eine zu große Gefahr für die Gesellschaft darstellt.

Verwendete Quellen: Ruhr24, WDR