Ticketkontrolle eskaliertDB-Sicherheitsmitarbeiter stürzt bei Rangelei mit Fahrgast aus fahrendem Zug – Lebensgefahr!

Blick einen Bahnsteig und die Gleise im Bahnhof in Landstuhl. Nach dem Angriff auf einen Zugbegleiter bei einer Ticketkontrolle in Rheinland-Pfalz ist der Mann nach Angaben der Deutschen Bahn an seinen Verletzungen gestorben. (zu dpa: «Getöteter Zugbegleiter: Fünf Fakten zum Prozess - und Fragen») +++ dpa-Bildfunk +++
Der Mann wurde rund zwei Kilometer hinter dem späteren Halteort des Zuges gefunden. (Archivbild)
picture alliance/dpa / Patrick von Frankenberg

Wieder Gewalt gegen Bahn-Mitarbeiter!
Ein Mitarbeiter der DB Sicherheit ist am Freitagabend bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung mit einem Fahrgast aus einem fahrenden Zug gestürzt und dabei lebensgefährlich verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich auf der Bahnstrecke zwischen Offenburg und Karlsruhe. Die Kriminalpolizei Karlsruhe hat die Ermittlungen übernommen.

Ticketkontrolle schaukelt sich hoch

Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei kontrollierten Fahrscheinprüfer gegen 19.35 Uhr einen 36-jährigen deutschen Fahrgast. Im Verlauf der Kontrolle soll es zunächst zu einem verbalen Streit gekommen sein, weshalb zwei Mitarbeiter der DB Sicherheit hinzugezogen wurden.

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Den bisherigen Ermittlungen zufolge beleidigte der mutmaßlich alkoholisierte Fahrgast die Sicherheitsmitarbeiter. Anschließend entwickelte sich zwischen dem 36-Jährigen und einem 26 Jahre alten Mitarbeiter der DB Sicherheit eine körperliche Auseinandersetzung. Während des Gerangels stürzten beide Männer zu Boden. Aus bislang ungeklärter Ursache öffnete sich dabei die Tür des fahrenden Zuges. Der 26-jährige Sicherheitsmitarbeiter stürzte auf der Höhe von Ettlingen-Bruchhausen aus dem Zug.

Alarmierte Einsatzkräfte nahmen den Tatverdächtigen noch im Zug vorläufig fest. Zeitgleich begann eine großangelegte Suchaktion entlang der Bahnstrecke. Rund zwei Kilometer hinter dem späteren Halteort des Zuges entdeckten Polizeikräfte den lebensgefährlich verletzten Sicherheitsmitarbeiter im Gleisbereich. Der Mann wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

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Wie schnell der Zug zum Zeitpunkt des Sturzes unterwegs war und weshalb sich die Tür während der Fahrt öffnen konnte, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Auch die genauen Abläufe der Auseinandersetzung werden noch rekonstruiert. Der betroffene Zug wurde für die Spurensicherung beschlagnahmt und aus dem Verkehr gezogen.

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Immer wieder Gewalt gegen Bahn-Mitarbeiter

Der Vorfall reiht sich in eine Serie schwerer Angriffe auf Beschäftigte der Deutschen Bahn ein. Erst Anfang des Jahres war bundesweit der Tod eines Zugbegleiters in Rheinland-Pfalz bekannt geworden, der nach einer Fahrscheinkontrolle von einem Schwarzfahrer tödlich verletzt worden war. Der Täter wurde inzwischen wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilt.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Karlsruhe dauern an. Die Behörden machten zunächst keine Angaben zum aktuellen Gesundheitszustand des verletzten 26-Jährigen.

Verwendete Quellen: bho, dpa