Rente, Krankenkasse , ArbeitslosenversicherungSo krass könnten die Beiträge bald steigen - was das für euer Gehalt bedeutet!
Es kommt dicke!
Rentenversicherung, Krankenkasse, Pflegeversicherung oder Arbeitslosenversicherung – schon heute schmerzt es beim Blick auf die Gehaltsabrechnung, wenn man all die Abzüge so sieht. Eine Studie zeigt nun: Sie werden wohl weiter steigen, und zwar nicht zu knapp! Was das für euer Gehalt bedeutet - im Video!
Beiträge könnten insgesamt um 7,5 Prozent steigen
Bis 2035 könnten die Beiträge der verschiedenen Versicherungszweige insgesamt um 7,5 Punkte auf 48,6 Prozent steigen, wie eine Studie zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Das Berliner IGES-Instituts hatte im Auftrag der DAK-Gesundheit die Beitragsentwicklung der Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung berechnet, wie sie aus heutiger Sicht naheliegend erscheint.
Dazu gingen die Forscher von mittleren Werten bei den bestimmenden Größen für die Beiträge aus - der Geburtenrate, der Lebenserwartung, der Migrationsbewegung und der Lohnentwicklung. Für jeweils günstigere und ungünstigere Entwicklungen stellten sie die Abweichungen bei den Beiträgen dar. DAK-Vorstandschef Andreas Storm fordert die Politik auf, wirksam in die Entwicklung einzugreifen und eine Beitragsexplosion zu verhindern.
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So könnten die Beiträge steigen
Allein in der gesetzlichen Krankenversicherung droht in den nächsten zehn Jahren demnach ein Beitragssprung von 16,3 auf 19,3 Prozent. Der Kassenchef forderte einen Stabilitätspakt für die gesetzliche Krankenversicherung.
Rechnen wir es mal durch: Verdient man 2.500 Euro brutto im Monat, müsste man in zehn Jahren 241,75 Euro monatlich zahlen, heute sind es 203,75 Euro. Aufs Jahr sind das dann 456 Euro mehr. Verdient man monatlich mehr, steigen natürlich auch entsprechend die Kassenbeiträge: Bei 4.000 Euro/Monat kommt man somit auf 386 Euro, im Moment noch 326 Euro. Unterm Strich sind es dann 720 Euro mehr im Jahr!
In der Pflege könnte der Beitragssatz bis 2030 um 0,7 Prozentpunkte steigen.
In der Arbeitslosenversicherung geht der Beitragssatz laut der Studie zunächst von 2,6 Prozent bis 2027 auf 2,5 Prozent zurück. Bis 2035 ist dann mit einem Anstieg auf 3,0 Prozent zu rechnen.
In der gesetzlichen Rentenversicherung ist gemäß der Studie und unter Einberechnung des geplanten Ampel-Rentenpakets mit einem Beitragsanstieg von derzeit 18,6 auf 22,3 Prozent 2035. zu rechnen.
Aber können wir selber auch etwas dagegen tun, um Geld zu sparen, zum Beispiel schon jetzt die Kasse wechseln? Dazu die Einordnung von ntv-Wirtschaftsexperte Ulrich Reitz im Video. (dpa/eku)
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