Verdi fordert Entlastung für BeschäftigteNeue Streiks im öffentlichen Nahverkehr – mehrere Bundesländer betroffen

Schon wieder Stillstand!
Der nächste Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) ist da: In mehreren Bundesländern bleiben am Donnerstag (19. März) die Fahrzeuge in den Depots. Die Gewerkschaft Verdi erhöht so in den Verhandlungen erneut den Druck. Inzwischen laufen die Streiks bereits und sorgen vielerorts für massive Einschränkungen im Berufsverkehr.
Warnstreik im ÖPNV: Diese Bundesländer sind betroffen!
Tatsächlich sind nach aktuellen Angaben inzwischen mindestens sechs Bundesländer betroffen, darunter Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Sachsen-Anhalt und die bayerische Landeshauptstadt München. Dort wird bereits seit Mittwoch gestreikt.
In NRW kommt es bereits am Dienstag zusätzlich zu Donnerstag in den meisten Regionen zu Warnstreiks im ÖPNV. Dazu hatte die Gewerkschaft Verdi in der vergangenen Woche aufgerufen. Am Montag legen zudem Beschäftigte in den Verwaltungen und Kundenzentren die Arbeit nieder. Damit ist es bereits der zweite große Warnstreik in dieser Woche. In Sachsen-Anhalt soll der Ausstand vielerorts sogar noch bis Sonntag andauern.

Wichtig für Pendler: Die Deutsche Bahn sowie S-Bahnen und Regionalzüge anderer Anbieter sind von den Streiks nicht betroffen.
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Es ist bereits der dritte ÖPNV-Warnstreik
Es ist der dritte großflächig koordinierte Arbeitskampf in den laufenden Tarifverhandlungen im ÖPNV, die Verdi parallel in allen Bundesländern führte. In Baden-Württemberg sowie in Schleswig-Holstein gibt es bereits Einigungen. Auch in Hessen wurde inzwischen ein Kompromiss erzielt, hier sollen die Gewerkschaftsmitglieder nun über das Ergebnis abstimmen. Bei den Berliner Verkehrsbetrieben startet unterdessen am Donnerstag die nächste Verhandlungsrunde – auch hier könnte es weiter unruhig bleiben.
„In vielen Ländern stehen wir – im vierten Monat der Tarifrunde – leider immer noch am Anfang”, teilte die Vize-Vorsitzende von Verdi, Christine Behle, mit. „Die Zeiten seien schwierig, heißt es von den Arbeitgebern. Allerdings können wir uns Zögerlichkeit am Verhandlungstisch nicht leisten, es müssen dringend Lösungen her.”
Dieses Mal treffen die Warnstreiks weniger Bundesländer als bei den vorigen Ausständen, bei denen teils über mehrere Tage hinweg der kommunale Nahverkehr nahezu bundesweit zum Erliegen kam. Wie zuletzt dürfte es regional Unterschiede bei Streikdauer und -beginn geben.
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Verhandlungen über bessere Arbeitsbedingungen
In den Tarifverhandlungen mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden und Verkehrsunternehmen geht es in den meisten Bundesländern um bessere Arbeitsbedingungen im Rahmen der sogenannten Manteltarifverträge. Diese regeln etwa Arbeitszeit, Pausenlänge und freie Zeit zwischen den Schichten. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.
Verschont von Arbeitskämpfen blieb bisher vor allem Niedersachsen. Dort gilt bis Ende März eine Friedenspflicht während der nicht gestreikt werden darf. (nlu/dpa)
Verwendete Quellen: DPA
































