Einige Aussagen lassen aufhorchenGina H.s Notruf von Fabians (†8) Leichenfundort – das Protokoll

Jetzt ist klar, was Gina H. als Erstes zur Polizei sagte!
Die 30-Jährige soll den kleinen Fabian aus Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) brutal ermordet haben und steht deshalb aktuell vor dem Landgericht Rostock. Am Freitag (26. Juni) sagte in dem aufsehenerregenden Prozess der Polizist aus, der die Angeklagte als allererster am Telefon hatte. Einige Aussagen aus ihrem Gespräch lassen aufhorchen.
Polizist erinnert sich an sein Telefonat mit Gina H.
Der Polizeihauptkommissar kommt am Mittag, gegen 12 Uhr, in den Zeugenstand. Das berichtet der Stern. Der Mann sagt aus, er sei an diesem 14. Oktober während des Anrufs allein im Wachraum gewesen. Das sei nach 10 Uhr gewesen. Da das Gespräch nicht aufgezeichnet wurde, gibt der Polizist ein Gedächtnisprotokoll wieder.
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„Ich glaube, ich habe ihn gefunden“, soll Gina H. demnach gesagt haben. Der Polizist darauf: „Wen haben Sie gefunden?“ und Gina H. erneut: „Na, den Fabi. Oder was von ihm übrig ist.“ Die Angeklagte habe erzählt, dass sie sich beim Spazierengehen im Wald befinde, sie sei mit den Hunden unterwegs gewesen, die hätten sich losgerissen und wohl die Leiche gewittert. Sie liege in einer Wildschweinkuhle. Das habe die Frau am Telefon so erzählt: „Ich bin mir sicher, dass der Begriff Wildschweinkuhle von Frau H. kam.“
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„Aber hier beim Anruf war nicht dieser Schockzustand”
In der Folge geht es im Gerichtssaal um Details des Anrufs. Der Kommissar schildert: Die Frauenstimme habe sich sehr erregt gemeldet, klang zittrig, befand sich offensichtlich in einer Ausnahmesituation. Geweint habe die Frau nicht, wie der Zeuge laut Stern ergänzt. Sie habe auch nicht unter Schock gestanden. „Aber hier beim Anruf war nicht dieser Schockzustand, sondern eher die Aufregung: Ich hab etwas gefunden.”
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Lüge von Gina H.: Fabians (†8) Leichenfund war kein Zufall!
Am 14. Oktober ruft Gina H. von einem kleinen Tümpel in Klein Upahl aus die Polizei – auf Drängen von Heike M., die mit der Angeklagten verabredet und vor Ort ist. Heike M. ist dabei schon die dritte Person, die die Angeklagte gezielt zur Leiche des Jungen führte. So zufällig, wie Gina H. es am Telefon dem Polizisten im Wachraum erzählte, hatte sich der Tag also nicht abgespielt.
Zuvor hatte Gina H. bereits zwei Männer zu Fabians (†8) Leiche geführt – doch niemand rief die Polizei. Christian D. war der erste, er sagte vor Gericht über den Moment des Leichenfunds am 13. Oktober: „Irgendwie muss sie gewusst haben, wo sie hinwollte.” Olaf K. war der zweite, Stunden später ging er mit Gina H. mit. Er berichtete in seiner Aussage vor Gericht, dass die Angeklagte nach dem Leichenfund gelacht habe.
Anfang November wurde Gina H. festgenommen und muss sich seit dem 27. April vor Gericht verantworten. Sie schweigt weiterhin beharrlich zu den Vorwürfen. Im August könnte sie sich erstmals zu den Vorwürfen äußern. Bis zu einer möglichen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
Verwendete Quellen: Stern


