Schreckliche Details im ProzessZwei Theorien! So soll Fabian (†8) ermordet worden sein

Es ist ein grausames Verbrechen!
Im Prozess um den Mord an Fabian (†8) sagt jetzt ein Sachverständiger aus – und liefert schreckliche Details darüber, wie der kleine Junge aus Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) wahrscheinlich ums Leben kam, wie er seine letzten Sekunden erlebte. Mit seinen schmerzhaften Ausführungen wird es für die Angeklagte Gina H. ein Stück weit brenzliger.
„Eine Tat, bei der unbedingter Tötungswille zum Ausdruck kam“
Der Sachverständige, ein Kriminalhauptkommissar, sagt am Freitag (26. Juni) vor dem Landgericht Rostock aus. Er beantwortet dabei vor allem auch eine drängende Frage: Wie ist Fabian ums Leben gekommen? Das berichtet der Stern.
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Scharfe Gewalt gegen den Brustkorb sei festgestellt worden, insgesamt sechs Stiche, dabei zwei Herzdurchstiche. Nach dem Tod des Jungen kam es noch zu starken Verbrennungen. Das Fazit der Ermittler: „Eine Tat, bei der unbedingter Tötungswille zum Ausdruck kam“. Weil mehr Messerstiche ausgeführt wurden, als zur Tötung notwendig gewesen wären, könne man von Übertötung sprechen.
Fabians Mama, Dorina L., hält die Aussage des Sachverständigen nur sehr schwer aus. Als er zu Beginn seiner Worte ein Bild des kleinen Jungen an die Wand wirft, verlässt sie den Saal. Sie kommt erst rund eine halbe Stunde später zurück.
Zwei Möglichkeiten, wie Fabian (†8) aus Güstrow genau starb
Der Sachverständige berichtet in der Zwischenzeit: Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Fabian genau getötet worden ist. Das hätten die Ermittlungen ergeben.
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Theorie 1: Der Täter oder die Täterin habe von vorn auf Fabian gekniet, dabei womöglich die Arme fixiert und von vorn in den Brustbereich gestochen. Theorie 2: Der Täter oder die Täterin habe Fabian von hinten um den Hals gegriffen und das Messer von oben in den Brustkorb gestochen. So oder so, klar sei: Fabian habe sich nicht gewehrt. Es habe keine Spuren dafür gegeben, dass der Junge wegrennen oder sich schützen wollte.
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Experte spricht von Beziehungstat
Der Sachverständige erklärt weiter: Fabian sei gezielt als Opfer ausgesucht worden. Mit der Fahrt in Richtung Klein Upahl – zum Tümpel, wo Tage später seine Leiche gefunden wurde – habe festgestanden, dass der Junge getötet werden soll. Mit hoher bis sehr hoher Wahrscheinlichkeit habe der Täter oder die Täterin dabei aus einem persönlichen Motiv gehandelt. Der Experte spricht von Hinweisen auf eine Beziehungstat.
So habe es für Fabian einen positiven Anreiz geben müssen, mit dem Täter oder der Täterin das Haus zu verlassen, als er dort am 10. Oktober alleine war und verschwand. Der Sachverständige macht deutlich: Der Junge wäre wohl nur mit einer ihm vertrauten Person mitgegangen. Das trifft auf die Angeklagte Gina H. zu, sie kannte den Jungen seit Jahren, war damals die Ex-Freundin von Fabians Vater, mit dem sie inzwischen wieder zusammen ist.
Auch, dass Fabians Gesicht beim Verbrennen ausgespart wurde, lasse auf eine persönliche Beziehung zwischen Täter oder Täterin und Opfer schließen. Denn das Gesicht sei der menschlichste Teil des Körpers. „Wenn Hemmungen bestanden, diesen Teil anzuzünden und dadurch die Identifizierung weiter zu erschweren”, sei das ein weiteres Indiz für die persönliche Beziehung.
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Die sechs Ermittler hinter den Aussagen zu Fabian (†8)
Der Sachverständige stellte vor Gericht auch das Team vor, das ermittelte und die getroffenen Aussagen vor Gericht herleitete. Drei zertifizierte Analytiker mit langjähriger Erfahrung im Bereich operative Fallanalyse und zwei sogenannte „Advokatus Diaboli” seien dabei gewesen. Letztere sind Menschen, die darauf abgestellt waren, immer gegen das Gefundene zu sprechen und Zweifel anzuführen. Außerdem war ein Psychologe mit an Bord. Zusammen lieferten sie keine eindeutigen Aussagen wie etwa in einem DNA-Gutachten, aber Wahrscheinlichkeitsaussagen.
Verwendete Quellen: Stern


