Nach Anwohner-Mahnwachen Maddie-Verdächtiger Christian B. zieht vom Wald in eine Wohnung

Große Sorge in Kiel!
Christian B., der mehrfach verurteile Sexualstraftäter und Hauptverdächtige im Vermisstenfall Maddie McCann, zieht in eine Wohnung in Kiel. Zuvor hatte er in einem provisorischen Zeltlager im Kieler Stadtteil Wellsee gelebt. Doch Anwohner protestierten dagegen.
Christian B. nimmt Angebot der Stadt an
Seit mehreren Wochen campiert Christian B. in einem Waldstück im Kieler-Stadtteil Wellsee. Anwohner sind seitdem in Sorge um ihre Sicherheit und die ihrer Kinder – und hatten deswegen Mahnwachen gegen das Zeltlager von Christian B. veranstaltet. Jetzt hat die Stadt reagiert.
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Erst vor wenigen Tagen hatte Sozialdezernent Gerwin Stöcken (SPD) das Gespräch mit besorgten Anwohnern gesucht. RTL weiß, dass die Stadt Kiel Christian B. eine feste Unterkunft angeboten hat. Diese hat er inzwischen auch bezogen: „Die Landeshauptstadt Kiel kann bestätigen, dass Christian B. in dieser Woche das städtische Angebot einer neuen Unterkunft innerhalb Kiels angenommen hat und nun nicht mehr in einem Waldstück campiert”, erfährt RTL von einem Sprecher der Stadt.
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Anwohner haben Angst
RTL weiß, die Stadt Kiel hat einige der Mahnwachen-Teilnehmer zu einem Gespräch ins Rathaus eingeladen: „Dabei wurde auch darauf verwiesen, dass Christian B. ständig von der Polizei bewacht wird und eine Fußfessel trägt. Stadtrat Stöcken war dann auch selbst bei einer der Demonstrationen/Mahnwachen vor Ort, um mit den besorgten Bürger*innen zu sprechen”, berichtet ein Sprecher der Stadt.
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Stadt, Polizei und der Rechtsanwalt von B. haben demnach eine gemeinsame Lösung erarbeitet: „Diese Lösung gab es dann auch: den „Umzug“ des Christian B. an eine andere Stelle in Kiel”, teilt ein Sprecher der Stadt mit. Wo genau das ist und ob auch hier die Anwohner Bedenken haben – unklar.
Seit September 2025 ein freier Mann
Nach seiner Haftentlassung im September 2025 wurde Christian B. zunächst in Neumünster untergebracht. Dort habe er sich obdachlos gemeldet, erklärt die Stadt auf eine Nachfrage von RTL. Wegen der Vergewaltigung einer 72 Jahre alten Amerikanerin saß B. zuvor eine siebenjährige Haftstrafe ab. Weiterhin als verdächtig gilt der 49-Jährige aber im Fall der vermissten Maddie.
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Das Mädchen verschwand 2007 aus einer Ferienanlage im portugiesischen Praia da Luz. Dort soll zur Tatzeit auch das Handy von Christian B. eingewählt gewesen sein, so die Auswertung der Handy-Daten. Über seine Anwälte wies B. alle Vorwürfe gegen sich ab.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche
































