Grausame Tat an der SupermarktkasseGeständnis im Messer-Mord: Er hat Julius (†16) im Edeka erstochen!
Jetzt steht der Täter vor Gericht!
Fünf Monate nach der unfassbar grausamen und brutalen Gewalttat in einem Edeka-Supermarkt in Lemgo (NRW), bei der der 16 Jahre alte Schüler Julius starb, beginnt der Mordprozess. Der Angeklagte Tobias M. (33) gesteht – mit deutlichen Worten über seine Tat.
„Sinnlos und barbarisch”: Angeklagter gesteht Tat an Julius (†16)
Der 33-jährige Deutsche sagt am Donnerstag (19. März) vor dem Landgericht Detmold, er habe am Abend des 20. Oktober zweimal auf den Jugendlichen eingestochen. Seine Tat nennt er „sinnlos und barbarisch”. In Richtung der Eltern, die als Nebenkläger anwesend waren, sagt der Angeklagte, es tue ihm sehr leid. „Aber ich kann es nicht mehr rückgängig machen und das ist das Allerschlimmste.”

Wie es im Inneren der Eltern aussehen mag, ist kaum vorstellbar. Beide verfolgen die Verhandlung still, mit gebeugtem Kopf, blicken starr auf die Tischplatte vor ihnen. Der Vater des Getöteten sagte der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Verhandlung: „Ich möchte auf jeden Fall, dass er eingesperrt wird und so eine Tat nie wieder begehen kann.”
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Tobias M. ist vorbestraft – dieses Urteil droht ihm jetzt!
Tobias M. droht eine hohe Strafe, wie auch Gerichtssprecher Wolfram Wormuth im RTL-Interview deutlich macht: „Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Mord vor – Tötung durch Heimtücke.” Das mögliche Strafmaß: bei einer Verurteilung wegen Mordes ist es lebenslang, ansonsten wohl auch bis zu 15 Jahre. Ein Urteil ist spätestens am 14. April geplant.

Zum Opfer sagt Wormuth: „Ein 16-jähriger Junge, der einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort war. Das Ganze ist natürlich extrem tragisch.” Alles sehe danach aus, als sei Julius zufällig zum Opfer geworden. Er und der wegen Diebstählen und Betäubungsmitteldelikten vorbestrafte Tobias M. kennen sich bis zu diesem schicksalhaften Abend nicht. Das genaue Motiv ist unklar.
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Tödliche Messerstiche in Brust und Kopf
Laut Staatsanwaltschaft folgt Tobias M. dem Schüler am Tatabend nach kurzem Kontakt auf dem Parkplatz ins Geschäft, verfolgt ihn dort und sticht zweimal mit einem Küchenmesser auf ihn ein – in die Brust und in den Kopf. Lunge und Herz seien getroffen, die Hauptschlagader durchtrennt worden, heißt es weiter. Der zweite Stich habe unmittelbar zum Tod geführt. Die Messerklinge steckte noch in der Schläfe des Schülers, als ihn Helfer erfolglos reanimieren wollten. Alles aufgenommen von einer Überwachungskamera!
Der Angeklagte berichtet vor Gericht von langer Drogenabhängigkeit und mehreren stationären Aufenthalten wegen psychischer Erkrankungen. Mit 20 Jahren habe sein Vater ihn raus geworfen, er habe mal ein halbes Jahr auf der Straße gelebt. Am Tatabend habe er Amphetamine und in kleiner Menge Alkohol konsumiert. Er habe vor der Tat „massive Wut” gespürt und sei in aggressiver Stimmung gewesen. „Ich habe mich getrieben gefühlt.” Vor allem habe ihm Cannabis gefehlt, gibt der 33-Jährige an. Hätte er Cannabis gehabt, „wäre es wahrscheinlich nicht passiert.”
Auf die ausdrückliche Nachfrage des Richters nach dem Warum schiebt der Angeklagte nach: „Es hat sich wahrscheinlich einfach sehr viel angestaut. Es kamen viel Faktoren zusammen.” Er habe geglaubt, die Drei hätten sich „über meinen Laufstil lustig gemacht”. Daraufhin sei er nach Hause gegangen, habe das Messer geholt, den Dreien aufgelauert und die Tat begangen. Danach habe er auf dem Parkplatz gebrüllt, dass er jemanden getötet habe und auf die Polizei gewartet. (mit dpa)
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, DPA
































