Tot nach Party im WaldEmmas (21) Killer muss nicht ins Gefängnis – ihr Vater ist fassungslos!

Emma wurde mit 107 Messerstichen getötet
Emma starb im Mai 2025 nach einem Rave im Wald bei Laußnitz.
von Bea Jansky, Lea Ortmann, Johanna Grewer und Jan Luhrenberg

„Das ist ein richtiger Tritt ins Gesicht.”
Der Jugendliche, der die 21 Jahre alte Emma bei einem illegalen Rave in Sachsen getötet hat, ist schuldunfähig. Das Landgericht Dresden entscheidet, dass der 16-Jährige unbefristet in einem psychiatrischen Krankenhaus im Maßregelvollzug untergebracht wird. Für Emmas Vater ist das Urteil kaum zu ertragen ...

Urteil im Fall Emma: kein Mord, kein Femizid!

Patrick Drebenstedt ist schon vor dem Urteil am Donnerstag (19. März) klar: „Tatsächlich gibt es da kein zufriedenstellendes Urteil für uns als Eltern.“ Nun ist er trotzdem bitter enttäuscht!

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Das Gericht urteilt: Die Tat sei vorrangig auf eine schwere psychische Erkrankung des Jugendlichen und zudem auf den Konsum von Betäubungsmitteln zurückzuführen. Die Kammer stufte die Tat als Totschlag ein, Mordmerkmale sah sie als nicht erfüllt. Insbesondere habe es sich nicht um einen Femizid gehandelt.

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„Das ist ein richtiger Tritt ins Gesicht”, sagt Emmas Vater in einer Videobotschaft zu RTL. Das Urteil auf Totschlag aufgrund der psychischen Erkrankung und nicht auf Mord verstehen er und die anderen Angehörigen nicht. „Tatsächlich sehen wir das alles ein bisschen anders.”

An Emmas Leiche werden 107 Messerstiche gefunden

Im RTL-Interview erzählt der trauernde Vater Ende Februar, dass der Schmerz über den gewaltsamen Tod der 21-Jährigen in Laußnitz immer noch unerträglich ist. Besonders die Details im Obduktionsbericht verfolgen den Vater. „Wenn man von 107 Messerstichen spricht, ist das nun mal nicht zugestochen und verblutet“, meint er.

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Emma wird im Mai 2025 nach einer Party tot im Wald gefunden. Ihr Körper ist mit Messerstichen übersät. Die 21-Jährige stirbt damals noch am Tatort. „Wir reden hier von 107 Messerstichen. Ein Großteil ist an Armen und Händen, weil Emma sich bis zur letzten Minute verteidigt hat“, erklärt ihr Vater in einem früheren RTL-Interview.

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16-Jähriger sitzt schon seit der Tat in der Psychiatrie

Kurz nach der Tat wird Emmas damaliger Freund festgenommen. Der 16-Jährige soll mit ihr bei dem illegalen Rave im Wald in Ostsachsen gewesen sein. Vor der Tat sollen die beiden erst seit ein paar Wochen zusammen gewesen sein. Der 16-Jährige wird damals in einer Psychiatrie untergebracht – und bleibt dort jetzt! Darum gab es auch keinen regulären Strafprozess gegen den Teenager, sondern ein Sicherungsverfahren vor der Jugendkammer des Landgerichts Dresden.

Trauer um Emma
Freunde und Familie trauern um Emma, die gerade einmal 21 Jahre alt wurde. 
Privat

Was genau damals zu der Bluttat geführt hat, ist bis heute unklar. Der 16-Jährige schweigt zu den Vorwürfen und weil das Sicherungsverfahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, dringen nur wenige Details an die Öffentlichkeit.

Im Video: Familie trauert um Valeria (23)

Familie verbringt Emmas Geburtstag an ihrem Grab

Emmas Familie muss jetzt mit all den Fragen leben, die nie beantwortet werden können. Im Februar wäre die junge Frau 22 Jahre geworden. „Wir haben uns getroffen bei uns in Magdeburg am Grab mit Freunden von Emma und haben da den Tag verbracht“, erzählt ihr Vater. „Das ist schon hart.“ (mit dpa)

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, DPA