Kouri Richins soll ihren Ehemann vergiftet habenKinderbuchautorin unter Mordverdacht – Gericht fällt Urteil!

von Lukas Wolf, Annabelle Strecker und Jan Luhrenberg

Sie ist schuldig!
Der Prozess um Witwe Kouri Richins (35) schockt die USA und die ganze Welt: Die Mutter von drei Kindern soll ihren Mann Eric mit einem perfiden Plan getötet haben – und hat dann ein Kinderbuch über ihre Trauer geschrieben. Doch die Jury lässt sich davon nicht blenden ...

Das Motiv für den Mord an ihrem Mann: Geld!

Kouri Richins wird am Dienstag (17. März) nach drei Stunden Beratung für schuldig befunden – unter anderem wegen Mordes mit besonderer Schwere der Schuld und auch wegen versuchten Mordes. Hintergrund: Schon einige Wochen vor dem Tod ihres Mannes im Jahr 2022 soll sie am Valentinstag versucht haben, ihn mit einem vergifteten Sandwich zu töten.

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Am 4. März 2022 mischte sie dann eine fünffache tödliche Dosis Fentanyl in den Moscow Mule-Cocktail ihres Ehemanns Eric – davon ist die Jury überzeugt. Vor Gericht kamen in dem aufsehenerregenden Prozess jetzt alle schockierenden Einzelheiten ans Licht.

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Das Motiv: Geld! Die auf den Hausverkauf spezialisierte Immobilienmaklerin war laut Staatsanwaltschaft hoch verschuldet. Von bis zu 4,5 Millionen Dollar ist die Rede, also umgerechnet rund 3,9 Millionen Euro. Richins, unglücklich in ihrer Ehe, wollte nach dem Tod ihres Mannes dessen Millionen-Vermögen erben und Geld aus Lebensversicherungen erhalten, die sie ohne das Wissen ihres Gatten abgeschlossen hatte. Dann wollte sie sich ein neues Leben mit ihrer heimlichen Affäre aufbauen.

Kouri Richins beim Prozess vor Gericht. Sie soll ihren eigenen Ehemann vergiftet haben.
Kouri Richins beim Prozess vor Gericht
AP Photo/Rick Bowmer

Diese Online-Suchanfragen überführten Kouri Richins

Richins wurde nach dem Tod ihres Mannes Kinderbuchautorin, trauerte öffentlich um den Vater ihrer drei Söhne, tingelte durch TV-Shows. Keiner ahnte, dass sie selbst es war, die ihren Mann umgebracht hat. Doch die Ermittler kamen ihr auf die Schliche.

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Mehr als 40 Zeugen sagten aus und zeichneten ein genaues Bild der Angeklagten und ihrer Lage. Und die Ermittler konnten Dutzende Online-Suchanfragen wiederherstellen – zum Beispiel zum Fernlöschen von Handydaten, zur Wiederherstellung gelöschter Nachrichten, zu Frauengefängnissen in Utah und zu Lebensversicherungszahlungen. Zu den Suchanfragen gehörte auch: „Was ist eine tödliche Dosis Fetanyl?“.

„Sie hatte weder das Geld, um Eric zu verlassen, noch um ihr Unternehmen zu retten“, sagte Staatsanwalt Brad Bloodworth in seinem Schlussplädoyer. Die Angeklagte wollte den Schein ihres Erfolgs und Wohlstands aufrechterhalten. „Kouri Richins ist eine extrem ehrgeizige Person. Sie geht Risiken ein. Es gab einen Ausweg – Eric musste sterben.“

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Kouri Richins droht lebenslange Haft ohne Bewährung

Richins erklärte sich in allen Anklagepunkten für nicht schuldig. Sie muss nun aber nach dem Schuldspruch mit bis zu 25 Jahren Gefängnis rechnen – ihr droht sogar die Höchststrafe: eine lebenslange Haftstrafe ohne Bewährung. Die Verkündung des Urteils und des Strafmaßes ist für den 13. Mai angesetzt, den Tag, an dem ihr Ehemann 44 Jahre alt geworden wäre.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, CNN, New York Post