Tatvorwurf: versuchter TotschlagTritte gegen wehrlose Opfer – Prozessauftakt gegen „Knappi-Gang“
Brutale Tritte gegen wehrlose Opfer - das wurde der sogenannten „Knappi-Gang“ beim Prozessauftakt vor dem Landgericht Dortmund am Montag (11.05.) vorgeworfen. Sieben Jugendliche waren unter anderem wegen versuchten Totschlags angeklagt. Das SEK hatte sie im Dezember festgenommen - einen 17-Jährigen sogar in seinem Kinderzimmer.
Alle unter 21 Jahren
Selbst als ihre Opfer schon am Boden lagen, sollen sie weiter auf sie eingeprügelt haben. Angeklagt ist eine Gruppe von Jugendlichen - alle zwischen 15 und 20 Jahren. Sie nennen sich „Knappi-Gang“ - angelehnt an das Knappschaftskrankenhaus in ihrer Wohngegend. Fünf von ihnen wird versuchter Totschlag vorgeworfen.
Schlägerei in der Nacht
Im August vergangenen Jahres zogen die vier Deutschen, der Eritreer, der Afghane und der Syrer nachts durch Dortmund. Als sie eine andere Gruppe offenbar nach einer Zigarette fragten, eskalierte die Situation. Die mutmaßlichen Täter prügelten wohl auf ihre fünf Opfer ein und griffen sie mit Pfefferspray an. Sie erlitten Hämatome und Prellungen im Kopf- und Körperbereich.
SEK-Einsatz im Kinderzimmer
Im Dezember vergangenen Jahres kam es zu Festnahmen. Das SEK griff in Dortmund zu. Durch ein Internetvideo wurde die Polizei damals auf die „Knappi-Gang“ aufmerksam. Einige der sieben Angeklagten waren wohl auch nach der Tat im August weiterhin gewalttätig. Sollten die Angeklagten wegen versuchten Totschlags verurteilt werden, müssen sie mit Jugendstrafen von bis zu zehn Jahren rechnen. Ein Urteil soll im Juli fallen.

































