Spezialkräfte nehmen Jugendlichen fest!17-Jähriger soll Bombenanschlag in Hamburg geplant haben

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen mehr als 130 Verdächtige wegen des Betrugs bei Corona-Hilfen. (Symbolbild)
Der Verdächtige sitzt auf Antrag der Staatsanwaltschaft nun in U-Haft (Archivbild).
Christian Charisius/dpa

Er hatte schon mögliche Ziele im Blick!
Wegen der mutmaßlichen Vorbereitung eines Sprengstoffanschlags haben Spezialkräfte der Polizei in Hamburg einen 17-Jährigen festgenommen. Der Jugendliche habe Ziele wie ein Einkaufszentrum oder eine Polizeiwache im Visier gehabt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft der Hansestadt am Montagnachmittag (11. Mai) mit.

Staatsanwaltschaft: Syrischer Jugendlicher plante „Ungläubige” zu töten

Zu dem Anschlagsplan inspiriert wurde der Jugendliche demnach durch die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat. „Der Beschuldigte wurde festgenommen von Spezialkräften der Polizei Hamburg und im Rahmen der Durchsuchung wurden Komponenten gefunden, Materialien gefunden, die durchaus für die Anschlagspläne, die der Beschuldigte gehabt haben soll, geeignet sind“, erklärt Melina Traumann von der Staatsanwaltschaft Hamburg im Gespräch mit RTL.

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Demnach beschaffte sich der bereits am Donnerstag (7. Mai) festgenommene Verdächtige unter anderem Dünger zur Vorbereitung. Als Alternative zu einem Bombenanschlag zog er demnach den Einsatz von Molotowcocktails als Brandsatz sowie eine Tatausführung mit einem Messer in Erwägung. Neben Universaldünger wurden bei einer Durchsuchung bei ihm laut Ermittlern auch flüssiger Grillanzünder, ein Messer und eine Sturmhaube gefunden.

Der Verdächtige ist laut Staatsanwaltschaft Syrer. Er soll geplant haben, eine unbestimmte Anzahl „Ungläubiger” in einem Einkaufszentrum, einer Bar oder einer Polizeiwache in Hamburg zu töten.

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Spezialkräfte nahmen den 17-Jährigen fest

Bei der Festnahme fanden die Beamten auch die verschiedenen Gegenstände und stellten sie sicher. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, seien Ermittlungen des Bundesnachrichtendienstes, des Verfassungsschutzes sowie unter anderem des Bundeskriminalamts ausschlaggebend für die Festnahme gewesen. Der 17-Jährige sitzt jetzt bis auf Weiteres in Untersuchungshaft.

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Bereits zuvor hatte die Generalstaatsanwaltschaft eine psychiatrische Begutachtung des Jugendlichen veranlasst. In einem weiteren Verfahren ermittelte die Staatsanwaltschaft unter anderem wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Vereinsgesetz. So soll der Beschuldigte Symbole des Islamischen Staates online gepostet haben. (anr)

Verwendete Quellen: Generalstaatsanwaltschaft Hamburg, AFP