Verdacht auf AmtsmissbrauchAn seinem Geburtstag! Andrew Mountbatten-Windsor festgenommen

An seinem 66. Geburtstag klicken die Handschellen!
Andrew Mountbatten-Windsor wurde laut der BBC wegen Verdachts auf Amtsmissbrauch im Zusammenhang mit dem Epstein-Skandal festgenommen. Er befinde sich in Polizeigewahrsam, bestätigt ein Sprecher dem britischen Rundfunk.

Ex-Prinz Andrew wegen Epstein-Skandal festgenommen

Die britische Polizei hat den früheren Prinzen Andrew in Zusammenhang mit dessen Verbindung zu Sexualstraftäter Jeffrey Epstein festgenommen. Andrew wird vorgeworfen, in seiner einstigen Rolle als Handelsbeauftragter vertrauliche Dokumente an Epstein weitergeleitet zu haben. Der 66-Jährige hat sich dazu bislang nicht geäußert.

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Zuvor verlor der Brite bereits seine gesellschaftliche Stellung und seine Privilegien. Er musste 2019 von allen royalen Pflichten zurücktreten. Im Oktober entzog ihm König Charles den Prinzentitel, in der vergangenen Woche musste er sein Anwesen Royal Lodge in Windsor räumen.

Justice Department Jeffrey Epstein
Andrew Mountbatten-Windsor wurde festgenommen. (Archivbild)
AG, AP, Kirsty Wigglesworth

In den jüngst veröffentlichten Epstein-Akten entdeckten britische Medien E-Mails, die nahelegen, dass Andrew Berichte offizieller Besuche in Hongkong, Vietnam und Singapur an den Sexualstraftäter weiterleitete. Als Handelsgesandter unterlag Andrew dem Official Secrets Act – dem britischen Gesetz zum Schutz von Staatsgeheimnissen. Bei einer Verurteilung wegen Amtsmissbrauchs droht im Höchstfall eine lebenslange Freiheitsstrafe. Die polizeilichen Ermittlungen bedeuten nicht automatisch, dass er sich strafbar gemacht hat.

Zudem warf ihm Epstein-Opfer Virginia Giuffre vor, sie mehrmals missbraucht zu haben – auch, als sie noch minderjährig war, was Andrew stets abstritt.

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Festnahme an Andrews Geburtstag

Eigentlich wollte der Bruder von König Charles seinen Geburtstag auf einem royalen Landsitz in Norfolk genießen, doch laut britischer Medien tauchen um kurz nach 8 Uhr morgens sechs zivile Fahrzeuge der Polizei auf. Die Beamten durchsuchen das Anwesen – und nehmen das Geburtstagskind in Gewahrsam.

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König Charles kündigte Unterstützung der Polizei an

Die Vorwürfe hatten das Königshaus erneut schwer getroffen. König Charles kündigte an, die Polizei bei etwaigen Ermittlungen gegen seinen jüngeren Bruder zu unterstützen. Der König habe seine tiefe Besorgnis über die Vorwürfe hinsichtlich des Verhaltens seines Bruders bereits durch Worte und ein beispielloses Vorgehen deutlich gemacht, sagte ein Sprecher des Palastes vergangene Woche einer Mitteilung zufolge.

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Er hatte hinzugefügt: „Die konkreten Vorwürfe sind von Herrn Mountbatten-Windsor zu klären. Sollte sich die Thames Valley Police an uns wenden, stehen wir bereit, sie zu unterstützen, wie es sich gehört.” Die Gedanken und Sympathien des Königspaars seien stets bei den Opfern jeglichen Missbrauchs, hieß es in der Mitteilung.

Verwendete Quellen: BBC, DailyMail, dpa, reuters, spoton-news