Prozessbeginn in DüsseldorfFrau soll ihren Ehemann gefangen gehalten und misshandelt haben

Landgericht Mannheim
Fünf Verhandlungstage hat das Landgericht in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt angesetzt (Symbolbild)
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Mit Hammer und Kabelbindern!
Eine 32-jährige Frau soll mit einem Komplizen ihren Ehemann schwer misshandelt und gefangen gehalten haben. Vom kommenden Mittwoch an sitzt sie am Düsseldorfer Landgericht auf der Anklagebank. Ihr werden von der Staatsanwaltschaft gefährliche Körperverletzung, erpresserischer Menschenraub und schwerer Raub vorgeworfen, wie das Gericht mitteilte.

Unter Vorwand in Wohnung gelockt

Den Ermittlungen zufolge soll sie ihren Ehemann unter einem Vorwand in eine Düsseldorfer Wohnung gelockt und ihm dort von hinten einen Hammer auf den Kopf geschlagen haben. Der Komplize soll das Opfer mehrfach mit den Fäusten ins Gesicht geschlagen und ihm ein Knie ins Gesicht gestoßen haben. Währenddessen habe die Angeklagte die Wohnungstür verschlossen, um eine Flucht zu verhindern.

Anschließend soll das Duo den Ehemann mit Kabelbindern und einem Gurt gefesselt und ihm Bargeld sowie persönliche Dokumente abgenommen haben. Aus dem Portemonnaie seien nach Angaben der Ermittler 2.000 Euro entnommen worden. Zudem habe die Angeklagte aus dem Auto des Mannes eine Aktentasche mit rund 30.000 Euro Bargeld sowie Fahrzeugschlüssel und -papiere an sich genommen.

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Mann rettet sich selbst aus Misshandlungs-Szenario

Der Ehemann sei danach in einen abgedunkelten Raum gebracht und an Steinsäcke gefesselt worden. Der Komplize seiner Frau habe ihm angekündigt, dass er den nächsten Tag nicht überleben werde. Am folgenden Mittag habe der Bewacher aber die Wohnung kurzzeitig verlassen. In dieser Zeit habe sich der Mann befreien und in einen nahegelegenen Friseursalon retten können.

Das Landgericht hat für den Prozess fünf Verhandlungstage angesetzt. (dpa/lha)

Verwendete Quellen: dpa