Mehr Schutz für Gastronomen und GästeEs wurde zu viel! Dortmund verbietet Betteln vor Cafés

Rund um die Kleppingstraße in der Dortmunder Innenstadt ist Betteln in Cafés jetzt verboten
Rund um die Kleppingstraße in der Dortmunder Innenstadt ist Betteln in Cafés jetzt verboten (Archivbild)
picture-alliance / dpa | Bernd Thissen

Ab August gilt die Fünf-Meter-Regel!
Nur noch wenige Tage, dann gelten in Dortmund strengere Regeln für Bettler. Im Umkreis von fünf Metern rund um die Außengastronomie ist Betteln künftig verboten. Die Stadt reagiert damit auf Beschwerden von Gästen und Gastronomen.

Fünf Meter Abstand zu Cafés und Restaurants

Wer in der Dortmunder Innenstadt künftig vor einem Café oder Restaurant um Geld bittet, muss Abstand halten. Der Rat der Stadt hat beschlossen, dass Betteln im Umkreis von fünf Metern rund um die Außengastronomie ab August verboten ist. Betroffen sind unter anderem stark frequentierte Bereiche wie der Alte Markt oder die Kleppingstraße. Zunächst gilt die Regelung für ein Jahr.

Hintergrund sind zahlreiche Beschwerden aus der Gastronomie. Gäste sollen ihr Essen oder Getränke im Freien genießen können, ohne dabei angesprochen oder um Geld gebeten zu werden. Der Kommunale Ordnungsdienst soll die Einhaltung der neuen Regel kontrollieren. Verstöße gelten künftig als Ordnungswidrigkeit. Wer dagegen still außerhalb der Fünf-Meter-Zone bettelt, darf dies weiterhin tun. Nach zwölf Monaten will die Stadt prüfen, ob sich die Regel bewährt hat.

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Andere Städte gehen ähnlich vor

Mit dem neuen Bettelverbot steht Dortmund nicht allein da. Auch Düren untersagt das Betteln im Umkreis von fünf Metern rund um die Außengastronomie. Bremen geht noch weiter und verbietet unter anderem aggressives Betteln, das Betteln mit Kindern sowie aktives Betteln in Außenbereichen von Gaststätten. Köln untersagt neben dem aggressiven Betteln die Beteiligung von Kindern. Auch in den Fahrzeugen und an Haltestellen der KVB (Kölner Verkehrsbetriebe) gilt laut Hausordnung ein Verbot.

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In München ist stilles Betteln grundsätzlich erlaubt – allerdings nicht in der Fußgängerzone der Altstadt oder auf dem Oktoberfest. Hamburg sowie weitere Städte in Nordrhein-Westfalen wie Essen und Münster gehen vor allem gegen aggressives Betteln vor. Außerdem ist Betteln in den Verkehrsmitteln des Hamburger Verkehrsverbunds untersagt.

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Der Beschluss sorgt allerdings auch für Kritik. Gegner bezweifeln, dass sich das Verbot rechtlich und praktisch überhaupt konsequent durchsetzen lässt. Außerdem stellen sie die Frage, ob damit tatsächlich ein Problem gelöst wird – oder ob sich die betroffenen Menschen am Ende lediglich ein paar Meter entfernt aufstellen.

Verwendete Quellen: Stadt Dortmund, Instagram/dortmund_de