Mann bedrängt Joggerin: „Kann ich zugucken?“: Celines Video sorgt für Empörung
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Ein Mann spricht Celine auf der Straße immer wieder an, macht ihr Komplimente und kündigt an, sie weiter beobachten zu wollen. Ihr Video löst eine Debatte über Grenzen, Belästigung und die Frage aus, wie Betroffene reagieren können
Hallo.
Kann ich ein bisschen zugucken? Nicht die Nummern tauschen.
Ich glaube, ich bin ein bisschen zu jung.
Wunderbar. Gefällt mir das Alter? Ja.
Er macht Komplimente und versucht immer wieder, das Gespräch am Laufen zu halten.
Ich sehe die Blüte erblühen, die gerade, die Rose, die gerade ihre Blätter geöffnet hat und wo sich nicht mal die Hummeln rantrauen.
Kündigt sogar an, sie zukünftig beobachten zu wollen. Celine stellt das Video online. Die Reaktionen sind eindeutig, und auch die Menschen auf Münchens Straßen reagieren ähnlich.
Ich, ich bin 76, versuche mich in diese Sache hineinzuversetzen. Also ich finde schon, dass der da baggert, und das ist, finde ich, übertrieben.
Einfach nur ekelhaft. Ich finde, die Dame hat viel zu freundlich reagiert. Aber ich denke, das ist wahrscheinlich auch der Überraschungsmoment.
Und genau das kann ein Problem sein: freundlich bleiben, um einen Konflikt zu vermeiden.
Aber persönliche Auskunft und sich auf ein Gespräch einlassen – ich würde eher davon abraten, das zu tun, weil das ja dann auch missgedeutet wird von so jemandem, dass da eine Gesprächsbereitschaft da ist.
Also nicht erklären, nicht rechtfertigen und vor allem keine persönlichen Informationen herausgeben. Celines Opa hat dazu eine klare Meinung.
Was machen wir mit so Typen?
Einsperren.
Doch so unangenehm die Situation auch ist: Eine Straftat liegt nach Einschätzung der Polizei hier noch nicht vor. Erst eine Steigerung wie zum Beispiel Beleidigung, Bedrohung oder Nachstellung könnte Celine zur Anzeige bringen.
Es ist, denke ich, auch nicht wichtig, ob eine Straftat passiert ist oder nicht, sondern es ist wichtig, dass man sich wohlfühlt.
Wer sich bedroht oder bedrängt fühlt, sollte sich deshalb Hilfe holen – bei Passanten oder direkt bei der Polizei.
Wenn sich jemand unwohl fühlt, einfach die 110 oder jede Dienststelle anrufen, uns verständigen, und wir kommen dann zur Hilfe und bewerten das Ganze auch.
Celines Video hat offenbar nicht bei allen die gewünschte Botschaft erreicht.
Ich habe 600 private Messages von irgendwelchen ekligen Dullis, Männern, die das Ganze jetzt genutzt haben, um mich damit anzuschreiben.
Umso wichtiger: Freundlich sein ist keine Pflicht – online so wie im echten Leben.
