Nachdem ein Tier ausgebrochen istSächsische Behörden greifen durch! Tiger-Queen muss sechs Tiere abgeben

Carmen Zander mit einem ihrer Tiger.
Carmen Zander mit einem ihrer Tiger.
RTL

Der Einsatz läuft bereits.
Für Carmen Zander beginnt ein Tag, der alles verändert. Nach RTL-Informationen greifen die Behörden jetzt durch und nehmen der selbst ernannten „Tiger-Queen“ sechs ihrer acht Großkatzen weg. Während die Tiere in Sicherheit gebracht werden sollen, läuft der Einsatz unter strengen Auflagen.

Für sechs Tiger endet heute ihr Leben bei Carmen Zander

Schwertransporter, Einsatzkräfte und jede Menge Spannung auf dem Gelände der „Tiger-Queen“. Seit heute Mittag läuft nach RTL-Informationen die Beschlagnahmung von sechs der insgesamt acht Tiger von Carmen Zander. Die Tiere sollen an eine Tierschutzorganisation übergeben werden. Die Behörden wollen außerdem verhindern, dass die Halterin während des Einsatzes vor Ort ist. Ziel ist offenbar, die Aktion ohne Störungen durchführen zu können.

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Mit der Maßnahme ziehen die Behörden nun Konsequenzen aus den Ereignissen der vergangenen Monate. Wohin die Tiere genau gebracht werden, ist bislang nicht bekannt. Das Landratsamt hatte die Dompteurin aufgefordert, die Haltungsbedingungen für die Tiger zu verbessern. Dafür galt eine Frist, die jetzt abgelaufen ist. Welche Maßnahmen die Behörden genau in der Anlage ergriffen, werde nach Abschluss des Einsatzes mitgeteilt, so Thomas Seidler, Sprecher des zuständigen Landratsamtes Nordsachsen.

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Die Behörden verlangen von der Halterin, die Vorgaben eines sogenannten Säugetiergutachtens zu erfüllen. Demnach muss für ein bis zwei Tiger ein Außengehege von mindestens 200 Quadratmetern Fläche zur Verfügung stehen, für jedes weitere ausgewachsene Tier müssen es je 100 Quadratmeter mehr sein. Nach dem Abschuss des Tigers lebten in der Anlage nach Behördenangaben noch acht Tiere.

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Was ist bisher passiert?

Deutschlandweit bekannt wurde Carmen Zander im vergangenen Monat, nachdem auf ihrem Gelände in Leipzig ein Tiger ausgebrochen war. Das Tier konnte von der Polizei erschossen werden, kurz darauf wurde jedoch bekannt, dass ein Mitarbeiter bei dem Vorfall schwer verletzt worden war.

Im Gespräch mit RTL verteidigte sich die selbst ernannte „Tiger-Queen“ damals gegen die massive Kritik. „Ich bin kein Dummchen“, sagte sie und wies Vorwürfe zurück, verantwortungslos mit ihren Tieren umzugehen.

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Nun folgt offenbar der bislang schwerwiegendste Einschnitt für die 52-jährige Tigerhalterin. Die Besitzerin hatte sich gegen die Auflagen der Behörden gewehrt. Das Landratsamt hatte eine Wegnahme von Tieren als Option genannt, um den Tierbestand den aktuell zur Verfügung stehenden Flächen anzupassen. Diese Vorgabe soll mit der Beschlagnahmung von sechs Tieren erfüllt sein. Wie es für die beiden verbliebenen Raubkatzen weitergeht, ist aktuell unklar.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, dpa