EU-Spitze in ErklärungsnotFlug für 200-Kilometer-Strecke! Ärger für Ursula von der Leyen

Gelten für sie eigene Regeln?
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (66) ist für einen Festakt mit einem gecharterten Flugzeug von Brüssel nach Luxemburg gereist – obwohl die Strecke mit dem Auto nur gut 200 Kilometer lang ist. Dabei sieht es der Verhaltenskodex eigentlich anders vor.
Verhaltenskodex: Privatflugzeuge nur in Ausnahmefällen!
In einem Verhaltenskodex für Kommissionsmitglieder steht: Privatflugzeuge sollen nur in Ausnahmefällen genutzt werden – dabei geht es auch um den sparsamen Umgang mit Haushaltsgeldern. Fliegen ist aber eben auch die bei weitem klimaschädlichste Art zu reisen.
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Dem zum Trotz flog von der Leyen nach dem Antrittsbesuch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Brüssel am Freitag nach Luxemburg zum Europatag – gemeinsam mit Ratspräsident António Costa und Parlamentspräsidentin Roberta Metsola. Zuvor hatte das Luxemburger Wort berichtet. Demnach sind von der Leyen und Costa nach dem Termin auch mit dem gecharterten Flugzeug wieder zurück nach Brüssel gereist.

Eine Sprecherin der EU-Kommission sagte, wegen des engen Terminplans sei ein gecharterter Flug „die einzige Reiseoption” gewesen, die eine Teilnahme am Europatag ermöglicht habe.
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EU-Sprecherin rechtfertigt Flug mit „außergewöhnlicher” Terminfolge
Am Freitagmittag hielten die drei EU-Spitzenvertreter zunächst Gespräche mit dem Bundeskanzler ab. In Luxemburg nahmen sie auf Einladung des Premierministers Luc Frieden an einer Feier zum 75. Jahrestag der Schuman-Erklärung teil, die mit dem Vorschlag der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) die Grundlage für die EU legte. Die dichte Terminfolge sei „außergewöhnlich” und der Flug damit gerechtfertigt gewesen, sagte die Sprecherin weiter.
Auf dem Landweg würde eine Autofahrt von Brüssel nach Luxemburg rund zweieinhalb Stunden dauern. Wie lange der Flug mitsamt den Fahrtwegen zu den Flughäfen dauerte und ob die EU-Vertreter dabei Zeit einsparen konnten, beantwortete die Sprecherin nicht. Es sei offensichtlich, dass der Flug „deutlich schneller” als die Fahrt mit dem Auto sei, sagte sie. (nlu/dpa)
































