Stiftung Warentest prüftFünf Kinder-Sonnencremes fallen durch – günstige Produkte überzeugen

Gut eincremen: Ein neuer Vergleich von "Öko-Test" liefert erfreuliche Ergebnisse. Kindersonnencremes sind frei von bedenklichen Inhaltsstoffen.
Kinder-Sonnencreme im Test: Welche Produkte schützen zuverlässig? Stiftung Warentest findet deutliche Unterschiede beim UV-Schutz.
Florian Schuh

Gute Nachrichten für Eltern vor dem Sommerurlaub!
Die meisten getesteten Kinder-Sonnencremes schützen zuverlässig vor UV-Strahlen. Doch ausgerechnet einige Produkte patzen beim wichtigsten Kriterium. Fünf Sonnencremes kassieren sogar die Note „Mangelhaft“.

Kinder-Sonnencreme muss nicht teuer sein!

Sommer, Sonne, Sonnenschutz! Wer Kinderhaut vor schädlicher UV-Strahlung schützen will, kann laut Stiftung Warentest in vielen Fällen beruhigt zugreifen. Die Mehrheit der getesteten Produkte überzeugt mit sehr guten Ergebnissen. Besonders erfreulich: Die besten Kinder-Sonnencremes gehören nicht zu den teuersten.

Wie die Stiftung Warentest mitteilt, kosten die Testsieger weniger als drei Euro pro 100 Milliliter und sind in Supermärkten, Discountern und Drogerien erhältlich.

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Die Tops unter den Sonnenschutzmitteln

  • Cien Sun Kids Sonnenspray (Lidl, 2,60 Euro pro 100ml)

  • Tabaluga Sonnenspray für Kinder sensitiv (2,54 Euro pro 100ml)

  • Babylove Sonnencreme Ulrtra Sensitive (dm, 5,27 Euro pro 100ml)

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Fünf Produkte rasseln durch den Test

Ganz ohne Kritik kommt die Untersuchung allerdings nicht aus. Von insgesamt 23 getesteten Sonnenschutzmitteln für Kinder erhalten gleich fünf Produkte die Gesamtnote „Mangelhaft“. Darunter auch die Bübchen Sonnenlotion sensitiv (6,95 Euro pro 100ml) und die teuerste Creme im Test Eco Cosmetics Baby & Kids Sonnencreme (39,98 pro 100ml).

Der Grund ist gravierend. Nach Angaben der Tester hielten diese Produkte den angegebenen Lichtschutzfaktor nicht ein oder boten keinen ausreichenden Schutz vor UVA-Strahlen. Gerade bei Kindern sei das ein ernstes Problem.

„Kinderhaut ist besonders dünn und kaum in der Lage, sich selbst vor der Sonne zu schützen – da darf man beim Sonnenschutz keine Kompromisse eingehen“, erklärt Testleiter Tim Quinders.

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Für den Vergleich nahm die Stiftung Cremes, Lotionen, Sprays und Roll-ons mit Lichtschutzfaktor 30, 50 oder 50+ unter die Lupe. Darunter befanden sich sowohl Naturkosmetik-Produkte als auch klassische Marken aus dem Drogeriemarkt.

Ernüchterndes Ergebnis beim Umweltschutz

Erstmals floss auch die Umweltverträglichkeit in die Bewertung ein. Das Fazit der Warentester fällt deutlich aus. Fast alle untersuchten Produkte enthalten Stoffe, die biologisch schwer oder gar nicht abbaubar sind. Gelangen sie beim Baden ins Wasser, können sie ungefiltert in Seen und Meere gelangen.

Lediglich drei zertifizierte Naturkosmetik-Produkte kamen ohne solche umweltkritischen Inhaltsstoffe aus. Allerdings konnten diese Sonnencremes in anderen Testbereichen nicht vollständig überzeugen.

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Kritischer Weichmacher entdeckt

Zusätzlich stießen die Experten in drei Produkten auf einen Weichmacher, der als fortpflanzungsgefährdend gilt.

Eine akute Gesundheitsgefahr bestehe laut Stiftung Warentest zwar nicht, weil die gemessenen Mengen gering seien. Trotzdem fordern die Tester die betroffenen Hersteller auf, ihre Rohstoffe künftig strenger zu kontrollieren.

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Für Eltern bleibt damit vor allem eine Erkenntnis: Ein hoher Preis ist kein Garant für guten Sonnenschutz. Wer genau hinschaut, findet laut Stiftung Warentest bereits für wenig Geld Produkte, die Kinderhaut zuverlässig schützen. (jve mit afp)

Verwendete Quellen: afp, Stiftung Warentest