Unglaubliche Erfolgsgeschichte aus dem RuhrgebietVom Schulabbrecher zum Spitzenkoch! Wie Pierre Beckerling die Gourmetwelt eroberte
Fettige Pfannen, Stress am Herd, wenig Schlaf!
Für viele ist die Gastronomie ein harter Job. Für Pierre Beckerling (39) wurde sie zur Bühne seines Lebens. Der Dortmunder Küchenchef hat geschafft, wovon einige nur träumen können: vom Schulabbrecher zum gefeierten Sternekoch. Und ausgerechnet eine Jugendsünde hat ihn auf diesen Weg gebracht. Ein modernes Küchenmärchen – und eine Geschichte über zweite Chancen.
Ohne Schulabschluss war es schwer für Pierre Beckerling
Planlos, undiszipliniert, rebellisch: Früher galt Pierre Beckerling als Problemfall. Schulbank? Fehlanzeige. Zeugnisse? Eher durchwachsen. Und Zukunftspläne? Lange Zeit unklar. Der Junge aus dem Ruhrgebiet war nicht der Typ für einen klassischen Lebenslauf. Regeln interessierten ihn nur wenig. In der 9. Klasse flog Beckerling von der Schule, hing orientierungslos in der Gegend ab. Nicht unbedingt ein Musterbeispiel für eine steile Karriere. Doch der „Castroper Jung”, der früh mit Konventionen brach, fand ausgerechnet in der Küche seine große Bestimmung.
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Heute steht Beckerling im Gourmet-Restaurant „SchwarzGold“ auf der historischen Kokerei Hansa in Dortmund hinter dem Herd – und hat dort mit seinem Team sogar einen Michelin-Stern erkocht. Dank einer Jugendsünde, könnte man sagen. Denn das Kiffen mit seinem Cousin habe diesen Weg geebnet. Wenn es damals ums Essen ging, habe er sich gekümmert und „aus den unmöglichsten Sachen irgendwas gekocht”, erzählt uns Beckerling im RTL-Interview. „Dann werd‘ doch Koch!“, sagte der Cousin. Leichter gesagt als getan. Ohne Schulabschluss war es schwierig, einen Ausbildungsplatz zu finden.
Taxiteller statt Gourmetküche
Schließlich klappte es doch, in einem Restaurant auf der Zeche Zollern in Dortmund. Nur: Mit Autorität konnte Beckerling immer noch wenig anfangen. Statt Anweisungen zu befolgen, machte er am liebsten weiter das, was keiner von ihm verlangte – zum Ärger des Küchenchefs. Er sei ein richtiges Arschloch gewesen, so Beckerling. „Irgendwann hat er mich in den Kühlschrank gedrückt und gesagt: ‘Entweder machst du jetzt das, was ich sage, oder du kannst wieder zurück zum Arbeitsamt gehen’”, so der 39-Jährige. Ein Wendepunkt. Aus dem Chaoskopf wurde ein Koch, der die Sterneküche für sich entdeckte.
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Heute steht Beckerling dort, wo viele Köche ein Leben lang hinwollen: im Gourmet-Restaurant „SchwarzGold“ in Dortmund. Hier serviert er moderne Hochküche mit Ruhrgebiets-DNA: präzise gegarte Produkte, überraschende Kombinationen, elegante Teller. Seit der Eröffnung im Frühjahr 2024 wurde „SchwarzGold“ schnell zum kulinarischen Hotspot im Ruhrgebiet und erhielt zahlreiche Auszeichnungen – unter anderem vom Gourmetführer Gault&Millau, der das Haus mit drei roten Kochhauben ehrte. 2025 folgte schließlich der nächste große Moment: der begehrte Michelin-Stern.

Pierre Beckerling ist ein perfektes Beispiel dafür, dass Erfolg nicht immer nach Plan entsteht. Der ehemalige Schulabbrecher aus Castrop-Rauxel ist heute einer der spannendsten Köche seiner Generation – und der beste Beweis, dass Talent, Leidenschaft und harte Arbeit manchmal wichtiger sind als jedes Zeugnis. Trotz des Wirbels um seine Person ist Beckerling bodenständig geblieben. Während er für seine Gäste auf Spitzenniveau kocht, geht’s für ihn privat zur Imbissbude – Taxiteller inklusive.
Verwendete Quellen: RTL-eigene Recherche
































