Spektakel am AugusthimmelSternschnuppen-Nacht steht bevor! Dann habt Ihr die besten Chancen

Im Norden sind dieser Tage viele Sternschnuppen zu sehen - wenn das Wetter mitspielt. (Symbolfoto)
Die meisten Sternschnuppen sind in der Nacht auf den 13. August zu sehen. (Symbolfoto)
Daniel Reinhardt/dpa

In dieser Nacht lohnt sich der Blick nach oben ganz besonders.
Mitte August sind besonders viele Sternschnuppen zu sehen. 2026 sind die Bedingungen dafür außergewöhnlich gut: Der Mond bleibt dunkel und stört den Blick in den Himmel nicht.

Die meisten Sternschnuppen gibt es in der Nacht zum 13. August

Schon seit Mitte Juli können Sternschnuppen des Perseiden-Stroms am Himmel auftauchen. Besonders spannend wird es aber in der Nacht vom 12. auf den 13. August. In den frühen Morgenstunden des 13. August werden die meisten Sternschnuppen erwartet.

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Dabei spielt uns 2026 der Mond in die Karten: Am 12. August ist Neumond. Der Mond ist dann am Nachthimmel nicht als helle Scheibe zu sehen und überstrahlt auch schwächere Sternschnuppen nicht. Doch auch nach dieser Nacht ist das Schauspiel nicht sofort vorbei. Sternschnuppen des Perseiden-Stroms können noch bis zum 24. August am Himmel auftauchen.

Seht Ihr wirklich 100 Sternschnuppen pro Stunde?

Rund um die Perseiden ist oft von bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde die Rede. Diese Zahl bedeutet aber nicht, dass Ihr tatsächlich innerhalb einer Stunde 100 Leuchtspuren sehen werdet.

Es handelt sich um einen Wert, der für besonders gute und nahezu ideale Beobachtungsbedingungen berechnet wird. Wie viele Sternschnuppen Ihr am Ende wirklich entdeckt, hängt unter anderem davon ab, wie dunkel es an Eurem Standort ist und wie frei Euer Blick auf den Himmel bleibt.

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Wenn Ihr möglichst viel sehen wollt, solltet Ihr deshalb raus aus hell beleuchteten Städten und Straßen. Je dunkler die Umgebung, desto besser fallen auch schwächere Sternschnuppen auf.

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So habt Ihr die besten Chancen auf Sternschnuppen

Ein Teleskop oder Fernglas braucht Ihr für die Beobachtung nicht. Im Gegenteil: Mit bloßem Auge könnt Ihr einen viel größeren Teil des Himmels überblicken.

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Sucht Euch am besten einen dunklen Ort mit möglichst freier Sicht. Dann gebt Euren Augen etwas Zeit, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Rund 30 Minuten sind dafür ideal. Helles Licht vom Smartphone kann dabei stören. Ihr müsst auch nicht die ganze Zeit in eine bestimmte Richtung schauen. Die Sternschnuppen können über weite Teile des Himmels ziehen.

Warum heißen die Sternschnuppen eigentlich Perseiden?

Ihren Namen haben die Perseiden vom Sternbild Perseus. Von der Erde aus sieht es so aus, als würden die Sternschnuppen aus dieser Richtung kommen.

Tatsächlich steckt dahinter aber etwas ganz anderes: Verantwortlich ist der Komet 109P/Swift-Tuttle. Auf seiner Reise durch das All hinterlässt er Staub und kleine Teilchen. Jedes Jahr fliegt die Erde durch diese Spur.

Treffen diese winzigen Teilchen mit hoher Geschwindigkeit auf die Erdatmosphäre, entstehen die hellen Leuchtspuren, die wir als Sternschnuppen sehen.

Swift-Tuttle braucht 133 Jahre für eine Runde um die Sonne

Der Komet selbst ist riesig: Sein Kern hat einen Durchmesser von rund 26 Kilometern. Für eine komplette Runde um die Sonne braucht Swift-Tuttle etwa 133 Jahre.

Zuletzt kam er 1992 an den sonnennächsten Punkt seiner Bahn. Das nächste Mal wird das im Jahr 2125 erwartet.

Am 12. August wartet noch ein weiteres Himmelsspektakel

Bevor die Sternschnuppen-Nacht beginnt, gibt es am 12. August noch etwas Besonderes zu sehen: eine Sonnenfinsternis.

In einigen Regionen der Erde wird die Sonne komplett vom Mond verdeckt. In Deutschland ist dagegen eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Der Mond schiebt sich also nur vor einen Teil der Sonne.

Wichtig: Wenn Ihr die Sonnenfinsternis beobachten wollt, dürft Ihr niemals ohne Schutz direkt in die Sonne schauen. Dafür braucht Ihr eine geeignete Sonnenfinsternisbrille.

Ende August folgt eine Mondfinsternis

Und auch danach ist am Himmel noch einiges los. In den frühen Morgenstunden des 28. August kommt es zu einer partiellen Mondfinsternis.

Dabei taucht ein großer Teil des Mondes in den Schatten der Erde ein. Von Deutschland aus lässt sich das Ereignis grundsätzlich beobachten. Allerdings steht der Mond dann schon sehr tief am Horizont und die Morgendämmerung macht die Sicht schwieriger.

Verwendete Quellen: stern.de, NASA, International Meteor Organization