Drei auf einen StreichDer August wird spektakulär! Diese Himmelsereignisse dürft ihr nicht verpassen

Im August lohnt es sich, öfter mal einen Blick gen Himmel zu werfen.
Im August lohnt es sich, öfter mal einen Blick gen Himmel zu werfen.
picture alliance / imageBROKER | PsychoShadow

Hobby-Astronomen aufgepasst!
Der Blick in den Himmel lohnt sich im August ganz besonders. Innerhalb weniger Tage erwarten uns gleich drei außergewöhnliche Himmelsereignisse, die ihr nicht verpassen solltet. Wir verraten euch, wann ihr nach oben schauen solltet, welche Besonderheiten euch erwarten und wie ihr die Naturschauspiele am besten beobachten könnt.

10. bis 14. August: „Swift-Tuttle” sorgt für Sternschnuppen-Nächte

Den Auftakt macht eines der beliebtesten Himmelsschauspiele des Jahres: die Perseiden. Wie die Vereinigung der Sternfreunde e. V. erklärt, durchquert die Erde jedes Jahr zwischen dem 10. und 14. August die Staubspur des Kometen Swift-Tuttle. Treffen die winzigen Staubteilchen auf die Erdatmosphäre, verglühen sie und ziehen als leuchtende Sternschnuppen über den Nachthimmel.

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Das Maximum des Sternschnuppenstroms wird demnach in den Nächten vom 12. auf den 13. August sowie vom 13. auf den 14. August erwartet.

Besonders erfreulich: Da der Neumond nur kurz zuvor stattfindet, sind die Beobachtungsbedingungen laut der Vereinigung der Sternfreunde e. V. in diesem Jahr nahezu ideal, da der Himmel weniger hell erleuchtet sein wird. Neben dem Namen Perseiden werden die Sternschnuppen übrigens auch „Laurentius-Tränen“ genannt. Der Grund: Laurentius war ein christlicher Diakon, der der Überlieferung nach am 10. August 258 als Märtyrer hingerichtet wurde. Da die Perseiden jedes Jahr um den 10. August, also rund um seinen Gedenktag, besonders gut zu sehen sind, wurden die Sternschnuppen im Mittelalter mit ihm in Verbindung gebracht.

Partielle Sonnenfinsternis über Deutschland am 12. August

Am 12. August folgt das nächste große Himmelsspektakel: In weiten Teilen Europas wird eine Sonnenfinsternis zu sehen sein. Während sich der Mond in Grönland, Island, Spanien und einem kleinen Teil Nordostportugals vollständig vor die Sonne schiebt, erleben wir in Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis, wie unter anderem die European Space Agency (ESA) erklärt. Je nach Standort verdecke der Mond hierzulande bis zu 90 Prozent der sichtbaren Sonnenscheibe.

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Allerdings hat die Finsternis in diesem Jahr eine Besonderheit: Wie der Informationsdienst Wissenschaft (idw) schreibt, wird das Naturschauspiel erst am Abend zwischen etwa 19.10 Uhr und 20.45 Uhr zu beobachten sein. Zu diesem Zeitpunkt stehe die Sonne bereits tief über dem Westhorizont. Wer die Sonnenfinsternis sehen möchte, sollte sich deshalb einen möglichst erhöhten Ort mit freier Sicht nach Westen suchen.

Die späte Uhrzeit erschwert zwar die Beobachtung, sorge laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) aber gleichzeitig dafür, dass die Sonnenfinsternis „besonders eindrucksvoll“ erscheint. Wichtig bleibt dennoch: Auch wenn ein Großteil der Sonne vom Mond verdeckt wird, darf sie niemals ohne eine zertifizierte Sonnenfinsternis-Brille oder ein anderes Hilfsmittel wie eine Lochkamera direkt betrachtet werden.

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Vollmond und Mondfinsternis am 28. August

Dann wird es Ende August noch mal spannend über uns: Vollmond ist ohnehin schon eine besondere Zeit. Am 28. August geht er zudem mit einer partiellen Mondfinsternis einher. Bei einer Mondfinsternis liegt der Mond im Kernschatten der Erde. Das passiert, weil sich die Erde genau zwischen Mond und Sonne schiebt. Der Mond wird offiziellen Berechnungen der NASA zufolge im August zu 93 Prozent verdeckt sein.

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Wie bei einer Sonnenfinsternis handelt es sich auch bei einer Mondfinsternis um ein äußerst seltenes Ereignis. Generell kann es nur während Vollmonden zu einer Mondfinsternis kommen. Starkwalk erklärt zudem: „Im Durchschnitt ereignen sich zwei Mondfinsternisse pro Jahr. Die maximale Anzahl von Mondfinsternissen in einem Jahr beträgt fünf, was jedoch eher selten vorkommt. Fünf Mondfinsternisse in einem Kalenderjahr gab es zuletzt 1879; das nächste Mal im Jahr 2132.” Die Chance, das seltene Ereignis im August 2026 beobachten zu können, solltet ihr euch also besser nicht entgehen lassen.

Übrigens: Anders als eine Sonnenfinsternis, so erklärt es unter anderem die Website Sterngucker.de, könnt ihr eine Mondfinsternis mit bloßem Auge beobachten, ohne bleibende Schäden zu riskieren.

Verwendete Quellen: Vereinigung der Sternfreunde e. V., Starwalk, NASA/ Partial Lunar Eclipse of 2026 Aug 28, Sterngucker.de