7 Festnahmen nach Ausschreitungen in Holland

Corona-Randale in mehreren Städten – Stein fliegt in Krankenwagen mit Patienten

21. November 2021 - 10:52 Uhr

Jugendliche werfen mit Feuerwerk und legen Brände

Nach den heftigen Ausschreitungen in Rotterdam am Vortag haben Randalierer in der Nacht zum Sonntag in verschiedenen Städten der Niederlande für Unruhen gesorgt. In Den Haag setzten die Sicherheitskräfte die Mobile Einheit sowie Hunde und Pferde ein, "um die öffentliche Ordnung wiederherzustellen", teilte die Polizei auf Twitter mit. Fünf Beamte seien verletzt worden. Vor allem Jugendliche hätten mit Feuerwerk geworfen, kleine Brände gelegt und Verkehrsschilder zerstört. Zudem habe jemand einen Stein durch ein Fenster eines Krankenwagens geworfen, der einen Patienten transportierte. Sieben Menschen seien festgenommen worden.

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Schüsse bei Corona-Unruhen in Rotterdam

Auch an anderen Orten kam es nach Polizeiangaben zu Ausschreitungen, vor allem von Jugendlichen. Die Ursache der Gewalt war zunächst unklar. Bereits in der Nacht zum Samstag war in Rotterdam eine nicht angemeldete Demonstration gegen Corona-Maßnahmen aus dem Ruder gelaufen, es kam zu regelrechten Straßenschlachten. Dabei schoss die Polizei auch gezielt mit scharfer Munition auf Menschen. Vier Verletzte wurden mit Schusswunden in Krankenhäusern behandelt.

Niederlande: In sozialen Netzwerken zu Krawallen aufgerufen

Am Samstag wurde dann in sozialen Netzwerken im ganzen Land zu Krawallen und Konfrontationen mit der Polizei aufgerufen. In mehreren Orten wie auch Amsterdam und Rotterdam war die Polizei vorsorglich mit einer großen Anzahl von Beamten auf den Straßen präsent.

In Roermond im Süden des Landes nahe der deutschen Grenze bewarfen Dutzende Jugendliche die Polizei mit Feuerwerkskörpern. Auch aus dem nahe gelegenen Stein wurden Unruhen gemeldet. Im Ort Urk im Nordosten von Amsterdam warfen Jugendliche ebenfalls mit Feuerwerk, dort gab es auch mehrere Festnahmen.

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Weltweit Proteste gegen Corona-Maßnahmen

Auch in anderen Ländern gab es am Wochenende Demonstrationen gegen die Restriktionen zur Eindämmung der neuen Corona-Welle. In Wien protestierten am Samstag zehntausende Menschen gegen den ab Montag in ganz Österreich geltenden Lockdown und die Einführung einer Corona-Impfpflicht. Auch in Kroatiens Hauptstadt Zagreb gingen tausende Kritiker von Corona-Restriktionen auf die Straße. In Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen demonstrierten rund tausend Menschen, in Schwedens Hauptstadt Stockholm mehrere hundert.

Nach gewaltsamen Protesten gegen die Corona-Maßnahmen im französischen Überseegebiet Guadeloupe wurden Elitesoldaten geschickt, um die Einhaltung einer nächtlichen Ausgangssperre zu überwachen. Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen mit tausenden Teilnehmern gab es zudem in Sydney und anderen australischen Städten. (dpa/bst)