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Rotterdam

Rotterdam hat den größten Hafen Europas. Seit den 1980er-Jahren hat sich die zweitgrößte Stadt der Niederlande zur lebendigen Metropole entwickelt.

Rotterdam

Rotterdam liegt am Rhein-Maas-Delta in der niederländischen Provinz Südholland. Mit gut 645.000 Einwohnern ist Rotterdam die zweitgrößte Stadt der Niederlande – nach Amsterdam. Der größte Seehafen Europas macht die Stadt zum Handelsknotenpunkt von transnationaler Bedeutung und zum führenden Industriestandort der Niederlande. Da die Stadt zum Großteil unterhalb des Meeresspiegels liegt, besitzt Rotterdam ein umfassendes Schutzsystem gegen Hochwasser. Pumpen entwässern die Stadt – rund um die Uhr.

Rotterdams Geschichte: ein kurzer Überblick

Die Stadtgründung erfolgte 1230 durch die Errichtung eines Dammes an der Rotte. Aufgrund der günstigen Lage im Rhein-Maas-Delta entwickelte sich Rotterdam zur Handelsstadt. Ab 1872 blühte Rotterdam auf und wurde Europas größter Hafen: Die Eröffnung des Nieuwe Waterwegs machte Rotterdam zum entscheidenden Im- und Exporthafen für das Ruhrgebiet, dessen Industrie stark wuchs. Nach der fast vollkommenen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg folgte ein radikaler Neuaufbau von Stadt und Hafen. Dieser städtebauliche Neuanfang machte Rotterdam zu einer modernen Stadt, die sich von gewachsenen Städten unterscheidet. Seit den 1980er-Jahren erfolgte eine Aufwertung ehemaliger Hafengebiete im Rahmen eines Stadterneuerungsprogrammes. In dem neuen Stadtteil Kop van Zuid entstanden Museen sowie Büro- und Wohnhochhäuser. Die Erasmusbrücke verbindet diesen neuen Stadtteil mit der Innenstadt. Seit der Fertigstellung 1998 ist die Erasmusbrücke das Wahrzeichen Rotterdams. Benannt ist diese Schrägseilbrücke nach dem Humanisten Erasmus von Rotterdam.

Rotterdam: Was muss man gesehen haben?

Laut Lonley Planet gehörte Rotterdam zu den Top 10 Zielen für eine Städtereise im Jahr 2016. Für Architekturinteressierte ist Rotterdam wie Disneyland. Die Rotterdamer Touristen Information zählt unterschiedliche moderne Bauwerke zu den zehn empfehlenswertesten Attraktionen, die sich Besucher anschauen sollten. Dazu gehören die quadratischen Häuser, die hufeisenförmige Markthalle aus dem Jahr 2004 und der futuristische Bahnhof Rotterdam Centraal. Fast die Hälfte der Bewohner der Stadt stammt nicht aus den Niederlanden – über 170 Nationalitäten sind vertreten. Diese Vielfalt hat Einfluss auf das kulturelle Leben in Rotterdam: Die zweitgrößte Stadt der Niederlande beschrieb die Zeitung Welt als „Cool, roh, rau – diese Stadt ist das neue Berlin“ (2016).