17. Mai 2019 - 10:42 Uhr

Zahl der Demenzkranken soll sich verdreifachen

1,7 Millionen Menschen in Deutschland haben Demenz - und die Zahl steigt weiter. Innerhalb der nächsten 30 Jahre soll sich die Zahl der Betroffenen verdreifachen. Im Video sehen Sie, wie gesunde Menschen lernen können, was es heißt, Demenzkrank zu sein.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat jetzt zum ersten Mal Leitlinien veröffentlicht, wie eine Demenzerkrankung vorgebeugt werden kann. Wir verraten, wie wir alle vorbeugen können!

Was gut ist für das Herz und Kreislauf, ist auch gut für das Hirn

Fitness ist nicht nur gut für einen gesunden Körper, sondern auch für das Gehirn. Eine der Leitlinien gegen die Demenz ist es, körperlich aktiv zu werden. Studien haben gezeigt, dass Menschen die sich viel bewegen, seltener an Alzheimer und Demenz erkranken - und es ist nie zu spät, mit dem Sport anzufangen. Außerdem ist ausreichende Bewegung gut gegen Bluthochdruck und Übergewicht.

Bluthochdruck und Übergewicht sind laut WHO nämlich mitverantwortlich für eine Demenzerkrankung - genau wie übermäßiger Alkoholkonsum und Rauchen.

Kognitives Training

​Neben einer gesunden Ernährung empfiehlt die WHO kognitives Training, um Demenz vorzubeugen. Bei dem kognitiven Training geht es darum, Gehirnfunktionen wie logisches Denken, Kategorisierung, Aufmerksamkeit und Konzentration zu fördern.

Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel

In Zukunft soll es verboten werden, für Nahrungsergänzungsmittel, die etwa Vitamin B und E enthalten, als vorbeugende Maßnahmen gegen eine Demenzerkrankung zu werben. Denn diese Produkte bringen, laut WHO, nichts. Wer sich ausgewogen ernährt, kann auf Nahrungsergänzungsmittel verzichten - außer der behandelnde Arzt stellt einen Mangel fest.