"Ich könnte ständig in Tränen ausbrechen"

So bekämpfen Frauen die Symptome der Wechseljahre

22. Mai 2021 - 9:30 Uhr

Test: Was hilft gegen Hitzewellen und weitere Nebenwirkungen?

Stimmungsschwankungen, Hitzewellen und Gewichtszunahme: Das sind die typischen Begleiterscheinungen der Wechseljahre. Wie können Frauen am besten damit umgehen? Drei Frauen haben für uns drei Monate lang verschiedene Strategien ausprobiert – die Ergebnisse gibt's im Video!

Therapien gegen Beschwerden in den Wechseljahren

Zwischen 45 und 55 Jahren tritt bei den meisten Frauen die Menopause, also das Ende der monatlichen Blutungen ein. Ab diesem Zeitpunkt endet auch die weibliche Fruchtbarkeit. Ursache für diese sogenannten Wechseljahre ist eine hormonelle Veränderung, die in den Eierstöcken stattfindet. Während manche Frauen in den Wechseljahren keine eingreifenden Veränderungen bemerken, leiden andere zum Beispiel unter Schlaflosigkeit, Hitzewallungen, schweren mentalen Verstimmungen bis hin zu Depressionen und extremer Müdigkeit.

LESETIPP: Alternative Heilmethoden in den Wechseljahren

Oft empfiehlt der Gynäkologe eine Hormon-Therapie, wenn die Beschwerden überhand nehmen. Dabei unterscheidet man zwischen bioidentischen und synthetischen Hormonen. Erstere imitieren die körpereigenen Hormone, sind mit diesen identisch und viel verträglicher als die künstlichen Hormone, die zum Beispiel auch in Anti-Baby-Pillen vorkommen. Diese können Thrombosen verursachen und sich negativ auf die Brustdrüse auswirken und so die Gefahr, an Brustkrebs zu erkranken, erhöhen.

Andere schwören auf homöopathische Therapien. Es gibt eine Vielzahl von Pflanzenwirkstoffen und pflanzlichen Arzneimitteln, denen eine Linderung von Wechseljahrbeschwerden zugesprochen wird.(gmö)

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Hormon-Mangel löst Beschwerden aus

Außerdem sollte der Gynäkologe eine Blutuntersuchung vornehmen und die Symptome der Patientin genau unter die Lupe nehmen. Denn die Symptome hängen meist unmittelbar mit dem Mangel eines Hormons zusammen:

  • Östrogen: Östrogen ist wichtig für Haare und Haut. Ein Mangel führt zu den berühmt berüchtigten Hitzewallungen und Schlafstörungen.
  • Progesteron: Das Progesteron gilt als das "Hormon der Seele". Manche Frauen haben Stimmungsschwankungen, wenn der Progesteron-Spiegel sinkt.
  • Testosteron: Das männliche Hormon ist zum einen für das Gewicht und gutes Bindegewebe verantwortlich, und zum anderen fehlt Frauen bei einem Mangel oft die Lust auf Sex.
  • DHEA: Fördert die Vitalität und regt den Muskelaufbau an. Gleichzeitig ist es für den Fettabbau zuständig.
  • Cortisol: Das Stresshormon kann negative Auswirkungen auf unseren Körper haben und kann zudem den Aufbau von Bauchfett fördern.
  • Gestagene: Das "Schwangerschaftshormon" ähnelt in seiner Wirkung dem körpereigenen Progesteron: Sonst sind sie für die Entstehung und Erhaltung einer Schwangerschaft maßgeblich.
  • Melatonin: Das Melatonin friert laut Huber Zellenorgane und biochemische Reaktionen ein, es ist tatsächlich das Hormon des Winterschlafes, das für die Anti-Aging Strategien große Bedeutung bekommt.
  • Vitamin D: Das Vitamin D ist laut Huber ein Hormon, vergleichbar dem Gelbkörperhormon, dem Schilddrüsenhormon und manchen Hormonen der Nebenniere. Es ist für den Kalziumgehalt des Körpers mitverantwortlich. Deswegen hat es eine hohe Bedeutung für die Prävention der Osteoporose.